Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


AUS DEM GEMEINDERAT

Trotz Kritik: Kiesabbau in Aschau darf erweitert werden

Die Kiesgrube zwischen Aschau und Aschau-Werk soll um vier Hektar erweitert werden. Damit rückt der Kiesabbau näher an die Wohnbebauung heran, die manche Gemeinderäte kritisierten.
+
Die Kiesgrube zwischen Aschau und Aschau-Werk soll um vier Hektar erweitert werden. Damit rückt der Kiesabbau näher an die Wohnbebauung heran, die manche Gemeinderäte kritisierten.
  • Raphaela Lohmann
    vonRaphaela Lohmann
    schließen

Seit Jahren wird im Süden von Aschau Kies abgebaut. Die Fläche soll nun innerhalb des Kiesabbauvorranggebiets um vier Hektar erweitert werden. Doch es gibt Kritik im Gemeinderat: Denn nur 125 Meter trennen dann noch die Wohnbebauung vom Kiesabbau. Das Ergebnis war knapp.

Aschau – Die Fläche südlich von Aschau ist als Kiesabbauvorranggebiet eingestuft, seit Jahren wird hier Kies abgebaut. Aufbereitet wird der Kies im angrenzenden Kieswerk der Firma HSK Huber Schwarzenbeck Kiesabbau, daran soll sich auch mit der Erweiterung der Abbaufläche nichts ändern. Wie Bürgermeister Christian Weyrich (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats informierte, soll der Abbau wie bisher als Trockenabbau erfolgen, der Abbaubetrieb verlängert sich insgesamt um zehn Jahre, das Abbauvolumen bleibt aber unverändert.

Größere Fahrzeuge, weniger Fahrten

Auch die bestehenden Werksanlagen im angrenzenden Kiesabbaugebiet sollen weiterhin genutzt werden. Neue Verarbeitungsgeräte seien nicht erforderlich, auch der Materialdurchsatz werde durch die Erweiterung nicht beeinflusst. Unverändert bleiben auch die Transportwege, zusätzlich sollen künftig Dumper mit größerem Füllvermögen eingesetzt werden, um die Zahl der Fahrten gering zu halten, wie Weyrich informierte.

Zu Nachbargrundstücken und Gemeindestraßen sollen jeweils mindestens fünf Meter Sicherheitsabstand eingehalten werden. Entlang der Abbauränder wird ein Wall mit einer Höhe von bis zu zwei Metern zum Schutz aufgeschüttet. Bei Bedarf sollen auch zusätzliche Schutzzäune errichtet werden.

Lesen Sie auch: Kies aus dem Grundwasser holen? Freudlsperger plant in Mühldorf neuen Abbau

Die artenschutzfachliche Rahmenbewertung sei bereits berücksichtigt. Damit geschützte Tierarten von der Erweiterung nicht betroffen werden, sollen die angrenzenden Flächen vor allem hinsichtlich der Bodenbrüter überprüft werden. „Ausschlusskriterien für den Erweiterungs-Kiesabbau sind mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht anzunehmen“, sagte Weyrich.

Häuser mehr als 125 Meter entfernt

Auch vor dem Hintergrund, dass der Kiesabbau künftig näher an Aschaus Wohnbebauung rückt. Im Norden des Erweiterungsgebiets würden sich dann in einer Mindestentfernung von mehr als 125 Metern die nächsten Häuser befinden. Weitere Siedlungsgebiete sind mehr als 200 Meter entfernt. Der Emissionsschutz ist zwar noch zu prüfen, aber vonseiten der Gemeinde geht man davon aus, dass hinsichtlich Lärmschutz „keine unzumutbaren Beeinträchtigungen“ entstehen.

Lesen Sie auch: Nicht nur zum Kicken: Aschau am Inn prüft Möglichkeiten für Multifunktionsplatz

Dennoch gab es Kritik im Gemeinderat: Thomas Duxner und Alexandra Kutschera (beide Bündnis Aschau) kritisierten die Tatsache, dass die Erweiterung der Wohnbebauung zu nahe kommt. Viel dagegen tun kann die Gemeinde aber nicht. Nach Möglichkeiten hatte sich zuvor Matthias Höpfinger (SPD) erkundigt. „Rechtlich ist nichts dagegen zu machen, wenn der Lärmschutz eingehalten wird“, erklärte Weyrich.

Außerdem gebe es keine feste Regelung, wie nah ein Kiesabbaugebiet an eine Wohnbebauung heranrücken dürfe. Es müsse lediglich sichergestellt sein, dass sich die Statik der angrenzenden Wohnhäuser nicht verändert. Und der Lärmschutz ist entscheidend.

Werksanlagen noch in Betrieb

Es tauchte im Gremium außerdem die Frage auf, wieso nicht zunächst die erste Kiesgrube re-naturiert werden soll, bevor die nächste entsteht. Nach Aussage von Bürgermeister Weyrich verzögert sich die Re-Naturierung, weil die Werksanlagen weiter in Gebrauch seien. Andernfalls müssten diese in die neuere Kiesgrube umziehen.

Die Bedenken gegenüber dem Vorhaben im Gremium waren am Ende groß. Mit einem knappen Vorsprung von 9:7 Stimmen genehmigte der Gemeinderat den Antrag auf Erweiterung des Kiesabbaus.

Mehr zum Thema

Kommentare