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Unterschriften für ärztliche Versorgung

Übergabe der Unterschriften für den Erhalt der ärztlichen Versorgung in Buchbach: Manfred Kroha, Willi Fischer, Karl-Heinz Kammerer von der CSU, Bürgermeister Thomas Einwang, Anna Brand, Herbert Ehses und Brigitte Froschmeier von der Nachbarschaftshilfe sowie Geschäftsstellenleiter Reinhard Deinböck (von links). Rampl
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Übergabe der Unterschriften für den Erhalt der ärztlichen Versorgung in Buchbach: Manfred Kroha, Willi Fischer, Karl-Heinz Kammerer von der CSU, Bürgermeister Thomas Einwang, Anna Brand, Herbert Ehses und Brigitte Froschmeier von der Nachbarschaftshilfe sowie Geschäftsstellenleiter Reinhard Deinböck (von links). Rampl

Wie geht es weiter mit der ärztlichen Versorgung im Isental. Schwindegg rüstet sich für ein MVZ, Buchbach sieht die ärztliche Versorgung vor Ort gefährdet.

Buchbach/Schwindegg/Obertaufkirchen– 1745 Unterschriften, davon 1290 aus der Marktgemeinde und 455 aus dem Umland wurden Bürgermeister Thomas Einwang übergeben. Aus Sorge um die ärztliche Versorgung in Buchbach haben die Nachbarschaftshilfe Buchbach/Ranoldsberg sowie Zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Kammerer und die Gemeinderäte Manfred Kroha, Wilhelm Fischer, Franz Bauer senior und Dr. Wolfgang Limmer diese Unterschriftenaktion organisiert (wir berichteten).

Sie seien ein deutliches Votum für den Erhalt der ärztlichen Versorgung in Buchbach und damit ein klarer Auftrag an Bürgermeister Einwang und den Marktgemeinderat, so die Organisatoren. Es sei eine Aufforderung an die Kommunalpolitiker, die Voraussetzungen für eine nachhaltige ärztliche Versorgung vor Ort zu schaffen.

Unterschriften sind ein Mandat für die Kommunalpolitiker

Die Unterschriftsaktion untermauert die von der Marktgemeinde Buchbach initiierte Fragebogenaktion, bei der 82,3 Prozent eine teilweise Verlagerung der hausärztlichen Versorgung in ein MVZ nach Schwindegg schlecht finden.

Bei der Übergabe der Unterschriften sagte der Zweite Bürgermeister Karl-Heinz Kammerer, dass Dr. Richter, Geschäftsführer der Kliniken Mühldorf, bei einer öffentlichen Infoveranstaltung zur ärztlichen Versorgung im Landkreis äußert, er habe von Landrat Huber das Mandat erhalten, in Schwindegg ein MVZ aufzubauen, womit Fakten für ein MVZ in Schwindegg geschaffen worden seien.

Er betonte auch, die Unterschriftenaktion und damit die Einbindung der Bürger sei politische Basisarbeit und kein „unsinniger Aktionismus“ wie vom Buchbacher Arzt Dr. Schöngut behauptet. Er betonte, dass mit dieser Aktion die Bürger nicht manipuliert, sondern aufgeklärt wurden. Interkommunale Zusammenarbeit könne nicht sein, dass der Landrat über den Kopf der betroffenen Gemeinden hinweg bestimmt, wo ein MVZ für die ärztliche Versorgung einer Region zu entstehen habe. Gerade vom Landrat, der diese Zusammenarbeit immer propagiert, könne man erwarten, dass auch er sich daran hält. Weiter wies Kammerer auf die zahlreichen Patienten aus den angrenzenden Nachbarlandkreisen hin, deren Abwanderung zu befürchten sei, auch zum Nachteil der Belegung des Mühldorfer Krankenhauses. Auch die Situation der älteren Mitbürger sprach er an, die wöchentlich mehrfach zum Arzt müssen, oder auf Hausbesuche angewiesen seien. Mit der ÖPNV-Verbindung nach Schwindegg sei ihnen nicht geholfen.

Gemeinderat Manfred Kroha ließ die Entwicklung nochmals Revue passieren. Mangelnde Transparenz und Kommunikation habe hier zu erheblichen Missverständnissen, nicht nur im Buchbacher Gemeinderat und bei den Buchbacher Bürgern, sondern auch innerhalb der beiden betroffenen Gemeinden Buchbach und Schwindegg geführt. Dabei spielten die Haltung von Landrat Georg Huber sowie die Bestands- und Bedarfsanalyse die größte Rolle, in der zweifelsfrei ein MVZ in Schwindegg favorisiert werde.

Mit der Übergabe der Unterschriften wird dem Bürgermeister und dem Marktgemeinderat der Auftrag erteilt, dafür zu sorgen, dass bei einer möglichen interkommunalen Zusammenarbeit die Zuteilung von Hausärzten in den Gemeinden Buchbach und Schwindegg paritätisch erfolgt. Vor allem werde ein transparenter Prozess erwartet, bei dem vor Entscheidungen eine umfassende Information und der Dialog mit den Bürgern stattfindet.

Bürgermeister Einwang weist Vorwürfe zurück

Bürgermeister Thomas Einwang wies in seiner Stellungnahme energisch den Vorwurf zurück, dass er untätig sei und die ärztliche Versorgung in Buchbach aufgeben wolle. Er habe beispielsweise ein Konzept mit entsprechenden Räumen für die ärztliche Versorgung in Buchbach Dr. Richter vorgestellt, wonach auch ein MVZ oder Ärztehaus in Buchbach möglich sei. Inzwischen hätten auch schon Gespräche mit potenziellen Investoren stattgefunden. Es sei zunächst aber ein tragbares Gesamtkonzept notwendig.

Gleichzeitig wies er da raufhin, das Dr. Wolf sicher in Buchbach bleiben wird. Das gilt auch für die Apotheke, solange Buchbach einen Arzt habe. Am Dienstag, 26. März, findet eine Sondersitzung des Gemeinderats zu diesem Thema statt. ram/hsc

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