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Viele helfende Hände für die Kriegs-Flüchtlinge

Altmühldorfer „Zauberer“ schaffen kleines Wunder: Marodes Pfarrhaus wird zum neuen Heim für Ukrainer

Die Kinder der ukrainischen Familien Rachmanow und Osmanow fühlen sich wohl in ihrem neuen Zuhause in Altmühldorf.
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Die Kinder zweier ukrainischen Familien fühlen sich wohl in ihrem neuen Zuhause in Altmühldorf.

Fünf Tage lang haben alle freiwilligen Helfer bis spät in die Nacht gearbeitet. Und schon am sechsten Tag konnten nachmittags zwölf Personen einziehen.

Mühldorf – „Das ist unmöglich“, war die erste Reaktion von Pastoralreferentin Claudia Stadler – auf die Frage, ob im Pfarrhaus von Altmühldorf ukrainische Flüchtlinge untergebracht werden können.

Das Haus ist nicht nur seit Längerem unbewohnt, es ist mittlerweile auch heruntergekommen, der Balkon zugewuchert, die sanitären Anlagen schlichtweg unzumutbar. Doch dann haben die Altmühldorfer angefangen zu zaubern. Der „alte“ Pfarrgemeinderat zusammen mit den Kandidaten für die PGR-Neuwahl, die Jugend, das „Männerballett“, die Laurentius-Frauen, die Mühlbachtauben und sogar die Ministranten: Alle haben mit angepackt, geputzt, geweißelt, Betten und Möbel gespendet. Und ein kleines Wunder vollbracht.

Fünf Tage lang fleißig gewerkelt

Auch Sophia Stadler, Sarah Weichselgartner und Kimberley Aimer – halfen.

Der wohl größte „Zauberer“ bei diesem Projekt war PGR-Vorsitzender Heinz Zuber. „Ich habe mir die Küchenabflüsse und Bäder im Pfarrhaus vorgenommen“, erzählt er. Und er hat verschiedene Sanitärfirmen dazu gebracht, auf Spendenbasis mitzuhelfen. Jetzt erstrahlen die Sanitärräume wieder in neuem Glanz.

Fünf Tage lang haben alle freiwilligen Helfer bis spät in die Nacht gearbeitet. Und schon am sechsten Tag konnten nachmittags zwölf Personen einziehen. Die zwei Großfamilien Rachmanow und Osmanow haben hier ein neues Zuhause gefunden. Die Krimtataren sind dankbar dafür, im Pfarrhaus von Altmühldorf sein zu dürfen. Trotzdem bleibt es ihr größter Wunsch, bald wieder nach Hause in die Ukraine fahren zu können.re

PGR-Vorsitzender Heinz Zuber schraubte an Küche und Badezimmern.

Über 800 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine im Landkreis

Laut Landratsamt waren bis zum Wochenende 816 Flüchtende aus der Ukraine im Landkreis registriert. 544 davon sind in privaten Wohnungen untergebracht, 221 leben in dezentral angemieteten Unterkünften. Im Drehkreuz Kulturhof Mettenheim hielten sich 51 Personen auf.

Weitere Meldungen aus dem Landkreis Mühldorf

Die „Koordinierungsgruppe Ukrainehilfe“ hat die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Themen Wohnraum, Aufenthaltsstaus, Finanzen und Integration zusammengefasst und auf www.lra-mue.de veröffentlicht.

Das Landratsamt bittet weiter um Unterstützung aus der Bevölkerung. Wer bei Unterkunft und Betreuung von Ukraineflüchtlingen helfen will, kann sich beim Landratsamt melden, per E-Mail an ukrainehilfe@lra-mue.decl