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BRETTL-SPITZEN

Von der Hausmusik zum großen Auftritt: Mühldorfer Volksmusiker schaffen den Sprung ins Fernsehen

Judith und Tobias Ehmerer sind Geschwister. Auf den Bildern ist das die junge Dame und der junge Mann mit den dunklen Haaren. Der junge Mann mit Brille und Glatze (und mit Hut) ist Ralf Waidmann.
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Judith und Tobias Emehrer sind Geschwister. Auf den Bildern ist das die junge Dame und der junge Mann mit den dunklen Haaren. Der junge Mann mit Brille und Glatze (und mit Hut) ist Ralf Waidmann.

Drei Musiker aus den Landkreises Mühldorf und Altötting sind „Stierig“ und schaffen es trotz Coronaeinschränkungen zu den Brettl-Spitzen.

Mühldorf/Pleiskirchen – Für Judith Emehrer (24) aus Oberneukirchen und ihren Bruder Tobias Emehrer (27) aus Mühldorf begann die Liebe zur Musik wie bei so vielen: in der Familie. Aus der Stubenmusik im Wohnzuimmer wurde zusammen mit Freund Ralf Waidmann (32) aus Pleiskirchen inzwischen ein Volksmusikensemble, das bayernweit unterwegs ist und auch bei den Brettlspitzen im Bayerischen Rundfunk mitspielen darf.

Zuerst Stubenmusi - dann die große Bühne

Um ihren Vorbildern STS, Seiler und Speer und Lemo nachzueifern, gründeten die Ehmerers 2017 ihre eigene Band. „Wir machten früher in der Familie Stubenmusi. Damals hatten wir auch einige Auftritte bei Veranstaltungen“, erzählt die 24-Jährige. „Für uns war das immer ein großer Spaß, aber der Gedanke, eine Band zu gründen, kam erst viel später“, setzt sie fort.

Noch nie mit dem neuen Schlagzeuger geprobt

Im Sommer 2016 sorgte das Trio für musikalische Unterhaltung bei der Hochzeit eines gemeinsamen Freundes. Eine Band waren sie da noch nicht. Erst ein Jahr später beschlossen sie sich als Musiker zusammenzuschließen. Der Bandname war schnell gefunden. „Stierig“. „Das kann man sich gut einprägen und der Name macht gute Laune“, erzählt Waidmann. „Stierig reimt sich gut auf gierig. Das sind wir auch und zwar auf richtig gute Musik.“

Judith Emehrer spielt seit ihrer frühster Kindheit Hackbrett, sämtliche Blockflötenarten, Flügelhorn, Gitarre und Harfe. Ihr Bruder Tobias lernte die Diatonische zu spielen. Auch dieses Instrument ist aus ihrer Band nicht wegzudenken. Weidmann entdeckte im Alter von 13 Jahren seine Leidenschaft für die Gitarre.

Gesanglich kommen alle zum Einsatz. Im Januar 2020 bekamen sie schlagkräftige Unterstützung von Karl-Heinz Hofer (33) aus Altötting. Er ist Schlagzeuger der Band – gemeinsame Proben mit dem Neuen gab es wegen Corona allerdings noch nicht.

Ganz klein angefangen

Ihren ersten großen Auftritt vor einem Publikum hatte das damalige Trio im Januar 2019 in der Talentschmiede in Burgkirchen. Mit selbst geschriebenen und komponierten Liedern spielten sie sich in die Herzen der Zuschauer. „Unser erstes Lied hieß wie unsere Band - Stierig. Das kam so gut an, dass wir ein Jahr später ein eigenes Konzert in der Talentschmiede gaben“, erzählt Tobias Emehrer.

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Es folgten viele weitere Auftritte, darunter Benefizkonzerte in Kirchdorf und Georgenberg. Sie hatten Spaß mit ihrer Musik und Erfolg beim Publikum. Aus diesem Grund bewarben sie sich mit einem Video beim Gesangswettbewerb „Jetzt sing i“ des Bayerischen Rundfunks.

Mit selbstkomponierten Liedern setzten sie sich gegen 50 weitere Bewerber durch. Es folgte ein Gastspiel auf der Oidn Wiesn in München und schließlich ein Fernsehauftritt bei den Brettl-Spitzen.

Warten auf das Ende von Corona

Dass „Stierig“ nun Teil der Brettl-Spitzen-Familie ist fühlt sich für die jungen Musiker großartig an. Dort feierte ihr neues Lied „As Lächeln“ Premiere. Für Judith Emehrer, ihren Bruder Tobias und deren gemeinsamen Freund Ralf war der Sieg beim Gesangswettbewerb ein großer Erfolg. „Wegen Corona sind Proben ja nicht erlaubt.

Unter strenger Einhaltung der Corona-Vorschriften durften wir zum Glück noch vor der Fernsehaufzeichnung ein bisschen zusammen üben“, erzählt Waidmann. „Die Sendung wurde traditionell im Hofbräuhaus in München aufgezeichnet, aber natürlich alles stark eingeschränkt. Es gab kein Publikum, wie es normalerweise üblich wäre. Statt zwei Drehtagen musste an einem Tag alles im Kasten sein“, setzt er fort.

Fernsehaufnahme - eine tolle Erfahrung

Für das Trio war es trotz Corona eine tolle Erfahrung. Sie wollen auch in Zukunft die Menschen mit ihrer Mundart- und Volksmusik begeistern. „In erster Linie wünschen wir uns, dass alle gesund bleiben“, sagt Judith Emehrer. „Wir hoffen, dass wir bald wieder proben und natürlich ganz besonders auch auftreten dürfen.

Als Karl-Heinz in unserer Band kam, ging es gerade los mit Corona. Üben ist seither nicht erlaubt. Schön wäre, wenn das kulturelle Leben endlich bald wieder weitergehen darf. Man sieht ja, wie gut Musik den Menschen tut.“ (re)

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