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Bäuerin aus Oberneukirchen

Wasserbüffel-Züchterin Josefine Reißaus will TV-Kochshow gewinnen

Josefine Reißaus betreibt zusammen mit ihrem Mann Matthias eine Rinder- und Wasserbüffelzucht.
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Josefine Reißaus betreibt zusammen mit ihrem Mann Matthias eine Rinder- und Wasserbüffelzucht.
  • Hans Rath
    VonHans Rath
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Normalerweise züchtet sie Weiderinder und Wasserbüffel. Jetzt wil die Oberneukirchner Bäuerin Josefine Reißaus beim BR-Kochwettbewerb Landfrauenküche brillieren.

Oberneukirchen – Auf der Straße zwischen Oberneukirchen und Tüssling liegt im Weiler Reiserer der Hof der Familie Reißaus.

Josefine Reißaus betreibt dort zusammen mit ihrem Mann Matthias eine Rinder- und Wasserbüffelzucht. Das ist in der Region schon einzigartig. Jetzt wird die heimische Bäuerin sogar bayernweit bekannt. Der Grund: Sie kocht in der Landfrauenküche.

Hofwirtschaft mit Spezialisierung

Josefine Reißaus hat den Hof Anfang der 90er Jahre von ihren Eltern übernommen, ihr Mann war Landschaftsarchitekt und heiratete ein. Heute steht der Vollerwerbs-Hof auf drei Standbeinen: Landschaftspflege mit Weiderindern und Wasserbüffeln, Landschaftspflege mit Balkenmähern und Sense und Direktvermarktung.

100 Rinder und 30 Wasserbüffel

Josefine Reißaus mit ihren Wasserbüffel. Ob das Fleisch eines der Tiere in der „Landfrauenküche“ auf dem Teller landete, erzählt die Oberneukirchnerin noch nicht. Wer es wissen will, muss am Montag BR schauen.

100 Rinder der Rasse Murnau-Werdenfelser und 30 Wasserbüffel, darunter sechs Kälbchen, gehören zum Hof, etwa 25 bis 30 Werdenfelser Ochsen und Wasserbüffel werden im Jahr geschlachtet. Das übernimmt Metzger Josef Reindl aus Tiefenstätt mit einer mobilen Schlachtanlage. Vom Hof nimmt er das Fleisch dann mit in seinem Betrieb, wo er es verarbeitet. Per E-Mail verständigt Josefine Reißaus die Kunden, die bei ihr bestellen. Es gibt aber auch Laufkundschaft, Hackfleisch oder Burger-Patties hat Josefine immer vorrätig.

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Doch in diesem Sommer mussten die Wasserbüffel zumindest ein paar Tage lang hintenanstehen, denn die Bäuerin kochte für die „Landfrauenküche“ des Bayerischen Rundfunks. Wie die sechs Kolleginnen aus den anderen bayerischen Regierungsbezirken musste Reißaus ein dreigängiges Menü kochen, dass von den anderen bewertet wurde. Die 13. Staffel ist jetzt komplett abgedreht, natürlich darf Reißaus nicht verraten, wer gewonnen hat.

Lange Drehtage für eine kurze Sendung

Drei Tage Bedenkzeit hatte sich Reißaus erbeten, nachdem der BR sie angesprochen hatte. Dann sagte sie zu. Sie wolle, „die Landwirtschaft im Allgemeinen und ihr Verständnis von Landwirtschaft im Besonderen einem breiten Publikum vorstellen“, begründete sie ihre Teilnahme. Jeweils drei Tage war sie bei einer der anderen Bäuerinnen unterwegs, um die Dreharbeiten zu absolvieren.

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An einem Freitag im Juni war es dann so weit, das Filmteam kam auf den Hof der Familie Reißaus. Regisseur, Kameramann und Tontechniker filmten die Hofgeschichte und die Vorbereitung der Tischdekoration. Dafür hatte Reißaus zusammen mit ihrer 13-jährigen Tochter Romy Ackerwildkräuter. „Da war auf dem Hof ganz schön was los“, erzählt die Bäuerin.

Auch am Samstag wurde gedreht, es ging um Arbeiten auf dem Feld oder die Vorbereitungen für das Drei-Gänge-Menü. „Alles musste rund sein, alles musste passen“, sagt Josefine, es war aufwendig und anstrengend, was im Fernsehen so leicht aussieht.

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Am Sonntag gegen halb zehn Uhr trafen die anderen Landfrauen auf dem Hof der Familie Reißaus ein, es gab einen Begrüßungsdrink. Die Szene, in der Sendung nur wenige Sekunden lang, brauchte fast eine Stunde Aufnahmezeit, auch eine Drohne war im Einsatz.

100 Rinder der Rasse Murnau-Werdenfelser und 30 Wasserbüffel, darunter sechs Kälbchen, gehören zum Hof.

Eine Safari fast wie in Afrika

Ehemann Matthias fuhr mit den Gästen auch nach Langenstegham, wo die Wasserbüffelherde in der Nähe des Flugplatzes Mössling eine Naturfläche beweidet. Josefine Reißaus sagt: „Es war für die Landfrauen an diesem heißen Tag wie eine Safari in Afrika“. Ihr Mann Matthias ergänzt: „Es flog auch noch eine Rohrweihe über uns. Ein sehr seltener Vogel. Die Exkursion war der Wahnsinn“.

Gegen 22 Uhr waren die Dreharbeiten für diesen Tag abgeschlossen, die Landfrauen saßen noch bis 23 Uhr gemütlich beieinander und ließen den Tag Revue passieren. Nachdem sie abgereist waren, wurde auch am Montag noch gedreht, thematisch ging es um die Schlachtung der Tiere und den Hofladen.

Die Landfrauenküche, dieses Fazit zieht Josefine Reißaus, war – wenn auch sehr zeitintensiv – ein sehr interessantes Erlebnis für sie und ihre Familie. „Ich kann es nur weiterempfehlen. Eine Winzerin und eine Spargelbäuerin zu treffen – das war toll“.

Wer wissen will, was Josefine gekocht hat, kann die Sendung Landfrauenküche am Montag, 29. November, um 20.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen schauen.

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