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Unter den 50 Besten in Bayern

Mühldorfer Bauunternehmen Palitza für Wachstum ausgezeichnet

Die Palitza-Baustelle in Waldkraiburg ist die größte der Familiengeschichte. Der Auftrag der Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft Waldkraiburg umfasst 7,6 Millionen Euro.
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Die Palitza-Baustelle in Waldkraiburg ist die größte der Familiengeschichte. Der Auftrag der Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft Waldkraiburg umfasst 7,6 Millionen Euro.
  • Wolfgang Haserer
    VonWolfgang Haserer
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Mit dem Titel „Bayerns Best 50“ darf sich das Mühldorfer Bauunternehmen Palitza schmücken. Der bayerische Wirtschaftsminister würdigt damit das überduchschnittliche Wachstum der Firma. Die ist trotz Corona-Pandemie optimistisch, Sorgen bereiten andere Themen.

Mühldorf – Palitza Hoch- und Tiefbau in Mühldorf gehört zu den 50 wachstumsstärksten mittelständischen Unternehmen in Bayern. Die Auszeichnung ‚Bayerns Best 50‘ ist der Höhepunkt der Firmengeschichte.

Als die gute Nachricht aus dem Bayerischen Wirtschaftsministerium ins Haus kam, war Firmeninhaber Thomas Größlinger sprachlos. „Damit hatte hier wirklich niemand gerechnet“, sagt der 46-Jährige. „Wir sind stolz und glücklich zugleich.“

Umsatz fast verdoppelt

Einmal im Jahr zeichnet der bayerische Wirtschaftsminister die dynamischsten inhabergeführten Mittelständler im Freistaat aus. Unternehmen wie die Palitza stehen laut Minister Hubert Aiwanger für „Innovationsfreudigkeit, unternehmerische Kreativität und zukunftssichere Geschäftsmodelle. Hier sind Stabilität, Fortschritt und Wettbewerbsfähigkeit zu Hause.“

Ausgezeichnet werden Unternehmen, die in den vergangenen fünf Jahren bei Umsatz und Mitarbeiterzahl überdurchschnittlich gewachsen sind. So stieg der Umsatz bei Palitza von 6,5 Millionen Euro im Jahr 2015 auf über 11 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl der Mitarbeiter von 50 auf knapp 80.

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Den Grundstein legte Firmengründer Alfred Palitza 1933 in Oberschlesien. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ sich der Heimatvertriebene in Mühldorf nieder. Vom Firmensitz in der Pleiskirchenstraße baute er das Unternehmen in den 1950er und 1960er Jahren aus.

Nach Alfred Palitzas Tod übernahm Schwiegersohn Josef Hartinger 1976 die Firma, 2009 wurde Thomas Größlinger Inhaber und Geschäftsführer. Gemeinsam mit seiner Frau Anita stellte er in der Boom-Phase der Bauwirtschaft die Weichen für die Zukunft, Meilenstein war der Umzug an den neuen Firmensitz in der Marie-Curie-Straße 2015.

Verantwortung für die Stadt

Trotz des Wachstums ist das Unternehmen fest in Mühldorf verankert – unter anderem als Premium-Sponsor der Zweitligavolleyballer des TSV 1860 Mühldorf. „Die Volleyballer haben sich ihren Erfolg über Jahre hart erarbeitet. Das haben sie mit der Palitza GmbH gemein“, sagt Größlinger.

Seine Firma ist heute das größte Bauunternehmen im Landkreis Mühldorf. Zum Leistungsspektrum zählen Wohnungs-, Gewerbe- und Industriebau ebenso wie öffentliche Aufträge, aufwändige Sanierungen oder schlüsselfertiger Bau.

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Entsprechend viele Palitza-Spuren finden sich in und um Mühldorf: der Stadtsaal das Restaurant Wasserschlössl, das Landratsamt oder das Caritas-Altenheim sind Gebäude, die Palitza errichtet hat.

Auf der Suche nach guten Maurern

Palitza Firmeninhaber Thomas Größlinger spricht über die Suche nach Facharbeitern, fehlende Wertschätzung für Bauberufe und die Zukunft der Branche.

In kaum einer Branche macht sich der Facharbeitermangel so bemerkbar wie im Bau. Warum?

Thomas Größlinger:Wir spüren die Ursachen immer dann, wenn wir auf Bildungsmessen junge Menschen gezielt auf eine Ausbildung ansprechen. Seit Jahren hat der Lehrberuf im Baugewerbe nicht den Stellenwert in unserer Gesellschaft, den er verdient. Im Konkurrenzkampf mit der Industrie um Auszubildende haben wir zu oft das Nachsehen.

Im Zweifelsfall entscheidet sich der Nachwuchs häufig für die monotone Tätigkeit in der Fabrikhalle und leider gegen die abwechslungsreiche, anspruchsvolle Aufgabe draußen auf der Baustelle.

Über welche Bewerbung würden Sie sich besonders freuen?

Größlinger: Grundsätzlich freue ich mich über jeden Bewerber. Uns fehlen vor allem gute Maurergesellen und qualifizierte Facharbeiter auf den Baustellen – also Baggerfahrer, Kranführer, Stahlbetonbauer oder Schalungszimmerer. Was Techniker und Ingenieure betrifft, sind wir aktuell gut aufgestellt. Auch an ungelernten Hilfskräften mangelt es nicht.

Was können Sie Maurergesellen und qualifizierten Bewerbern bieten?

Größlinger: Gerade in Corona-Zeiten: einen sicheren Arbeitsplatz. Gebaut wird immer. Wer eine Ausbildung am Bau absolviert, wird auch in Zukunft immer Arbeit finden. Dazu bieten wir unseren Mitarbeitern ein umfassendes Paket an Leistungen.

Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements können unsere Mitarbeiter zum Beispiel kostenlos das Fitnessstudio besuchen, wir finanzieren Jobräder und entwickeln uns auch im Bereich Digitalisierung weiter.

Zahlreiche Mitarbeiter sind seit Jahrzehnten im Unternehmen: Was schätzen die erfahrenen Kollegen an der Palitza?

Größlinger: Für jeden von uns läuft es am Ende des Tages doch auf eine Frage hinaus: Macht mir die Arbeit Spaß? Und da schätzen viele Kollegen mit Sicherheit das sehr familiäre Betriebsklima. Darauf legen wir großen Wert – trotz des erfolgreichen Wachstums in den vergangenen Jahren.

Ein Aspekt, über den wir im Unternehmen immer wieder sprechen: Wir sehen als Team das Ergebnis unserer Arbeit, Tag für Tag. Und schaffen nachhaltige Bauwerke, die auch nach Jahrzehnten noch Bestand haben.

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