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Radfahren im Fokus

Sattes Plus im Haushalt: Das sind die Pläne des Tourismusverbands Inn-Salzach

Wollen den Tourismus in der Region voranbringen: (von links) Josef Geisberger und Saskia Haderer, beide von der Kreis- und Regionalentwicklung am Landratsamt Mühldorf und Landrat Max Heimerl.
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Wollen den Tourismus in der Region voranbringen: (von links) Josef Geisberger und Saskia Haderer, beide von der Kreis- und Regionalentwicklung am Landratsamt Mühldorf und Landrat Max Heimerl.
  • Hans Rath
    VonHans Rath
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Das Radtourenbuch „Hin und Weg“ wird im Herbst dieses Jahres zum zwölften Mal in einer Neuauflage erscheinen. Bei der 35. Verbandsversammlung des Tourismusverbands Inn-Salzach waren aber auch Kajakstrecken entlang von Inn und Salzach Thema.

Mühldorf – Zur 35. Verbandsversammlung des Tourismusverbands Inn-Salzach hatte Landrat Max Heimerl wie schon bei der vorigen in den Großen Sitzungssaal des Landratsamts geladen. Auch sein Altöttinger Kollege Erwin Schneider und zahlreiche Verbandsmitglieder waren erschienen.

Der Blick ging zunächst in Richtung Haushalt. Der Altöttinger Kreiskämmerer Richard Neubeck stellte die Jahresrechnung 2021 vor. Es hatte sich ein Plus für den Touristikverband von 59.000 Euro ergeben, insgesamt sind jetzt 270.000 Euro auf der Habenseite der Organisation. Die Vorstandschaft des Touristikverbandes wurde einstimmig entlastet.

Sattes Plus im Haushaltsjahr

Im Zuge der weiteren Tagesordnungspunkte ging es verstärkt ums Radfahren. Zunächst berichtete Josef Geisberger von der derzeit laufenden Re-Zertifizierung der Radregion Inn-Salzach durch den ADFC. Da der bisherige Qualitätsbeauftragte nicht mehr zur Verfügung stand, hat Josef Geisberger diese Position selbst übernommen und sich in einer dreitägigen Schulung in Kassel auf den aktuellen Stand gebracht. Er wird dem Experten des ADFC zu dieser Aktion Daten zur touristischen Infrastruktur liefern, etwa Übernachtungsmöglichkeiten, Reparaturstellen oder touristische Sehenswürdigkeiten.

Saskia Haderer gab die Neuauflage des Radtourenbuchs „Hin und Weg“ bekannt, das im Herbst dieses Jahres zum zwölften Mal erscheinen wird. Darin wird die 75 Kilometer lange Strecke von Gars am Inn nach Stammham im Landkreis Altötting beschrieben. Sie sprach auch die Stelen an – Säulen, die entlang der Radstrecke aufgestellt werden. Diese sind 2,30 Meter hoch und 40 Zentimeter breit, sie bieten allgemeine Informationen zum Innradweg und zur Region Inn-Salzach. Deren Kosten liegen bei circa 1900 Euro netto.

Eine interessante Diskussion stieß Verbandsmitglied Lena Koch aus Polling an. Beim Punkt „Verschiedenes“ monierte sie zum Thema „Rad-Reparaturen“, dass diese Reparaturen einerseits in Mühldorf nur zwei Radgeschäfte anbieten. Zum anderen habe sie dort einen Termin für November angeboten bekommen. Josef Geisberger antwortete: „Diese Problematik ist uns bekannt, das ist Thema in allen Radregionen. Hier besteht zweifellos Nachholbedarf.“

Seine Kollegin Saskia Haderer ergänzte: „Es gibt zum Reparieren von Fahrrädern auch Kästen, sogenannte Reparaturstationen, in denen Werk- und Flickzeug bereit liegt. Damit ist man unabhängig von den Öffnungszeiten.“ Bürgermeister Stephan Antwerpen fügte hinzu: „In Altötting haben wir einen Reparaturraum am Bahnhof eingerichtet, der sehr gut angenommen wird.“

Der ehemalige Kraiburger Bürgermeister Dr. Herbert Heiml schlägt den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern und passionierten Radfahrern vor, die „Radfahrer mit zwei linken Händen“ nach telefonischer Alarmierung helfen könnten. Max Heimerl zur Thematik: „Wir können auch mit den Radfahrvereinen reden, die es im Landkreis gibt. Das wäre ein guter Ansatz.“

+++ Weitere Meldungen aus dem Landkreis Mühldorf +++

Neuöttings Bürgermeister Peter Haugeneder erkundigte sich nach Campingaktivitäten in der Region. Herbert Heiml schlug vor, dass das Camping-Netz ausgebaut werden sollte, Max Heimerl regte auch das Aufstellen von sogenannten „Tiny-Häusern an. Der stellvertretende Landrat Altöttings Konrad Heuwieser verwies außerdem auf das Speiseangebot für Vegetarier und Veganer. Meist gebe es auf den Speisekarten nur Spätzle mit Salat für diese. Hier sollte es eine größere Auswahl geben.

Konrad Schwarz, Ehrenvorsitzender des Hotel-und Gaststättenverbands Altötting dazu: „Die Nachfrage ist zweifellos da. Oft aber ist die Personaldecke zu dünn.“

Flüsse können befahren werden

Konrad Heuwieser bat auch, die Radwege im Öttinger Forst besser zu beschildern, um Missverständnisse für der Gegend Unkundige zu vermeiden. Ein letzter Punkt von Heuwieser: „Ist es möglich, Kajakstrecken entlang von Inn und Salzach auszuweisen?“ Auch Erwin Schneider stieß in dieses Horn: „Das Kajakthema ist im Verhältnis zu den Flüssen, die wir in der Region haben, unterrepräsentiert.“ Er kenne das Gebiet im Bereich der Salzachmündung in den Inn, ein Vogelschutzgebiet, das damit für die Öffentlichkeit gesperrt sei. Dort sei es wunderschön, eventuell könne man es mit Elektrobooten befahren.

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