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Politik reagiert

Überbrückungshilfen für Unternehmer im Einzelhandel werden aufgestockt und vereinfacht

Die Stadt Mühldorfhat ihre Position als Einzelhandelszentrum in der Region weiter ausbauen können.  dpa
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Die Corona-Hilfen aus der Politik sollen schneller im Einzelhandel ankommen.

Staatssekretär Stephan Mayer hat sich erfolgreich für Verbesserungen bei der Überbrückungshilfe III für Unternehmer eingesetzt, die insbesondere den vielen Einzelhandelsbetrieben in den Landkreisen Altötting und Mühldorf zu Gute kommen werden.

Mühldorf/Berlin – Alle Unternehmen mit mehr als 30 Prozent Umsatzeinbruch können die gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten. Es gibt also keine Differenzierung mehr bei der Förderung nach unterschiedlichen Umsatzeinbrüchen und Zeiträumen, Schließungsmonaten und direkter oder indirekter Betroffenheit.

Abschlagszahlungen wird es für alle antragsberechtigten Unternehmen geben, nicht nur für die von den Schließungen betroffenen Unternehmen. Sie sind bis zu 100.000 Euro statt wie bislang zu 50.000 Euro für einen Fördermonat möglich. Investitionen für die bauliche Modernisierung und Umsetzung sowie Investitionen in Digitalisierung und Modernisierung können als Kostenposition geltend gemacht werden, wie Investitionen in den Aufbau oder die Erweiterung eines Online-Shops.

Verderbliche Ware und Saisonware kann als Fixkosten angegeben werden

Hinzu kommen Neuerungen bei den erstattungsfähigen Kosten für Branchen, die besonders von der Krise betroffen sind: Einzelhändler sollen nicht auf den Kosten für Saisonware sitzenbleiben. Der Wertverlust für verderbliche Ware und für Saisonware der Wintersaison 2020/21 wird als Kostenposition und damit als erstattungsfähige Fixkosten anerkannt. Unter anderem gilt diese für Weihnachtsartikel, Feuerwerkskörper und Winterkleidung sowie verderbliche Ware, die unbrauchbar wird, wenn sie nicht verkauft werden konnte.

Zudem können Warenabschreibungen – rückwirkend zum November 2020 – zu 100 Prozent als Fixkosten zum Ansatz gebracht werden. Dies ergänzt die vorgesehene Möglichkeit, handelsrechtliche Abschreibungen für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in Höhe von 50 Prozent des Abschreibungsbetrages als förderfähige Kosten in Ansatz zu bringen.

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