Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Töginger Arzt zeigt Flagge

„Was geht da im Hirn vor?“ Ukraine-Symbol in Töging mit Eiern beworfen

Die Wand neben dem Praxiseingang haben Unbekannte mit Eiern beworfen.
+
Die Wand neben dem Praxiseingang haben Unbekannte mit Eiern beworfen.
  • Peter Becker
    VonPeter Becker
    schließen

Als Zeichen der Solidarität hatte ein Mediziner aus Töging den Eingangsbereich seiner Praxis in den ukrainischen Landesfarben anmalen lassen. Nun ist nicht nur der Mann fassungslos, nachdem die blau-gelbe Wand mit Eiern beworfen wurde.

Töging – „Was geht im Hirn der Eierwerfer vor“, fragt sich der Mediziner. „Geht da überhaupt irgendetwas vor? Ist es denen egal, dass in der Ukraine Kinder sterben und Millionen ihre Wohnungen verlieren?“ In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch trieben Unbekannte in Töging ihr Unwesen. Im Eingangsbereich seiner Praxis hatte Dr. Norbert Tönshoff zur Solidaritätsbekundung mit dem überfallenen Land die Landesfarben der Ukraine aufbringen lassen.

Dieses Zeichen an der Wand wurde von unbekannten Vandalen über Nacht mit Eiern beworfen.

Ein Freund des Arztes hatte nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine das rund vier Quadratmeter große Symbol geschaffen. Nach Ansicht des Mediziners sei es bemitleidenswert, wie wenig Mitgefühl die Täter offenbar für die vielen Menschen aufbringen können, die sich nun bei frostigen Temperaturen auf eine schwierige Flucht vor den Bomben begeben.

In einer ersten Reaktion wandte sich der entrüstete Mediziner daher an die Redaktion des Mühldorfer Anzeigers. „Diese Tat zeigt mir, wie wichtig es eigentlich war, Farbe zu bekennen und Solidarität mit diesem geschundenen Volk zu zeigen.“ Zwar will Dr. Norbert Tönshoff auch Anzeige bei der Polizei stellen, doch macht er sich wenig Hoffnung, dass dies zur Ergreifung der Täter führen könnte.

Belohnung für Ergreifung der Täter ausgesetzt

Auf Nachfrage zeigte Dr. Tönshoff kein Verständnis für die Täter und versprach denjenigen, die Hinweise auf die Täter liefern können, sogar eine Belohnung von 100 Euro. „Idioten dieser Art leben in Kreisen, wo das Geld nicht so locker sitzt“, mutmaßt Tönshoff. „Da könnte so eine Belohnung schon verlockend sein“.

Seiner Ansicht nach sollten derart verständnislose Menschen, die offenbar mit dem „Kriegsverbrecher Putin“ sympathisieren, am besten nach Russland auswandern: „Hier werden Leute wie sie nicht gebraucht!“

Kommentare