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Im Landkreis Mühldorf

Jagd nach dem Borna-Virus: Warum neben Menschen auch Mäuse und Haustiere untersucht werden

Gilt als wichtigster Überträger des Bornavirus. Deshalb werden in Maitenbeth nicht nur Menschen, sondern auch Mäuse untersucht.
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In Maitenbeth werden nicht nur Menschen, sondern auch Mäuse untersucht.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Mit einer Untersuchung von Menschen, Mäusen und Haustieren will das Landesgesundheitsamt dem Borna-Virus näher auf die Spur kommen. Die Studie soll zeigen, ob es wie bei Corona Infektionen ohne Erkrankung gibt. Dabei spielt die Gemeinde Maitenbeth eine zentrale Rolle.

Mühldorf/Maitenbeth/München – Das Landesgesundheitsamt erhofft sich von der Borna-Studie in Maitenbeth vor allem Auskunft darüber, ob es neben den bekannten schweren Erkrankungen am Bornavirus auch milde oder gar symptomfreie Verläufe gibt. Das teilte das (LGL) gestern auf Anfrage mit. „Ein Herausstellungsmerkmal der Studie ist, dass sie an einem Ort durchgeführt wird, an dem – das zeigen die zwei aufgetretenen Fälle – ein Risiko besteht, mit BoDV-1 in Kontakt zu kommen.“ BoDV-1 ist der wissenschaftliche Name des Borna-Virus. „Außerdem sollen nach Möglichkeit weitere Erkenntnisse zu der Übertragung von der Feldspitzmaus auf den Menschen gewonnen werden.“

Menschen und Mäuse werden untersucht

Um diese Fragen beantworten zu können, untersucht das LGL nicht nur Menschen, sondern auch Mäuse. „In den geplanten Studien wird die Verbreitung von BoDV-1 in Maitenbeth sowohl in der Bevölkerung, als auch in der Tierpopulation (Spitzmäuse, Haussäugetiere) sowie in der Umwelt untersucht.“

Mindestens 200 Teilnehmer nötig

Damit die Studie ein Erfolg wird, müssen mindestens 200 Teilnehmer bereit sein, sich Blut und einen Nasenabstrich abnehmen zu lassen und einen Fragebogen auszufüllen. „Angestrebt wird jedoch eine Teilnehmerzahl von bis zu 1000“, heißt es beim LGL. „Je mehr Personen an der Studie teilnehmen, desto größer die Aussagekraft der Studienergebnisse.“

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Eine Ausweitung auf Nachbargemeinden sieht das LGL derzeit nicht, obwohl es dort neben den beiden Fällen in Maitenbeth vor gut drei Jahren einen weiteren gab. Welcher Ort das ist, ist nicht bekannt, das Landratsamt will diese Information nicht veröffentlichen. „Nach aktuellem Kenntnisstand infizieren sich Menschen vermutlich dort, wo sie leben“, sagt das LGL. „Da konkret in Maitenbeth zwei Infektionsfälle aufgetreten sind, konzentrieren sich die Studien zunächst auf diese Gemeinde.“

Wie es dem zuletzt Erkrankten geht, will das LGL nicht mitteilen. Die beiden ersten Fälle der Borna-Virus-Infektion im westlichen Landkreis endeten tödlich.

Vergleichbare Studien gibt es bislang nicht

Vergleichbare Studien gibt es laut LGL nicht. Bisher seien in einer Studie Tierärtze auf Antikörper untersucht worden, dabei sei eine Infektion festgestellt worden. Bei zwei weiteren Studien, die unter Blutspendern im Raum Regensburg und ganz Bayern durchgeführt wurden, konnten laut LGL keine positiven Seren gefunden werden.

Infoveranstaltung mit dem Landesgesundheitsamt

Vor dem Beginn der Studie können sich Maitenbether Bürger bei einer Abendveranstaltung mit Experten des LGL über das Thema Borna-Virus-Infektionen und die Studien informieren. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 19. Juli, um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle statt. Besucher aus anderen Orten können an der Veranstaltung nicht teilnehmen.

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