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Die Proben laufen wieder

Mit Zuversicht in die Zukunft: Trachtler im Landkreis Mühldorf gut durch Pandemie gekommen

Die Aktiven der Stoabacher
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Die Aktiven der Stoabacher.
  • Robert Wagner
    VonRobert Wagner
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Sie sind ein Aushängeschild für den Freistaat: die Trachtenvereine. Aber auch sie hatten unter der Pandemie zu leiden. Nachfragen bei den Vereinen „D’Isentaler“ aus Ampfing, „D’Stoabacher“ aus Aschau und „Almröserl“ aus Oberneukirchen zeigen, sie sind gut durch die Pandemie gekommen.

Ampfing/Aschau/Oberneukirchen – Sie sind ein Aushängeschild für den Freistaat und aus Bayern nicht wegzudenken: die Trachtenvereine. Aber auch sie hatten unter der Pandemie zu leiden und waren zum Nichtstun verurteilt. Lederhose und Dirndl blieben im Schrank, Heimatabende, Umzüge und andere Brauchtumsveranstaltungen – Fehlanzeige. Auch Training war nur bedingt bis gar nicht möglich. Mittlerweile ist wieder so etwas wie Normalität eingekehrt. Nun wird sich zeigen, ob der Stillstand Auswirkungen mit sich brachte. Darüber sprachen die OVB-Heimatzeitung mit Vertretern der drei Vereine „D’Isentaler“ aus Ampfing, „D’Stoabacher“ aus Aschau und „Almröserl“ aus Oberneukirchen, stellvertretend für alle Trachtenvereine im Landkreis.

Proben überwiegend im Freien

Der Start ist bei allen drei Vereinen schon erfolgt. Otti Gantenhammer, Jugendleiterin der Ampfinger, sagt: „Wie haben als erstes die Trachten der Kinder eingesammelt, nach eineinhalb Jahren hat ja nichts mehr gepasst. Die Proben selbst finden überwiegend im Freien statt, da die Anzahl der Personen im Innenbereich noch beschränkt ist.“

Die Jugend des Trachtenvereins „Stoabacher“ aus Aschau. Dank eines ausgeklügelten Hygienekonzeptes darf sie wieder trainieren. Wagner

Für den Vorsitzenden der Stoabacher, Christian Mayerhofer, gibt es vor allem bei der Theatergruppe das Problem, dass derzeit keine Aufführungen planbar sind. „Ansonsten geht alles wieder seinen Gang, nur in etwas abgewandelter Form. Dafür haben wir ein ausgeklügeltes Hygienekonzept, das uns das Training mit den Kindern, Jugendlichen, Aktiven und der Schnoitzergruppe ermöglicht.“

Trachtler planen noch für dieses Jahr Veranstaltungen

Ähnlich ist es bei den Oberneukirchnern. Auch sie haben seit einigen Wochen wieder mit dem Training begonnen und gehen jetzt zum regulären Probenbetrieb über, berichtet stellvertretender Vorsitzender Bastian Aschl.

Die drei Vereine haben bereits Planungen aufgenommen, was an Veranstaltungen in diesem Jahr noch möglich ist, beziehungsweise durchgeführt wird. Ehrenabend und Jahresversammlung stehen bei den „Isentalern“ im Programm, einen Kultursommer mit einem „Bayrischen Abend“ soll es bei den „Stoabachern“ geben und die „Almröserl“ planen in Präsenzausschusssitzungen derzeit die Veranstaltungen für das restliche Trachtenjahr, wie beispielsweise den Kinder- und Jugendausflug.

Die Jugend der Isentaler Ampfing

Vereine sehen die Zukunft positiv

Die Zukunft sehen alle positiv, die Jugend, die Basis für eine erfolgreiche und kontinuierliche Vereinsentwicklung, scheint bei der Stange zu bleiben. Otti Gantenhammer sieht es etwas differenziert: „Bei den bis zehn Jahre alten Kindern sehen wir keine Probleme, in der Gruppe bis 16 Jahre ist es auch ohne Corona schwierig, etwas vorherzusagen.“

Auch Christian Mayerhofer sieht keine wirklichen Probleme, haben doch die Probenleiter den Kontakt zu den Kindern- und Jugendlichen über die ganze Zeit aufrechterhalten. Bastian Aschl bewertet die Perspektive anhand der Resonanz bei den bisherigen Veranstaltungen beziehungsweise Treffen: „Da können wir sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken“, freut sich der Oberneukirchner.

Die Sache mit der „Trachtensach“

Wie ist es um die „Trachtensach“ im Allgemeinen nach der Pandemie bestellt?

Otti Gantenhammer: „Die Trachtensach bleibt weiterhin bestehen. Das vergeht nicht. Jedoch ist es nicht leicht, Ehrenamtliche zu finden.

Christian Mayerhofer: „Wir sind sehr zuversichtlich. Es wird sich alles wieder einspielen, unsere Leute sind nach wie vor motiviert und zu begeistern.“

Bastian Aschl: „Dank des weiterhin großen Engagements der Vereinsverantwortlichen, der Probenleiter und der Unterstützung durch die Eltern können wir durchaus davon ausgehen, dass wir wieder zur „Vor Corona - Normalität“ zurückkehren.

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