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Trauer um Rainer Steinberger

Die Unglücksmaschine: Rainer Steinberger war auf dem Rückweg von einer Flugschau in Polen, als die T-28 Trojan aus bislang ungeklärter Ursache in einen Wald in Tschechien stürzte.
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Die Unglücksmaschine: Rainer Steinberger war auf dem Rückweg von einer Flugschau in Polen, als die T-28 Trojan aus bislang ungeklärter Ursache in einen Wald in Tschechien stürzte.

Mühldorf. – Eine T-28 Trojan der „Flying Bulls“ ist am frühen Sonntagabend in Tschechien abgestürzt.

Der Pilot kam ums Leben, die zweite an Bord befindliche Person wurde schwer verletzt in ein Prager Krankenhaus eingeliefert. Bei dem Piloten handelt es sich um den bekannten Mühldorfer Kunstflieger Rainer Steinberger.

Der Absturz passierte laut tschechischer Polizei am Sonntag, gegen 17 Uhr. Im Gemeindegebiet von Jitzkowitz, über dem tschechischen Dorf Zvíkovské Podhradí, war die Maschine aus bislang ungeklärter Ursache in einem Waldstück abgestürzt und in Flammen aufgegangen. Nachdem ein Notruf eingegangen war, seien sofort Rettungskräfte und Polizei ausgerückt. Für den 54-jährigen Piloten kam aber jede Hilfe zu spät. Der zweite Insasse wurde schwerstverletzt mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus in Prag geflogen. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem Mann um einen Fotografen.

Die tschechische Kriminalpolizei untersucht mit Unterstützung von Spezialisten für Flugzeugunglücke derzeit die Absturzstelle. Die Ursache des Absturzes ist aber immer noch unklar. Augenzeugen berichten dem tschechischen Onlineportal denik.cz, dass die Maschine der „Flying Bulls“ eine Zeit lang in niedriger Höhe über einem Waldstück nahe der Ortschaft Jitzkowitz Kreise gezogen habe. Dann sei plötzlich nur noch Rauch zu sehen gewesen.

Auf dem Rückflugnach Salzburg

Wie die österreichische Kronenzeitung berichtet, hatte die T-28 Trojan mit dem Kennzeichen OE-ESA mit einer P-51 Mustang, einer B-25 und einer P-38 Lightning der Flying Bulls an einer Flugshow im polnischen Leszno teilgenommen. Die aus insgesamt vier Flugzeugen bestehende Formation befand sich auf dem Rückflug nach Salzburg, als sich das Unglück ereignete.

Mit Entsetzen und großer Trauer reagierten am Montagmorgen die „Flying Bulls“ auf die Nachricht von Rainer Steinbergers Tod. Auf der Internetseite heißt es: „Rainer war ein sehr respektierter und erfahrener Pilot und ein guter Freund von uns allen! Wir sind sehr schockiert und traurig über diese Tragödie. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Freunden von Rainer.“

Bestürzung herrscht auch im Kreis seiner Fliegerkollegen am Flugplatz in Mößling. Bei dem Mühldorfer handelt es sich um einen sehr erfahrenen Piloten, der am Flugplatz in Mößling eine Maschine desselben Typs untergebracht hatte. Als Kunstflieger zog er die Blicke gen Himmel, wenn er seine Kunststücke in seiner knallgelben „Extra 300L“ mit der Kennung D-EXSL durchgeführt hatte, dabei gelegentlich auch Gastflieger mit dazu einlud. Atemberaubende Bilder seiner Kunststücke am Firmament füllen die Social-Media-Seiten von bekannten Fotografen, auch weit über die Landkreisgrenzen hinaus.

Beileidsäußerungen insozialen Netzwerken

Die Bestürzung über seinen Tod schlägt sich auch in den sozialen Netzwerken nieder, Freunde und Wegbegleiter trauern um einen begnadeten Piloten. Aktuelle Aufnahmen von Trainingsflügen wurden zur Erinnerung an den 54-Jährigen auf der Facebook-Seite der „Flying Bulls“ hochgeladen.

Ein spektakuläres Bild gibt es auch von Steinbergers letzter Flugschau in Polen auf dessen Instagram-Account „cptbavaria“ zu sehen. Es zeigt einen B-25-Bomber auf der Jagd nach der Trojan. Auch dort macht sich nun Trauer breit. Freunde und Fans von Rainer Steinberger wünschen ihm alles Gute „auf Deinem letzten Flug!“

Rainer Steinberger

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