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Betretungsverbot und Polizeieinsatz

Vorwurf der Vereinsschädigung: TSV Mühldorf schließt seinen Zweiten Vorsitzenden aus

Rainer Preß hatte die Bauausführung und Finanzierung des neuen Tennisheims kritisch hinterfragt. Für ihn war das der Grund, dass man ihn nun aus seiner Sicht „mehr als unfair“ behandelt habe.
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Rainer Preß hatte die Bauausführung und Finanzierung des neuen Tennisheims kritisch hinterfragt. Für ihn war das der Grund, dass man ihn nun aus seiner Sicht „mehr als unfair“ behandelt habe.
  • Frank Bartschies
    VonFrank Bartschies
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Rainer Preß hatte die Bauausführung und Finanzierung des neuen TSV-Tennisheims kritisch hinterfragt. Für ihn war das der Grund, dass man ihn nun aus seiner Sicht „mehr als unfair“ behandelt habe.

Mühldorf – Der TSV Mühldorf kommt nicht zur Ruhe. In der TSV-Mitgliederversammlung wurde ein Vorstandsmitglied aus dem Hauptverein ausgeschlossen: stellvertretender Vorsitzender Rainer Preß. Und das, nachdem es im vergangenen Jahr bereits Abspaltungstendenzen bei den Schäfflern gegeben hatte.

Die 62 Anwesenden stimmten bei sechs Enthaltungen für den Ausschluss. Dieser erfolge aufgrund „unehrenhaften und vereinsschädigen Verhaltens“, so Geschäftsführerin Cathrin Rost, und gelte bis Jahresende. Sollte Preß dann dem TSV wieder beitreten wollen, müsste der Verein über seine Aufnahme erneut entscheiden.

Betretungsverbot und Polizeieinsatz

Vorsitzender Stefan Schörghuber erläuterte dazu, dass sich die Querelen zwischen Preß und der Vorstandschaft bereits seit etwa einem Jahr hinzögen. Preß war Abteilungsleiter für Badminton und Dirt-Bike und habe die Homepage des Vereins betreut, seine Arbeit mittlerweile aber eingestellt, so Schörghuber. „Er hat die Vorstandschaft schikaniert und drangsaliert.“

Als Beispiel führte der Vorsitzende an, dass Preß die Kassenberichte für seine Abteilungen nicht termingerecht eingereicht habe, woraufhin der Verein sich beim Finanzamt um eine Verlängerung der Abgabefrist habe bemühen müssen. Diese sei gewährt worden, aber auch dann seien die Finanzberichte erst auf das erneute Insistieren der Vorstandschaft hin zum letztmöglichen Termin abgeliefert worden. Preß habe damit die Gemeinnützigkeit des Vereins gefährdet, erläuterte Schörghuber.

In einer Vorstandssitzung, so der Vorsitzende, habe Preß die bewusste Provokation zugegeben, woraufhin ihm ein mündlicher Verweis erteilt worden sei. Des weiteren erwähnte Schörghuber, Preß habe die Betreuung der TSV-Homepage niedergelegt, die Passwörter für eine Administration durch ein anderes Vereinsmitglied aber nicht weitergegeben und die Nutzung der von ihm gemachten Bilder untersagt. Außerdem habe er durch sein Verhalten einen Sponsor verprellt.

Der Verein habe daraufhin ein Betretungsverbot gegen Preß ausgesprochen, dieser habe aber trotzdem in der Turnhalle weiter trainiert, was letztlich in einem Polizeieinsatz mündete, wie Schörghuber schilderte.

Einen Grund für sein Verhalten habe Preß ihm nie genannt, antwortete Schörghuber auf Nachfrage aus der Versammlung. Schörghuber vermutete als Grund, Preß habe nicht akzeptiert, dass seine Ideen, die er in die Vereinsarbeit eingebracht habe, von den Mitgliedern mehrheitlich abgelehnt worden seien.

Leichtathletik-Abteilungsleiter Robert Klemisch attestierte in der Angelegenheit der Vorstandschaft professionelles Verhalten, da zum einen in der Vergangenheit Preß immer wieder Angebote für eine weitere Zusammenarbeit gemacht worden seien, andererseits mit der jetzigen Entscheidung aber Schaden vom Verein ferngehalten werde. „Ich nehm‘ das hin, im Prinzip ist die Sache für mich erledigt“, kommentiert Rainer Preß seinen TSV-Ausschluss gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. In der Versammlung war er nicht anwesend, was er damit begründet, dass er das aufgrund des Betretungsverbots gar nicht gedurft hätte. Die Versammlung fand in der Vereinsgastronomie im neuen Tennisheim statt.

Vertrauensverhältnis „total zerstört“

Preß bezeichnet die allermeisten der gegen ihn erhobenen Vorwürfe als nicht richtig und das generelle Vorgehen seitens des TSV als „mehr als unfair“. Als Grund dafür vermutet er seine kritischen Fragen zu Bauausführung und Finanzierung des Tennisheims. Generell glaubt Preß heute, er habe sich bei Projekten, die ihm wichtig gewesen seien, zu sehr engagiert.

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So sei er bei seinen Vorschlägen für den Neubau der TSV-Halle wohl zu forsch vorangegangen. Diese Halle hält Preß aus Platzgründen für notwendig, auch um den Spielbetrieb der Volleyballer in der Zweiten Bundesliga zu sichern. Derzeit dürften sie in der Mittelschulturnhalle nur mit einer Ausnahmegenehmigung spielen, da diese Halle nicht die für die Zweite Bundesliga geforderte Raumhöhe habe.

Ein anderer Vorschlag habe beispielsweise eine neue Beitragsstruktur betroffen. Dies sei aber alles abgelehnt worden. Das Vertrauensverhältnis zum TSV bezeichnet Preß aus seiner Sicht als „total zerstört“.

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