Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


ABSTANDSFLÄCHEN

Unveränderte Abstände: Rattenkirchen bleibt bei der bisherigen Regelung

In der Gemeinde Rattenkirchen bleibt alles wie gehabt. Der Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, eine Novelle der bayerischen Bauordnung nicht übernehmen zu wollen.

Rattenkirchen – Worum geht es dabei? Seit Anfang Februar regelt die bayerische Bauordnung die Regelungen für die Abstandsflächen neu. Dies soll eine engere Nachverdichtung und ein allgemein dichteres Bauen ermöglichen, wie Bauamtsleiter Heiko Bernhardt in der Sitzung erläuterte.

Demnach sind zwar auch weiterhin mindestens drei Meter bei der Abstandsfläche einzuhalten, es wird jedoch die Verkürzung der Abstandsflächen auf 40 Prozent der Gebäudehöhe beziehungsweise eben diese drei Meter an allen Gebäudeseiten eingeführt. Das bedeutet erheblich weniger Bedarf an Abstandsflächen im Vergleich zur bisherigen Regelung, laut der teils sogar 100 Prozent der Höhe einzuhalten waren.

Die neuen Abstandsregeln betreffen in erster Linie unbeplante Gebiete – allerdings wurde in den meisten Bebauungsplänen auf die Abstandsflächenregelungen der Bayerischen Bauordnung verwiesen. Dadurch würden also auch solche Grundstücke von der Neuregelung erfasst, was unter Nachbarn durchaus zu Schwierigkeiten führen könnte.

Lesen Sie auch: „Leute sind ausgehungert“: Mühldorfer Büchereien dürfen wieder Lesestoff verleihen

Laut Bernhardt gab es bereits Anrufe von Rattenkirchner Bürgern in der Verwaltung, „was das für sie bedeutet und ob zum Beispiel durch nähere Nachbarbebauung ihr Grundstück an Wert verliert.“

Um den aktuellen Stand zu erhalten, braucht die Gemeinde Rattenkirchen eine eigene Abstandsflächensatzung. Diesen Vorschlag unterbreitete die Verwaltung dem Gremium. Eine eigen Satzung hat im Wesentlichen den Zweck, für alle Bereiche, in denen das möglich ist, die Abstandsflächen nach bisheriger Rechtslage für verbindlich zu erklären. Dies musste die Gemeinde aber vor dem 1. Februar auf den Weg bringen, später wäre für entsprechende Änderungen gegenüber der Bayerischen Bauordnung ein kompliziertes Verfahren notwendig geworden.

Bürgermeister Rainer Greilmeier (CSU) betonte, dass man die Satzung jederzeit an die neuen Richtlinien anpassen könne. Wenn man aber die neue Regelung einfach übernehme, gebe es keinen einfachen Weg zurück. Das empfand er für Rattenkirchen als unpassend.

Lesen Sie auch: Ochse „Ignaz“ wird in Ampfing zum Schlittenpferd

Die Gemeinderäte beschlossen schließlich einstimmig, die neue Abstandsflächensatzung zu übernehmen.

Weitere in der Sitzung des Gemeinderats genannte Neuregelungen der Bayerischen Bauordnung betreffen zum Beispiel die Digitalisierung des Bauantragsverfahrens, die wieder eingeführte Notwendigkeit der Nachbarunterschriften sowie eine Vereinfachung der Vorgaben für Anzahl und Größe der Spielplätze in einer Gemeinde. re

Kommentare