Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Wahl ist kein Selbstläufer mehr

Beispiel Mühldorf: Warum auch amtierende Bürgermeister heute nicht mehr automatisch wiedergewählt werden

Viele Bürgermeister mussten heuer erkennen, dass die Kommunalwahl kein Selbstläufer mehr ist. Galt in früheren Jahren ein Amtsinhaber als gesetzt, müssen heute viele in die Stichwahl. In Neumarkt-St. Veit, in Haag, in Mühldorf. Die Wähler setzen offensichtlich nicht mehr nur auf das, was sie kennen, sie geben auch Neuem eine Chance.

Besonders schmerzlich musste das gestern Abend Marianne Zollner erfahren. Die SPD-Bürgermeisterin in Mühldorf galt nach dem Verzicht des CSU-Kandidaten Marc Stegherr als klare Favoritin, fast alle trauten ihr die direkte Wiederwahl zu, als sie nur noch drei Kandidaten gegen sich hatte. Und tatsächlich haben weder der Grüne Dr. Matthias Kraft noch der Linke Claus Debnar entscheidend viele Stimmen auf sich sammeln können.

Nur Michael Hetzl (Freie Wähler/Unabhängige Mühldorfer) konnte mithalten und sich vor allem in den Bereich Parken und Verkehr deutlich positionieren. Diese Stärke wissen viele zu schätzen.

Zollner hat es nicht geschafft, die absolute Mehrheit der Mühldorfer hinter sich zu scharen. Tatsächlich sind viele von den Themen nicht zu einem Ende gebracht worden, mit denen sie vor sechs Jahren angetreten war. Die schrittweisen Fortschritte in anderen Bereichen wie der Stadtplanung konnten die Wähler offensichtlich nicht so überzeugen, dass sie ihr im ersten Durchgang ins Amt verhalfen.

Das Ergebnis darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Zollner einen sehr großen Vorsprung hat. Den aufzuholen, dürfte Hetzl im zweiten Wahlgang in 14 Tagen schwerfallen.

Kommentare