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Übergangsmanagement für benachteiligte Jugendliche: Landkreis will Jobbegleitung verbessern

Die richtige Ausbildung zu beginnenist enorm wichtig. Der Landkreis Mühldorf schafft eine Stelle, die bei der Ausbildungsfindung unterstützt.  DPA
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Die richtige Ausbildung zu beginnenist enorm wichtig. Der Landkreis Mühldorf schafft eine Stelle, die bei der Ausbildungsfindung unterstützt. DPA

Das Thema Jugendarbeitslosigkeit stand auf der Tagesordnung des Ausschusses für Jugendhilfe, Bildung und soziale Netzwerke. Die Jugendarbeitslosenquote – also der Anteil der 15- bis unter 25-jährigen Arbeitslosen bezogen auf die Gesamtzahl der Arbeitslosen – beträgt im Landkreis 11,5 Prozent.

Mühldorf/Waldkraiburg– Für Landrat Georg Huber ist diese Zahl zu hoch. Die Zahl, so Elisabeth Bogner von Lernen-Vor-Ort, sei zuletzt noch leicht gestiegen.Dazu kommt, dass im Landkreis Mühldorf die Vertagsauflösungsquote bei den Auszubildenden im Jahr 2017 bei 21,3 Prozent lag.

Neben den Ausbildungsbrüchen fallen darunter auch Auszubildende, die Betrieb oder Ausbildungsberuf im laufenden Ausbildungsjahr wechseln.

Weil die Vertragsauflösung für beide Seiten mit Aufwand und Zeitverlust verbunden sind, gilt es, so Landrat Georg Huber, diese Quote zu verringern, wobei persönliche Problemlagen der Jugendliche sowie falsche Berufsvorstellungen und mangelnde Motivation beachtet werden müssen.

Unternehmen brauchen Unterstützung

Die Unternehmen im Landkreis Mühldorf haben oftmals zunehmende Probleme , Auszubildende mit geeigneter Qualifikationen zu finden. „Hier muss neben einer Unterstützung eines erfolgreichen Matchingsprozesses auch berücksichtigt werden, dass die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen erhalten bleibt insbesondere kleinst-, klein- und mittelständischen Unternehmen benötigen Unterstützung“, erklärte Bogner.

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Im Landkreis Mühldorf zeigt sich auch, dass der Migrationshintergrund als entscheidender Einflussfaktor zu berücksichtigen ist. Im Landkreis Mühldorf münden die Hälfte der nicht-deutschen Schüler ins Übergangssystem, während über 70 Prozent der deutschen Schüler direkt eine duale Ausbildung beginnen. Gleich gute Chancen beider Ausbildungsplatz suche haben Jugendliche mit Migrationshintergrund erst in der dritten Generation.

Koordination aller Aktivitäten

Erste Schritte einer systematischen Gestaltung des Übergangs Schule – Arbeitswelt wurden im Landkreis bereits gemacht. Die Jugendberufsagentur zeigt, dass verschiedene Stellen aus Schule, Arbeitsverwaltung, Kammern und Amt für Jugend und Familie Jugendliche am Übergang Schule - Arbeitswelt betreuen.

„Notwendig ist aber eine übergeordnete Koordination aller Aktivitäten, die bislang fehlt“, berichtete Bogner.

Die Aktion richtete sich an Jugendliche und junge Erwachsene (mit und ohne Migrationshintergrund), die ihren Übergang gestalten. Akteure, die am Übergang Verantwortung haben (Schule, Unternehmen, Agentur für Arbeit, Jobcenter, Kammern). Aber auch an Akteure, die Teil des sozialen Raums der Jugendlichen sind, wie Eltern.

„Der erfolgreiche Übergang von Jugendlichen in die Arbeitswelt hängt in entscheidendem Maße von Bildungserwartungen, der sozialen Herkunft und den Netzwerkressourcen der Jugend selbst und ihren Eltern ab. Durch ein systematisches Übergangs-Management mit intensiver Netzwerkarbeit im Landkreis kann die Benachteiligung erheblich verringert, und ein wichtiger Beitrag zur Chancengerechtigkeit geleistet werden“, erklärte der Landrat.

Einstimmige Entscheidung im Ausschuss

Ohne Gegenstimme beschloss der Ausschuss, die Stelle „Jobbegleitung für Geflüchtete“ hin zu einem systematischen „Übergangsmanagement Schule – Arbeitswelt für benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene im Landkreis Mühldorf auszuweiten. Die Mittel werden im nächsten Haushalt für Lernen vor Ort bereitgestellt..

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