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Katastrophenfall musste nicht ausgerufen werden

Vereinzelte Überschwemmungen wegen Starkregens im Landkreis Mühldorf

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Aktuell ist die Isentalstraße im Landkreis Mühldorf wg. Hochwasser gesperrt.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Der Starkregen hat im Landkreis Mühldorf vereinzelt für Überschwemmungen gesorgt. Keller waren vollgelaufen, die Isentalstraße musste wegen Hochwassers sogar gesperrt werden. Doch dass wie in Dorfen der Katastrophenfall ausgerufen werden musste, so weit ist es im Landkreis nicht gekommen.

Mühldorf/Waldkraiburg - Bereits in der Nacht auf Montag setzte der Regen ein, der bis zum Montagnachmittag fast durchgängig anhielt. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor Starkregen in Teilen Bayerns gewarnt. Auf Äckern und Wiesen sammelte sich das Wasser, der Pegel in Flüssen und Bächen stieg an. Während aber an Inn und Rott die Überflutungsgefahr begrenzt blieb, trat beispielsweise die Isen stellenweise über die Ufer hinaus. Kritisch war auch die Situation in Oberornau. Besonders betroffen vom anhaltenden Dauerregen waren die an den Landkreis Erding grenzenden Gemeinden.

Am Montagabend musste die Straßenmeisterei dann auch die Isentalstraße wegen Überschwemmung sperren. Zwischen Ziegelsham und dem Kreisel bei Schwindegg stand das Wasser so hoch auf der Straße, dass es kein Durchkommen mehr gab. Das hielt aber am Montagvormittag eine Autofahrerin nicht davon ab, die Sperrung zu passieren. Die Frau fuhr dennoch auf eine Verbindungsstraße bei Walkersaich, blieb stecken und musste von der Feuerwehr aus den Fluten gezogen werden.

Hochwassersperre in Schwindegg

Auch in Schwindegg gab es Handlungsbedarf. Dort musste zum ersten Mal innerorts die Hochwassersperre eingesetzt werden. Für die umliegenden Dörfer hatte sich die Feuerwehr mit Sandsäcken ausgestattet. „Wir waren dem Wetter immer zwei Schritte voraus und sind somit mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagt Schwindeggs zweiter Kommandant Simon Hendrych. Auch die Obertaufkirchener Feuerwehr schützte mit Sandsäcken Gebäude vor einem möglich Wassereintritt.

Von „ungewöhnlich viel Wasser“ spricht Kreisbrandmeister und Heldensteins Kommandant Werner Müller. Gerade von der Isen und deren Zuflüssen. Die Feuerwehren halfen beim Kellerauspumpen und richteten Absperrmaßnahmen ein. Bis zum Montag zählten die alarmierten Feuerwehren 39 Einsätze, um Gebäude vor dem Wasser zu schützen, Keller auszupumpen und um Überflutungen auf Straßen und Gehwegen zu beseitigen. Das teilte das Landratsamt mit.

Feuerwehren bereiteten sich auf Ernstfall vor

Damit bei Bedarf die Feuerwehren im Landkreis schnell reagieren können, wurden bereits ab Montagmorgen Sandsäcke in der Katastrophenschutzhalle in Heldenstein befüllt. Dazu wurden die umliegenden Wehren herangezogen. Insgesamt wurden 2000 Säcke befüllt und vom Technischen Hilfswerk und den Feuerwehren an die angeforderten Schadensstellen verteilt werden.

„Unwetterereignisse und starker Regen haben den Landkreis in den vergangenen Monaten mehrere Male heimgesucht. Auch das Ereignis am Montag hat wieder gezeigt, dass sich die Bürger auf ein breites Netz an Hilfskräften verlassen können. Meinen herzlichen Dank an alle Helfer. Wir behalten die Lage in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt weiterhin genau im Auge, um gegebenenfalls schnell reagieren zu können“, sagt Landrat Max Heimerl.

Das Landratsamt warnt noch einmal davor, sich bei bei Hochwasser und Überschwemmungen von übergetretenen Flussufern aufzuhalten und tiefer gelegene Bereiche wie Keller oder Tiefgeragen zu meiden.

Bis zum Dienstag hatte sich die Lage wieder entspannt.

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