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Streit im Stadtrat

Vierte Kindertagesstätte in Töging beschlossen - ohne Stimmen der SPD

Die Freifläche noch vor den Sportanlagen der Regenbogenschule ist nach Ansicht von CSU und FW ideal, um eine neue Kindertagesstätte zu errichen.
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Die Freifläche noch vor den Sportanlagen der Regenbogenschule ist nach Ansicht von CSU und FW ideal, um eine neue Kindertagesstätte zu errichen.
  • vonPeter Becker
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Auf der letzten Stadtratssitzung des Jahres wurde in der Töginger Kantine heftig diskutiert. Am Ende fiel ein Beschluss zugunsten des Standortes eines vierten Kindergartens auf einer städtischen Freifläche im Bereich der Regenbogenschule sowie für die Pfarrkirchenstiftung als Träger aus. Die SPD-Stadtratsfraktion stimmte gegen diesen Beschluss.

Töging – Gegen die Stimmen der SPD-Fraktion, die durch Fraktionssprecher Günter Zellner einen Alternativvorschlag konkretisierte und daher um eine Verschiebung der Abstimmung bat.

Über zehn Stunden Standortdiskussion

Moniert wurde „die Hast, mit der nun eine Entscheidung in dieser für die Zukunft unserer Stadt so wichtigen Sache“ herbeigeführt werde, wie Stadträtin Birgit Noske (SPD) sagte. Fraktionssprecher Günter Zellner hatte zuvor eine Bewertungsmatrix verschiedener Standorte vorgelegt, die Bürgermeister Tobias Windhorst (CSU) ursprünglich in den Anfang Oktober einberufenen „Arbeitskreis Kindergarten“ eingebracht hatte.

Dort hatten Vertreter aller Stadtratsfraktionen bereits zweimal insgesamt rund zehn Stunden nichtöffentlich über den besten Standort diskutiert. „Wir sind aber in unserer Fraktion auf ein anderes Ergebnis gekommen“, erklärte Zellner und bat daher das Gremium, die Abstimmung zu verschieben. Denn die SPD hatte einen weiteren möglichen Ort gefunden, der gar nicht zu den ursprünglichen Vorschlägen gehört hatte: nach Ansicht der Sozialdemokraten sei ein Standort zwischen der Mehrzweckhalle und der „Rettungshalle“, also dem Feuerwehr- respektive Wasserwacht-Gebäude an der Grünewaldstraße am besten geeignet. Gründe nannte die Fraktion reichlich: so könne man einen neuen Kindergarten dort effizienter beheizen, indem man die Installationen der beiden anderen öffentlichen Gebäude mit nutze, zeigte sich Werner Noske überzeugt.

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Meinung der Töginger SPD

Sein Fraktionskollege Marco Harrer betonte, dass die Frage der Trägerschaft im Arbeitskreis unentschlossen gewesen sei und nicht die Pfarrkirchenstiftung als Favorit gegolten habe, wie es der Antrag der Stadtverwaltung nun suggeriere. Nach Ansicht der SPD-Fraktion würde die Diakonie Traunstein, die sich neben der Pfarrkirchenstiftung, der Stiftung Seraphisches Liebeswerk und dem AWO-Bezirksverband für eine Trägerschaft interessiert hatte, „mehr Vielfalt bringen“, so Günter Zellner.

Seiner Ansicht nach sei es sowohl aus verkehrstechnischer Sicht, als auch im Hinblick auf eine mögliche Katastrophe, wie einen Brand, sinnvoller, „nicht alle Einrichtungen an einem Ort zu bauen“, so der Fraktionssprecher. Auf Platz Eins der von der SPD weiter bearbeiteten Bewertungsmatrix sei im Übrigen sogar der „Standort Harter Weg noch vor der Mehrzweckhalle und Hubmühle“ gelandet, wie Günter Zellner weiter ausführte; allerdings sei so eine Matrix, „wie sie in der Regel bei betriebswirtschaftlichen Entscheidungsfindungen verwendet wird“, generell nur bedingt geeignet, um hier eine Entscheidung zu treffen, erklärte Zellner.

CSU für Standort an RegenbogenSchule

Fürsprecher für einen neuen Kindergarten auf der Freifläche zwischen dem Kindergarten St. Johann Baptist, der Stadtbücherei samt Heimatmuseum und der Regenbogenschule kamen von der Stadtratsmehrheit der CSU. So brachte Arbeitskreismitglied Elias Wimmer sein Unverständnis über den „plötzlichen Alternativvorschlag der SPD“ zum Ausdruck und auch die Zweite Bürgermeisterin Renate Kreitmeier befand es für „zu spät, da jetzt erst zu diskutieren anzufangen“. Fraktionssprecher Christoph Joachimbauer bezeichnete im Gegensatz zur SPD die zentrale Örtlichkeit als Vorteil, „zumal sich das Grundstück schon im Besitz der Stadt befindet“.

Gute Erfahrungen zählen bei Trägern

Auch sei die „religiöse Ausrichtung nicht entscheidend für eine Trägerschaft“, sondern vielmehr würden die guten Erfahrungen zählen, die man in den vergangenen Jahrzehnten mit der Pfarrkirchenstiftung in den beiden Einrichtungen neben dem Kindergarten Löwenzahn in Trägerschaft des BRK gesammelt habe.

Fraktionssprecher Josef Neuberger von den Freien Wählern erklärte, dass „auch wir die Verkehrssituation am geplanten Standort im Hinblick auf den Verkehr kritisch gesehen haben, es aber mehrheitlich akzeptabel finden“.

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