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BRANDSTIFTUNG

Unbekannte zündeln an Altar in Heldensteiner Kirche und brechen Opferstock auf

Mesnerin Resi Faltermeier und Kirchenpfleger Josef Bernhart an der verkohlten Altartischdecke in der Heldensteiner Kirche. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und sucht Zeugen.
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Mesnerin Resi Faltermeier und Kirchenpfleger Josef Bernhart an der verkohlten Altartischdecke in der Heldensteiner Kirche. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und sucht Zeugen.

Ein angezündetes Altartuch, ein aufgebrochener Opferstock: Die Täter in der Heldensteiner Kirchen nutzten ein paar Stunden am Nachmittag, um Schaden anzurichten.

Heldenstein – Die Polizei sucht nach dem oder den Unbekannten, die am Mittwochnachmittag eine Altardecke in der Kirche in Heldenstein angezündet haben. Die Beamten gehen von Brandstiftung aus. Möglicherweise hat der gleiche Täter auch einen Opferstock aufgebrochen.

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Polizei und Pfarrei können den Tatzeitpunkt ziemlich genau eingrenzen, berichtet Pfarrsekretär Stefan Erfurt. Nach der Maiandacht verließ der Kirchenpfleger am Mittwoch gegen 15.30 Uhr die Kirche, als er sie um 19 Uhr zusperren wollte, entdeckte er den Brandschaden.

Hat der Brandstifer auch wieder gelöscht

Der Rand des weißen Tischtuchs auf dem Seitenaltar ist schwarz, verkohlte Fetzen hängen herunter. Rußflecken sind auf dem Rest der Tischdecke zu erkennen. Wie eine Borte zieht sich der verbrannte Bereich um das Tischtuch, was Pfarrsekretär Erfurt zu der Annahme bringt, das der Brandstifter das Feuer wieder gelöscht hat. „Sonst hätte es vermutlich die ganze Tischdecke verbrannt und damit größeren Schaden am Altar angerichtet“ sagt Erfurt. Er glaubt: „Vielleicht wurde es demjenigen etwas zu heikel.“

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Pfarrer Florian Regner geht von einer vorsätzlichen Tat aus, die sich gegen die Kirche richtet: „Hier wurde mit massiver Gewalteinwirkung und zielgerichtet ein Schaden angerichtet, der umso schwerer wiegt, als er den Altar zum Ziel hatte“, sagt Ampfings Pfarrer. Und es war für ihn eindeutig eine Brandstiftung, wie man an Hand des Brandbildes und der Ausbreitung sehen könne.

Eine Kerze, die aus Versehen umfalle, hätte wohl nur ein Loch in das Altartuch gebrannt. Pfarrer Regner und glaubt eher an eine Art Brenner, mit dem das Tuch angezündet wurde. Auch Pfarrsekretär Erfurt schließt aus, dass eine Kerze das Tischtuch in Brand gesetzt hat. „Dann wäre ja die ganze Tischdecke und wohl noch mehr verbrannt.“

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Die Polizei hat erste Vermutungen, was die Täter nicht sind: „Es ist fraglich, ob Profis am Werk waren“, sagt Sprecher Uwe Schindler, „Es wird aber in alle Richtungen ermittelt.“

Opferstock im gleichen Zeitraum aufgebrochen

Diese Ermittlungen treffen auch den Aufbruch des Opferstocks, der sich möglicherweise im gleichen Zeitraum ereignet hat. „Ob ein Zusammenhang mit der Brandstiftung und dem Aufbruch am Opferstock besteht, kann nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht gesagt werden, ist jedoch nicht ausgeschlossen“, sagt Schindler.

Schaden vielleicht größer als erkennbar

Der Brand ist der erste seiner Art, ähnliche Vorfälle habe es im Pfarrverband Ampfing noch nicht gegeben, betont Pfarrsekretär Erfurt, der mit der Schadensbeseitigung begonnen hat.

Dazu gehören auch Verhandlungen mit der Versicherung, denn der Schaden könnte größer sein, als auf den ersten Blick ersichtlich. Schließlich handelt es sich um denkmalgeschützte Einrichtungen in der Kirche. „Und da kommt schon mal schnell was zusammen.“

Polizei sucht Täterhinweise

Die Polizei geht von einem Brandschaden von 1.000 Euro aus, der Schaden am Opferstock beträgt 50 Euro. Wie viel Geld in dem Kasterl war, ist nicht bekannt. Hinweise an die Polizei Mühldorf, 0 86 31/3 67 30. (re)

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