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Tradition soll erhalten bleiben

Vom Tellerwäscher zum Hoteldirektor: „Hotel zur Post“ in Altötting wiedereröffnet

Hoteldirektor Peter Heimerdinger freut sich darüber, dass das „Hotel zur Post“ nun wieder den Gästen offen steht.
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Hoteldirektor Peter Heimerdinger freut sich darüber, dass das „Hotel zur Post“ nun wieder den Gästen offen steht.
  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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„Als die ersten Möbel kamen und die monatelange Planung damit zum ersten Mal Realität wurde, da hatte ich Tränen in den Augen“, gesteht Peter Heimerdinger, Geschäftsführer des „Hotel zur Post“ in Altötting – der Traditionsherberge, die nun nach längerer Pause wieder ihre Türen öffnet.

Kraiburg/Altötting –Kurz vor dem Termin gleicht die Traditionsherberge einem Taubenschlag. Überall legen Handwerker und Mitarbeiter des Betriebs noch einmal Hand an für den letzten Schliff. „Was hier zuletzt noch jeder dafür geleistet hat, dass alles fertig wird, ist unglaublich“, betont Peter Heimerdinger. Der gebürtige Kraiburger, der sich vom Tellerwäscher zum Hoteldirektor hochgearbeitet hat, ist stolz auf das Erreichte.

Nicht irgendein Hotel-Ketten-Konzept

„Im Fall des ‚Hotels zur Post‘ war es uns sehr wichtig, nicht einfach irgendein Hotel-Ketten-Konzept darüber zu stülpen, sondern umgekehrt aus dem, was das Gebäude und seine mehrhundertjährige Tradition bringt, etwas zu machen“, betont Heimerdinger. Er war eigentlich für ein Projekt in Hamburg angedacht gewesen, doch dann ersteigerte die Vivaplan Unternehmensgruppe aus Regensburg das Hotel für über vier Millionen Euro und er wurde Hoteldirektor in Alt ötting.

Vivaplan kommt eigentlich aus der Altenpflege und hatte viele Heime im Eigenbestand. Diese wurden jedoch verkauft. Das Unternehmen konzentriert sich nun auf Projektentwicklung. Das erste Hotel-Projekt, das sie gekauft und zu einem Vier-Sterne-Haus umgebaut hat, war das Hotel Centrale in Waldkraiburg. Es wurde verpachtet.

Das ist beim „Hotel zur Post“ anders: Das Haus wird auch von Vivaplan betrieben. Der komplette Innenbereich wurde umgebaut und saniert. Nun gibt es 75 Zimmer, darunter vier Junior-Suiten, kleine und große Doppel- und Einzelzimmer und eine eigene Pilger-Zimmer-Linie. Das Hotel bietet neben einem Frühstücksraum auch noch als Besonderheit eine „Smoking Lounge“, eine moderne Variation des Rauchersalons früherer Tage.

Neben dem Übernachtungsbetrieb gibt es noch ein mehrteiliges Gastro-Konzept, drei Restaurants unterschiedlicher Größe und das „Poststüberl“, welches als Veranstaltungsraum gemietet werden kann sowie das „Zucalli – Café und Weinbar“. Letzteres ist eine Hommage an den Erbauer der „Post“ und Heimerdinger setzt sichtlich große Hoffnungen darauf: „Das wird der ‚Place to be‘, der Ort an dem Altötting, ob Jung oder Alt, abends ausgehen will.“

Für über vier Millionen Euro hat die Vivaplan Unternehmensgruppe aus Regensburg das Hotel gekauft und den Innenbereich umgebaut und saniert. Seutter

Tourismusverbandsieht großes Potenzial

Als „Gewinn für die Tourismusregion Inn-Salzach“ wertet die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes, Andrea Streiter, die Wiedereröffnung des Hotels: „Es ist großartig, dass ein solches Traditionshaus erhalten und jetzt nach der Renovierung wiederbelebt wird.“ Altötting zähle zu den stärksten Besuchermagneten in der Region. „Mit diesem Vier-Sterne-Hotel ist ein weiteres attraktives Angebot für Gäste hinzugekommen.“ Auch im Hinblick auf Tagungen und Veranstaltungen in unmittelbarer Nähe zum Kultur- und Kongressforum sehe sie „großes Potenzial“.

„Das ist ein Gesamtwerk!“, schwärmt Peter Heimerdinger. „Vivaplan-Geschäftsführer Thomas Weidlich und ich haben die komplette Bemusterung übernommen, wir haben da keinen Innenarchitekt rangelassen“, lacht er.

Der gebürtige Kraiburger hat sich im Gastro-Bereich zum Hoteldirektor hochgearbeitet. „Egal ob Service-Kellner, Rezeption oder Controlling. Ich habe als Tellerwäscher angefangen und auch schon als Room-Boy gearbeitet“, berichtet er.

Heimerdinger blickt, trotz anhaltender Corona-Pandemie und einhergehender immer wieder wechselnder Regeln und Vorschriften optimistisch in die Zukunft: „Wir kriegen das hin.“

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