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SICHERHEIT FÜR FUßGÄNGER UND RADFAHRER

An vielen Stellen zu gefährlich - Mühldorfer Bürger gründen Aktionsgruppe für Verkehrswende

An dieser Stelle stürzte Christoph Schützenhofer über eine kaum sichtbare Kante auf dem Geh- und Radlweg entlang der Äußeren Neumarkter Straße. Zusammen mit anderen will sich für eine „Verkehrswend“ einsetzen.
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An dieser Stelle stürzte Christoph Schützenhofer über eine kaum sichtbare Kante auf dem Geh- und Radlweg entlang der Äußeren Neumarkter Straße. Zusammen mit anderen will sich für eine „Verkehrswende“ einsetzen.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Verkehrsthemen spielen in Mühldorf eine wichtige Rolle. Das Wachstum der Stadt macht die Probleme immer deutlicher. Autofahrer klagen über Staus und Parkplatznot, Fußgängern und Radfahrern drohen Gefahren. Wie gefährlich Radfahren sein kann, hat ein Mitglied der neuen Aktionsgruppe erfahren.

Mühldorf – Christoph Schützenhofer hat die Gefahren des Fahrradverkehrs in Mühldorf am eigenen Leib erlebt. Nachts stürzte er mit seinem Fahrrad über eine kaum sichtbare Bordsteinkante mitten auf dem Fuß- und Radweg an der Äußeren Neumarkter Straße. „Ich hatte zwar das Licht an, habe die Kante aber nicht gesehen“, erzählt er.

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Schützenhofer fiel auf die rechte Schulter, die er sich schwer verletzte. „Es gibt viele Gefahrenpunkte in der Stadt, besonders auf den Schulwegen und für Radfahrer“, sagt Schützenhofer und beschreibt damit auch, was die neu gegründete Aktionsgruppe „Verkehrswende Mühldorf“ will: Auf Probleme aufmerksam machen und Lösungen vorschlagen.

Es gibt viele Gefahrenpunkte in der Stadt, besonders auf den Schulwegen und für Radfahrer!

Christoph Schützenhofer

Erfahrung mit Bürgerbefragungen

Malte Seidel ist einer der Gründer der Gruppe. Er beschäftigt sich seit einigen Monaten mit dem Thema Verkehr in Mühldorf. Im Sommer rief er zu einer Bürgerbefragung auf, die sich mit der Sicherheit der Kreuzung in der Lohmühlsiedlung befasste. 380 Menschen nahmen nach seinen Angaben an der Befragung teil, daraus entstand die „AG Lohmühlstraße“ und der Wunsch, das Interesse auf die gesamte Stadt Mühldorf auszudehnen. „Das Thema bewegt die Bürger und Bürgerinnen sehr.“, sagt Seidel.

Autos stehen im Vordergrund aller Planungen

„Viele Menschen haben das Gefühl, dass bisher vor allem das Auto im Vordergrund steht und die Bedürfnisse anderer Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen zu kurz kommen“.

Die zehn Mitglieder der neue Gruppe wollen anderen die Möglichkeit geben, sich leichter in die Diskussion einzubringen. Grundlage ist eine die als erste Aktion eine interaktive Karte erstellt haben, auf Interessierte der Verkehrsbrennpunkte markiert werden. Über die Internetseite des Vereins können Bürger ihre Beobachtungen und Einschätzungen melden.

So kann jeder HInweise geben

Themen wie Parkplätze, Radwege, Öffentlicher Nahverkehr und Spielstraßen seien zum Dauerbrenner in der Stadtpolitik Mühldorfs geworden. „Jede und jeder kann uns über das Kontaktformular etwas melden, natürlich auch Fußgänger, Autofahrer und Nutzer des Öffentlichen Nahverkehrs“, sagt Heidi Kückelhaus, die sich ebenfalls in der Gruppe engagiert. „Wir sind unabhängig und überparteilich“, betont Jürgen Kindler, der die Aktionsgruppe als Mittlerin zwischen der Bevölkerung und den Entscheidungsträgern in Rat und Verwaltung sieht.

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„Wir werden zum Bürgermeister und der Verwaltung gehen“, sagt Schützenhofer, der bald einen Termin bei Michael Hetzl machen willen. „Dann wollen wir mit einem konkreten Projekt Druck aufbauen, damit etwas geschieht.“ Welches Vorhaben das sein soll, kann er noch nicht sagen, das werde in der Gruppe besprochen.

Ideen für Verbesserungen

Für den Radweg an der Äußeren Neumarkter Straße hat Schützenhofer schon einige Anregungen parat: die unterschiedlichen Höhen der beiden Teile angleichen, den Bordstein wegmachen, und die Wege als Fuß - oder Radweg markieren.

An manchen Sachen sind wir schon dran!

Bürgermeister Michael Hetzl

Bürgermeister Michael Hetzl hatte bislang noch keinen Kontakt zu der Gruppe, er hat sich aber auf der Internetseite über deren Anregungen informiert. „An manchen Sachen sind wir schon dran, andere sind nicht in unserem Zuständigkeitsbereich, manche sind sehr schwierig“, nennt er als Beispiel die seit Jahrzehnten diskutierte, enge Unterführung in der Kapellenstraße. „Natürlich bin ich zu einem Gespräch bereit“, betont Hetzl.

Derweil ist das Verkehrsgutachten fertig, dass die Stadt zur Aufstellung des Flächennutzungsplans in Auftrag gegeben hat. Es wird laut Hetzl am 10. März in der verschobenen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vorgestellt.

Kontakt zur Aktionsgruppe

Die Aktionsgruppe „Verkehrswende“ ist im Internet und per Email unter kontakt@verkehrswendemuehldorf.de zu erreichen.

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