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Vier Kinder trauern um ihre Mama: Gertrud Oberloher aus Rattenkirchen verstorben

Gertrud Oberloher †
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Gertrud Oberloher †
  • Kirsten Meier
    vonKirsten Meier
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Im engsten Familienkreis wurde Gertrud Oberloher, geborene Aiblinger, auf dem Friedhof in Rattenkirchen zu Grabe getragen. Viel zu früh – mit nur 42 Jahren – wurde die Mutter von vier kleinen Kindern von einer unheilbaren Krankheit aus dem Leben gerissen.

Rattenkirchen – Gertrud Oberloher, die von Freunden und Familie liebevoll „Gerti“ genannt wurde, kam in Aschau im Chiemgau zur Welt. Sie war das Jüngste von vier Kindern. Aufgewachsen ist sie mit der Landwirtschaft. Das bestimmte ihren Lebensweg.

Hervorragende Köchin, Konditorin, Hauswirtschafterin

Nach Abschluss der Schule absolvierte sie in Prien erfolgreich eine Lehre zur Konditorin. Kurze Zeit später schloss sie eine Ausbildung an der Landwirtschaftsschule in Traunstein zur Hauswirtschafterin an. Nachdem sie auch diesen Gesellenbrief in der Tasche hatte, fand sie im Seniorenheim Priental eine neue berufliche Herausforderung.

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„Gerti kochte und backte so genial, dass sie Mitte der 1990er-Jahre zur zweiten Küchenleiterin aufstieg“, erzählt ihr Mann. 2003 hatten sie sich beim Volkstanz in Mettenheim kennengelernt. „Sie fiel mir sofort ins Auge, denn sie war so hübsch und hatte einfach eine wundervolle Ausstrahlung“, erinnert er sich. Gerti, die damals beim Trachtenverein Edelweiß in Niederaschau war, liebte den Tanz und die Gesellschaft netter Menschen.

Das Glück des jungen Paares wurde im September 2005 mit einer kirchlichen Hochzeit in Gertis neuer Heimat Rattenkirchen gekrönt. 2010 packte sie erneut der Ehrgeiz und so erwarb sie an der Landwirtschaftsschule in Erding den Meisterbrief als Hauswirtschafterin. In der Baumschule der Oberlohers arbeitete sie im Büro und kümmerte sich um alles und jeden. Sie war die gute Seele des Hauses.

Die Familie war die Erfüllung ihres Lebens

Im Mittelpunkt stand ihre Familie. Als im Januar 2011 ihre erste Tochter geboren wurde, hatte die lebensfrohe Rattenkirchnerin die Erfüllung ihres Lebens gefunden, Mama sein – und das aus ganzem Herzen. Im September 2012 folgte ein Sohn, im März 2014 eine Tochter und im August 2017 machte eine dritte Tochter das Familienglück perfekt.

Die begnadete Bäckerin und Köchin stickte und bastelte auch sehr gerne, machte sehr viel mit den Kindern und war sehr kreativ.

Im Laufe der Jahre bildete Gerti Oberloher sieben Hauswirtschafts-Lehrlinge aus.

Als liebenswerter Mensch bleibt sie in Erinnerung

Zwei glückliche stolze Eltern und vier kerngesunde Kinder – alles schien perfekt zu sein, bis zu jenem Tag im Sommer 2018. Sie fühlte sich sehr schlecht. Ihr Zustand wurde zusehends besorgniserregender.

Gertrud Oberloher litt an einer unheilbaren Krankheit, die das unbeschwerte Familienglück zerstörte. Als liebenswerter Mensch bleibt sie ihrer Familien in Erinnerung. Nie habe sie gejammert, bis zum Schluss habe sie ihre Krankheit ertragen.

Die Erinnerung an sie ist für ihren Mann ein Vermächtnis: „Ich versuche unsere Kinder in ihrem Sinne großzuziehen, dass sie tolle Menschen werden. Das war immer Gertis Wunsch.“

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