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81 Abiturienten verabschiedet

Von wegen verlorene Corona-Generation – Sehr guter Jahrgang verlässt das Gymnasium Mühldorf

Die Direktorin steht nur im Hintergrund: Daniela Raith mit den drei, die ihr Abi mit glatt eins abschlossen: Tim Märkl, Sarah Hartinger und Alina Göhl (von links). Rath
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Die Direktorin steht nur im Hintergrund: Daniela Raith mit den drei, die ihr Abi mit glatt eins abschlossen: Tim Märkl, Sarah Hartinger und Alina Göhl (von links). Rath
  • Hans Rath
    VonHans Rath
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In der Dreifachturnhalle der Berufsschule Mühldorf ging die Schulkarriere der Abiturientinnen und Abiturienten des Ruperti-Gymnasiums zu Ende. Es waren besondere Umstände, unter denen 82 junge Leute ihren Hochschulabschluss erworben haben.

Mühldorf – .Landrat Maximilian Heimerl sprach deshalb von einemnbesonderen Jahrgang und „hoffentlich dem letzten“, der das Abitur unter Corona-Bedingungen gemeistert hat. Und das mit Bravour und Selbstdisziplin.

Lesen Sie auch: Einser-Schwemme beim Abitur? Was die Schulleiter im Landkreis Mühldorf dazu sagen

Heimerl stellte das Bild der deutschen Fußballnationalmannschaft in den Raum, dieser habe es an Disziplin und Einsatzbereitschaft gefehlt – Eigenschaften, die er diesjährigen Abschlussschülerinnen und Abschlussschülern zusprach. Sie hätten Wissen und Schlüsselqualifikationen wie Flexibilität und Selbstständigkeit erworben, diese Fähigkeiten blieben immer erhalten.

Keine Rede von verlorener Generation

Heimerl wies auch darauf hin, dass der Landkreis tüchtige junge Menschen brauche. Die sollten auch daran denken, sich in die Kommunalpolitik einzubringen, zum Beispiel durch die Arbeit im Gemeinderat. Ein letztes gab Heimerl mit auf den Weg: „Geht selbstbewusst, aber nicht überheblich in die Zukunft, Ihr habt das Rüstzeug dazu“.

Bei Schulleiterin Daniela Raith bedankte er sich „für acht erfolgreiche Jahre, die auch durch die Phase des Umbaus nicht immer leicht waren“. Es war Raiths letzte Abschiedsfeier, denn zum neuen Schuljahr wechselt sie nach Eggenfelden.

Reifeprüfung im Zeichen von Corona

Bürgermeister Michael Hetzl war per Audiobotschaft zugeschaltet, die Abiturientinnen und Abiturienten könnten mit Krisen umgehen, das hätten sie bewiesen. Elternbeirat Jochen Kreutzberg bezeichnete das Abitur als Anfang und Ende. Zum einen sei es ein krönender Abschluss der Schulzeit, zum anderen sei es der Beginn von etwas Neuem. Für den Förderverein appellierte Kathrin Prohaska an die jungen Leute, am 26. September zur Bundestagswahl zu gehen. Personalratsvertreter Daniel

Jeder seines Glückes Schmied

Seeharsch empfahl den Schülern, sich nicht einreden zu lassen, sie seien wegen Corona eine „verlorene Generation“. Vielmehr sei „jeder seines Glückes Schmied“ – jeder habe die Chance bekommen, sich selbst zu verwirklichen, auch wenn es manchmal schwierig sei.

Lea Kaiser von der Schülermitverantwortung stellte fest, dass die Schulfamilie in der Pandemie näher zusammengerückt sei und bedauerte, dass die Studienfahrt ausfallen musste, ebenso wie Abiturball und Kleinkunstabend.

Große musikalische Talente

Die Abiturierenten Yannic Werner und Cäcilia Ernst warfen einen Blick auf das Jahr 2013 zurück, als sie in der fünften Jahrgangsstufe an der Schule anfingen. Man verlief sich, wurde umgerannt, weil man zu den Kleinen gehörte. Jetzt seien sie die Größten, in jeder Hinsicht.

MIt der Corona-Maske zum Abitur

„Was denn nun? Maske rauf oder runter? Plan A, B, C, D oder E?“, fragte Schulleiterin Raith mit Blick auf das Durcheinander, das in den letzten Wochen und Monaten geherrscht habe. Die Schule habe versucht, möglichst Verbindlichkeit und Sicherheit für ihre Schutzbefohlenen herzustellen. Die Zusammenarbeit der jungen Menschen habe sie beeindruckt, viele alte Muster seien aufgebrochen worden. Letztlich sei die Schule zu dem geworden, was sie wirklich ist: „Eine Gemeinschaft, die miteinander die Entwicklung junger Menschen begleitet und unterstützt“.

+++ Weitere Berichte zu Abiturfeiern in der Region finden Sie in unserem Dossier. +++

82 Schülerinnen und Schüler beendeten gestern ihre Schulzeit, 32 davon mit einer Eins vor dem Komma. 15 hätten das Abitur mit 1,5 oder besser abgelegt, drei mit der Traumnote 1,0: Sarah Hartinger, Alina Göhl und Tim Märkl. Sie erhielten den Ruperti-Taler als Anerkennung den Ruperti-Taler.. Raith rief dazu auf, sich die guten Abiturnoten nicht von den Medien schlechtreden zu lassen, man habe schließlich zwei Jahre hart dafür gearbeitet.

Schülerinnen und Lehrer bietet abwechslungsreiches Musikprogramm

Ein abwechslungsreiches Musikprogramm begleitete die Feier: Anna Sax an der Violine und Musiklehrer Markus Jung am Klavier trugen den ersten Satz des Konzerts für Violine und Klavier, opus 34, von Oskar Rieding vor. Katja Niederreiter am Cajon, Markus Jung am Klavier und Franziska Hiebl mit ihrer tollen Stimme trugen „Rewrite the stars“ von Zac Afron und Zendaya vor, mit „You raise me up“ von Josh Groban, beendeten Anna Sax auf der Violine und von Markus Jung am Klavier die dreistündige Feier.

Die Musik lieferten Markus Jung (Klavier), Katja Niederreiter (Bass), Anna Sax (Violine) und Franziska Hiebl (Gesang, von links) beim Gottesdienst zusammen mit Diakon Scharnagl (hinten).

Wie viele schöne Rosen

Zuvor hatte Diakon Manfred Scharnagl in seiner Predigt die Abiturienten mit einer Rose verglichen. Man brauche am Anfang einen guten Dünger, damit aus der Knospe eine wunderbare Blüte entsteh. Diesen Dünger hätten die jungen Menschen von ihren Eltern erhalten, finanziell und in Punkto Motivation, und von den Lehrerinnen. Er wünschte den jungen Leuten, dass aus ihnen Maler-Rosen würden, das sind Rosen, die in allen Farben erblühen.

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