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GÜTESIEGEL DEMOKRATIE

Toleranz und Werte leben: Mittelschule Ampfing mit Gütesiegel Demokratie ausgezeichnet

In unterschiedlichen Projekten haben sich die Ampfinger Mittelschüler mit Toleranz und Werteerziehung auseinandergesetzt. Zu Gast an der Schule war Jakob Fischer, der sich für das Thema „Migration und Integration in Deutschland am Beispiel der Deutschen aus Russland“ als Projektleiter einsetzt. Schülerin Sarah Kocelak aus der M10 gestaltete den Vortrag mit.
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In unterschiedlichen Projekten haben sich die Ampfinger Mittelschüler mit Toleranz und Werteerziehung auseinandergesetzt. Zu Gast an der Schule war Jakob Fischer, der sich für das Thema „Migration und Integration in Deutschland am Beispiel der Deutschen aus Russland“ als Projektleiter einsetzt. Schülerin Sarah Kocelak aus der M10 gestaltete den Vortrag mit.
  • Rita Stettner
    vonRita Stettner
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Demokratie lebt vom Miteinander und vom Engagement jedes Einzelnen. Mit dem Gütesiegel Demokratie hat die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit ein Siegel etabliert, um Werte- und Demokratieerziehung an Schulen zu stärken. Eine Auszeichnung ging nun nach Ampfing.

Ampfing– Demokratie lebt vom Miteinander und vom Engagement jedes Einzelnen. Mit dem „Gütesiegel Demokratie Verantwortung (er)leben!“ hat die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in München ein Siegel etabliert, um Werte- und Demokratieerziehung an Schulen zu stärken.

Eine Auszeichnung ging kürzlich postalisch auch nach Ampfing, die offizielle Ehrung ist erst im April vorgesehen. Mit dem Siegel zeichnet die Landeszentrale Projekte aus, die einen Beitrag zur Toleranz- und Werteerziehung leisten, demokratische Kompetenz an Schulen stärken und das politische Bewusstsein fördern.

Von 2019 bis 2021 richtete sich die Ausschreibung an oberbayerische Mittelschulen, acht überzeugten mit ihren Projektideen und erhalten das Gütesiegel Demokratie. Darunter ist auch die Mittelschule Ampfing, die als erste Schule im Landkreis das Siegel erhalten hat.

Demokratieerziehung langfristig einbauen

Mehrere Projekte hat die Mittelschule in einer Arbeitsgruppe entwickelt und so entstand die Projektidee „Demokratie baut Brücken“, deren Umsetzung die Jury letztendlich überzeugt hat. In Schule und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen und das politische Bewusstsein zu fördern, das will die Schule mit ihrem Projekt erreichen.

Die Schüler sollen zu politischem und ehrenamtlichem Engagement und der Teilhabe an politischen Prozessen ermutigt werden. Außerdem sollen Toleranz und Werteerziehung in den Schulalltag stärker integriert werden.

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Um das zu erreichen, hat sich die Mittelschule Unterstützung geholt bei der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus (BIGE). „Der Besuch der BIGE leistete einen wichtigen Beitrag, antidemokratischen Kräften mit fundiertem Wissen entgegenzutreten“, erklärt Konrektorin Sieglinde Milisterfer. Anschließend erfuhren die Schüler der neunten Jahrgangsstufe in Workshops Wissenswertes zum Thema und über die Gefahren von Extremismus.

Weil die Schule die Demokratieerziehung und -förderung langfristig in den Schulentwicklungsprozess einbauen will, hat sie eine Kooperation mit Jakob Fischer angestrebt. Fischer setzt sich im Auftrag des Bundesinnenministeriums und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge für das Thema „Migration und Integration in Deutschland am Beispiel der Deutschen aus Russland“ ein. Die neunte und zehnte Jahrgangsstufe erhielt Einblick in das Leben der Deutschen als Minderheit im zentralasiatischen Raum und erfuhr einiges über die Integrationsbemühungen und Erfolge der „Rückkehrer“ nach Deutschland.

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„Den Schülern wurden die gegenwärtigen Formen der Zuwanderung nach Deutschland bewusst“, sagt Lehrer Walter Buller. Gemeinsam mit Kollege Hendrik Schub qualifizierte er sich in mehreren Online-Modulen für das Service-Learning im MINT-Bereich. „Lernen durch Engagement“ soll nachhaltig in die Schulentwicklung aufgenommen und dauerhaft in die Projektkultur der Mittelschule eingebunden werden.

Auch die Schülerzeitung „Isenlaus“ hat unter dem Motto „Die Welt ist bunt!“ das Thema aufgegriffen. „Für uns Schülerzeitungsredakteure war es selbstverständlich, uns damit eingehend auseinanderzusetzen. So ist nach einem vielfältigen und kreativen Prozess ein gewinnbringendes Ergebnis entstanden“, sagt Jennifer Geiger, die mit ihren Nachwuchs-Journalisten die Schülerzeitung herausgibt.

Fähigkeiten der Schüler stärken

Die Mittelschule will die Persönlichkeiten und Fähigkeiten der Schüler stärken und auf diese Weise einen respektvollen Umgang miteinander erwirken. Dazu rückt die Schule unterschiedliche Ansatzpunkte in den Fokus, wie beispielsweise mit der Projektprüfung „Bedeutsamkeit der sozialen Absicherung in Zeiten von Corona“ und durch Teamwork von Lehrern, Einbindung der Eltern und Kooperationen mit Experten.

Schulleiter Claudius Rychlik freut sich sehr über die Auszeichnung, die am 15. April überreicht wird. „Damit Demokratie an unserer Schule nicht nur ein Siegel bleibt, das mit der Zeit verblasst, sollten wir die bisher nicht umgesetzten Projekte auf keinen Fall aus den Augen verlieren und bereits erfolgreich umgesetzte Projekte wiederholen. Der Gedanke an ein buntes Fest der Demokratie schwirrt in den schillerndsten Farben in unseren Köpfen.“

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