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Großzügige Spender im Landkreis Mühldorf

Über 26.000 Euro für die Kriegsgräberfürsorge gesammelt – Wofür das Geld eingesetzt wird

Das Verbandsabzeichen Oberbayern übergab (von links) Benedikt Klima, Geschäftsführer des Volksbunds, an Ernst Stief aus Haigerloh und Erich Gottwald aus Aschau am Inn. Auch Landrat Max Heimerl dankte den Geehrten.
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Das Verbandsabzeichen Oberbayern übergab (von links) Benedikt Klima, Geschäftsführer des Volksbunds, an Ernst Stief aus Haigerloh und Erich Gottwald aus Aschau am Inn. Auch Landrat Max Heimerl dankte den Geehrten.
  • Rita Stettner
    VonRita Stettner
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Benedikt Klima, Geschäftsführer des Volksbundes, nennt die aktuellen Schwierigkeiten, geeignete Sammler zu finden. „Wir haben keine Bundeswehr mehr und Corona erschwert das Ganze zudem.“

Mühldorf – Bei der Versammlung des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge wurden langjährige Spendensammler ausgezeichnet.

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Die humanitäre Organisation der Kriegsgräberfürsorge widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen.

Für Frieden und Freiheit

„Wir alle spüren derzeit die Auswirkungen des Krieges. Inflation, Energiepreisentwicklung, die schwerwiegend sind und die Menschen prägen“, so Landrat Max Heimerl in seinen Grußworten. „Gerade diese Entwicklungen zeigen, wie wichtig ihre Arbeit und ihr Engagement mehr denn je sind.“ Soldaten und Reservistenkameradschaften waren und sind stete Mahner des Erinnerns, für Frieden und für Freiheit. Umso wichtiger sei es jetzt, dass sich alle gemeinsam weiterhin unermüdlich für diese angesprochenen Werte einsetzen.

Die von den Aktiven gesammelten Spenden fließen nicht nur in Kriegsgräberstätten in 46 Ländern, sondern auch in die Schul- und Bildungsarbeit. Als Lernorte der Geschichte und Mahner für die Zukunft sollen sie Jugendliche begleiten. Diese Arbeit wird von der Bevölkerung nach wie vor geschätzt und unterstützt. Das zeigt auch das Ergebnis von über 26 000 Euro der letztjährigen Sammlung im Landkreis. Heimerls herzliches „Vergelts Gott“ ging an alle die sich der Aufgabe des Spendensammelns stellen.

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Benedikt Klima, Geschäftsführer des Volksbundes, schilderte die aktuellen Schwierigkeiten, geeignete Sammler zu finden. „Wir haben keine Bundeswehr mehr und Corona erschwert das Ganze zudem.“ Wie wichtig jeder gespendete Euro ist, führte er vor Augen: Über eine Million deutscher Soldaten hat noch nicht ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Auch die 167 000 Toten auf Friedhöfen alleine in Bayern sind mahnende Zeugen beider Weltkriege und der NS-Gewaltherrschaft. Dank der großzügigen Spenden aus der Bevölkerung konnten bei der Haus-, Straßen- und Friedhofssammlung 2021 des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Bayern ein Ergebnis von fast 1,7 Millionen Euro für die Arbeit des Volksbundes erzielt werden. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Bildung und Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

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Der Volksbund als eine der ältesten gemeinnützigen Bürgerinitiativen hat sich zwei Hauptaufgaben auf die Fahnen geschrieben: einerseits die klassische Kriegsgräberfürsorge. jährlich sucht und birgt der Volksbund auch weiterhin rund 30 000 Tote und Vermisste der beiden Weltkriege, bettet diese auf seine Kriegsgräberstätten um und gibt ihnen damit eine würdige Ruhestätte. Als „Mahnmale für den Frieden“ und „Lernorte der Geschichte“ nutzen die Vertreter des Volksbundes die Kriegsgräberstätten in der internationalen Jugend-, Schul- und Bildungsarbeit. Mehr als 20 000 junge Menschen aus der ganzen Welt nehmen jährlich an den Bildungsangeboten des Volksbundes teil. Den Abschluss bildete ein Vortag von Daniel Baumgartner vom Geschichtszentrum Mühldorf.

Verdienstspangen des Volksbunds vergeben

Zusammen mit Landrat Max Heimerl übernahm Geschäftsführer Benedikt Klima die Ehrungen. Die Weißgoldene Verdienstspange für 40 Jahre ging an Erich Hargasser, Salmanskirchen; Goldene Verdienstspange für 30 Jahre an Peter Atzenbeck und Hans Kohlschmid beide Neumarkt St. Veit sowie an Max Huber, Josef Schnablinger, Michael und Christa Moosner, Leonhard Huber, Andreas Hanika, August Brams, Anton Denk alle aus Schönberg, Thomas Haas und Herbert Csapo beide Waldkraiburg, Johannes Kremer und Siegfried Bichlmaier beide Haag und Matthias Hundmayer aus Aschau; die Silberne Verdienstspange an Arnold Ziefreud jun. und Michael Roth Waldkraiburg, Petra Langrieger Aschau am Inn, Rudolf Abraham, Johann Breitreiner und Georg Fellner Haag; die Bronze Verdienstnadel erhielten Thomas Tobolars, Michael Scherr, Michael Kelc und Christian Jung- alle aus Waldkraiburg sowie Erna Meindl aus Aschau.

Eine besondere Ehrung vom Bezirksverband Oberbayern, die mit einer Urkunde und dem Verbandsabzeichen Oberbayern verbunden ist, ging an Ernst Stief aus Haigerloh und Erich Gottwald aus Aschau am Inn.

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