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CORONA-IMPFSTOFF ASTRA ZENECA

Von 300 auf 1000 – Landkreis Mühldorf will Zahl der täglichen Corona-Impfungen steigern

Gestern im Impfzentrum Mühldorf: Eine junge Frau lässt sich mit Astra Zeneca impfen. Sie gehört aufgrund einer Vorerkrangung zur Risikogruppe.
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Gestern im Impfzentrum Mühldorf: Eine junge Frau lässt sich mit Astra Zeneca impfen. Sie gehört aufgrund einer Vorerkrangung zur Risikogruppe.
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Im Landkreis Mühldorf bleibt der Impfstoff von Astra Zeneca nicht liegen. Die ersten 1.000 Dosen sollen bis ende der Woche geimpft sind. Gute Nachrichten gibt es auch für Senioren

Mühldorf – Auch im Landkreis Mühldorf ist seit dieser Woche der Corona-Impfstoff von Astrazeneca im Einsatz. Das hat das Landratsamt jetzt auf Anfrage bestätigt. „Bis zum Ende dieser Woche erfolgt die Verimpfung der ersten gelieferten Tranche von 1.000 Dosen“, teilt die Behörde mit. „Die Terminierung für die zweite Tranche von 900 Dosen läuft derzeit.“

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Diese zweite Lieferung ist am vergangenen Montag gekommen. Die Lagerung des übrigen Impfstoffs ist laut Landratsamt kein Problem. Laut Impfverordnung reiche es, ihn bei Kühlschranktemperatur aufzubewahren.

Weniger Ansteckungen, weniger Tote durch Astra Zeneca

Dr. Timm Büttner, der das Impfzentrum Mühldorf leitet, ist von dem Impfstoof überzeugt. „Mit einer Wirksamkeit von 70 Prozent verhindert es fast dreiviertel der Covid-Erkrankungen, die ohne Impfung auftreten“, betont er. „Viel wichtiger ist jedoch, dass in den Zulassungsstudien keine geimpfte Person in eine Klinik aufgenommen werden musste.“

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Damit erfülle der Impfstoff die wichtigste Anforderung überhaupt, Klinikaufnahmen und Todesfälle zu verhindern. „Und die Wirksamkeit ist auch gegen die britische Variante B.1.1.7 gegeben, die zuletzt auch in Deutschland vermehrt aufgetreten ist.“

Alle Menschen in den Altenheimen zweimal geimpft

Derweil sind alle Menschen auch zum zweiten Mal geimpft, die in Altenheime leben und sich impfen lassen wollten. Damit sind in 18 Alten-Einrichtungen rund 1.700 Personen geimpft, 1.200 davon sind Bewohner und 500 Mitarbeiter. „Das ist ein wichtiger Meilenstein in der Pandemiebekämpfung.

Sobald der Impfschutz einsetzt, sind diese Personen, in der die Verläufe einer Covid-19-Erkrankung in vielen Fällen besonders schwer sind und die Sterberate am höchsten ist, geschützt“, freute sich Landrat Maximilian Heimerl.

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Nach seinen Angaben waren Malteser und DLRG im „unermüdlichen Einsatz“. Die Einsatzplanung sei aufgrund der kurzfristigen Lieferungen des Impfstoffes eine logistische Herausforderung für das Team des Impfzentrums.

Auch nach erster Impfung schon besserer Schutz

Angelaufen sind auch die Impfungen in den Behinderteneinrichtungen, wo Bewohner und Betreuer versorgt werden können. Laut Landratsamt hat der Landkreis mit 18 Alten- und Seniorenheimen und neun Einrichtungen für Behinderte eine vergleichsweise hohe Zahl an stationären Einrichtungen.

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„Für den vollständigen Infektionsschutz muss der Impfstoff zweimal verabreicht werden. Ein bis zwei Wochen nach der zweiten Impfung ist die Immunisierung abgeschlossen“, sagt Impfzentrumsleiter Büttner. „Kommt eine Person nach der ersten Impfung mit dem Erreger in Kontakt, wird sie in Abhängigkeit vom zeitlichen Abstand zur Impfung mit hoher Wahrscheinlichkeit aber nicht erkranken oder ist geschützt vor einem schweren Verlauf.“

Impfzahlen in den nächsten Wochen deutlich steigern

Am Impfzentrum laufen unterdessen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um die Kapazitäten deutlich auszuweiten. Nach Vorgabe des Freistaates wurde im Dezember das Impfzentrum auf 300 Impfungen pro Tag ausgelegt. Für das zweite Quartal wurden nun deutlich mehr Impfstoff-Lieferungen angekündigt.

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Dann sollen knapp 1.000 Impfungen am Tag stattfinden. „Wir können das stemmen und bis dahin die Kapazitäten bei uns im Landkreis hochfahren“, betont Heimerl.

Hoffnung für den Sommer

Für ihn sind damit zwei wesentliche Punkte im Kampf gegen Corona erfüllt, die Perspektiven eröffnen: Die besonders gefährdeten Menschen in den Pflegeeinrichtungen sind geschützt. Dadurch seien weniger schwere Verläufe zu erwarten, sodass auch das Krankenhaus entlastet werde.

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„Gleichzeitig kommen wir schneller mit den Impfungen voran und dadurch steigt die Hoffnung auf einen entspannteren Spätfrühling und Sommer“, macht er Hoffnung auf weitere Erleichertungen.

Unterschiedliche Inzidenz-Zahlen

An manchen Tagen finden die Leserinnen und Leser der Heimatzeitung unterschiedliche Inzidenzzahlen im Regioinal- und im Bayernteil. Der Grund sind unterschiedliche Quellen: Während im Regionalteil die Zahlen des Landratsamts Mühldorf verwertet werden, sind auf der Oberbayerngrafik im Bayernteil die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) aufgeführt. Diese unterschieden sich beispielsweise gestern um fast 16 Punkte (67 zu 82,8).

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Der Grund für die unterschiedlichen Zahlen: Nach Angaben von Landrat Maximilian Heimerl gibt es an manchen Tagen ein Übertragungsproblem vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit (LGL) zum Robert-Koch-Institut. Dann verwendet das RKI ältere Zahlen, die sich nach einem oder zwei Tagen wieder angleichen.

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