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Nachruf

Unternehmer, Familienmensch, Freund der Kraiburger Vereine: Franz Stenger ist tot

Ein Zimmerer mit Leib und Seele: So kannten die Leute Franz Stenger aus Kraiburg. Im Alter von 83 Jahren ist der Unternehmer, Familienmensch und Freund der Vereine verstorben.
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Ein Zimmerer mit Leib und Seele: So kannten die Leute Franz Stenger aus Kraiburg. Im Alter von 83 Jahren ist der Unternehmer, Familienmensch und Freund der Vereine verstorben.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Noch Ende 2020 war er – 82-jährig – jeden Tag in der Firma, um halb vier Uhr in der Früh der Erste im Betrieb. So wie sein ganzes Berufsleben lang. Er war ein Zimmerer mit Leib und Seele: Franz Stenger, der am Dienstag dieser Woche nach schwerer Krankheit gestorben ist.

Kraiburg – Als erfolgreicher Unternehmer, als Familienmensch, als Freund und Gönner der Vereine wurde Franz Stenger, geliebt, geschätzt und respektiert.

1965 gründete er kleinen Zimmererbetrieb

Wie sein Vater hatte der Kraiburger, der am 30. April 1938 geboren wurde, nach der Schulzeit den Zimmererberuf ergriffen. Mit 27 Jahren gründete er am Brandt bei Kraiburg seinen Betrieb. Ein VW-Käfer mit Anhänger und ein paar Handmaschinen waren die erste Ausstattung. Zwei Mitarbeiter hatte er damals.

Heute beschäftigt Unternehmen 60 Mitarbeiter

Heute beschäftigt die Stenger Holzbau GmbH, die 1988 auf ihren Standort im Gewerbegebiet zog, rund 60 Mitarbeiter. Über hundert Lehrlinge hat das Unternehmen seit seiner Gründung ausgebildet.

Noch im höchsten Alter stand er seinen Mann im Betrieb, legte bis zu tausend Kilometer in der Woche auf dem Weg zu Baustellen und alten Kunden zurück. Bis zuletzt blieb Franz Stenger Seniorchef im Unternehmen, war, so lange er konnte, auf den Baustellen unterwegs, 69 Jahre lang als Zimmerer und Zimmerermeister. Bis zum Februar dieses Jahres, als er das Holz für den letzten Dachstuhl bestellte, stand er im Geschäftsleben. Dann ließ eine schwere Krankheit dies nicht mehr zu.

Im Gemeinderat und in Vereinen aktiv

Lange Zeit engagierte sich der Kraiburger auch in der Kommunalpolitik. Seit 1972 saß er für die CSU 24 Jahre im Marktgemeinderat, die letzten zwei Amtsperioden als Zweiter Bürgermeister.

Über ein halbes Jahrhundert an der Spitze des Zimmerervereins

Das Vereinsleben war ohne Franz Stenger kaum vorstellbar. In über 40 Vereinen in Kraiburg und Umgebung war er aktives Mitglied, in jeder Versammlung dabei. Besonders lag ihm der Zimmererverein am Herzen, dessen Vorsitz er über ein halbes Jahrhundert inne hatte.

Wenn Hilfe gebraucht wurde, war er oft zur Stelle

Und wenn Hilfe gebraucht wurde, war Stenger oft zur Stelle, ob es um den Tribünenbau auf dem Schlossberg für die Theatergruppe ging, um ein Insektenhotel für die Schule, die finanzielle Unterstützung der beiden Kindergärten oder die Wiederherstellung der Fünf-Wunden-Kapelle.

1964 war Franz Stenger mit seiner Martha an den Traualtar getreten. Drei Kinder gingen aus der Ehe hervor: Franz, der heute den Betrieb leitet, seine Schwester Martha und sein Bruder Uli, die ebenfalls im Unternehmen arbeiten. Sechs Enkel waren die große Freude des Verstorbenen, dessen Frau 2012 einer schweren Krankheit erlag.

Gerne in den Bergen

In der wenigen Zeit, die ihm neben der Arbeit blieb, gehörte seine Leidenschaft den Bergen und dem Wandern. In jungen Jahren brach er mit Freunden auch zu Klettertouren auf und bestieg einige 4000er-Gipfel. In Südtirol war er gerne.

Weiter weg zog es ihn nicht. Einmal sei er auf die Kanaren geflogen, wird erzählt. Auch dort hätte es ihm gefallen, ließ der damals 72-Jährige die Daheimgebliebenen wissen, wären nur nicht so viele alte Leute da.

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