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Rund 600.000 Euro Förderung

Töging wechselt auf die Überholspur: Breitbandausbau bringt bis zu 250 Megabit pro Sekunde

Daumen hoch für schnellere Bandbreiten (von rechts): Bürgermeister Tobias Windhorst, der städtische EDV-Techniker Anton Kirschner, Tögings Bauamtsleiterin Michaela Dietzinger, Telekom-Regionalleiter Erhard Finger, Telekom-Projektleiter Georg Selberdinger und dessen Nachfolger Harald Jungmeier.
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Daumen hoch für schnellere Bandbreiten (von rechts): Bürgermeister Tobias Windhorst, der städtische EDV-Techniker Anton Kirschner, Tögings Bauamtsleiterin Michaela Dietzinger, Telekom-Regionalleiter Erhard Finger, Telekom-Projektleiter Georg Selberdinger und dessen Nachfolger Harald Jungmeier.
  • Peter Becker
    VonPeter Becker
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Insgesamt rund 600.000 Euro Förderung erhielt die Telekom in den letzten Jahren für den Breitband-Ausbau von Töging. Damit wurden rund ein Dutzend neuer Verteilerkästen errichtet, Kupferleitungen ertüchtigt und erste Glasfaseranschlüsse gelegt. Das wirkt sich auch auf Schule und Rathaus aus.

Töging – Bei der symbolischen Freischaltung im Töginger Rathaus freute sich Bürgermeister Tobias Windhorst, dass die Stadt dank der Förderprogramme des Freistaats nur rund zehn Prozent der Kosten davon zu tragen hatte.

Seit Tobias Windhorst 2014 ins Amt gewählt wurde, hatte er das Projekt vorangetrieben, wie der Bürgermeister bei der Freischaltung betonte. Dabei seien zunächst 140.000 Euro zur Verbesserung der Situation im Industrieparks Inntal und schließlich weitere 345.000 Euro, unter anderem für den Anschluss der Ortsteile Aresing, Engfurt und Westerham, an den Netzbetreiber gezahlt worden.

Schnelles Internet auch in den Schulen

Darüber hinaus hätten auch die Comeniusschule, die Regenbogenschule und das Rathaus für weitere 125.000 Euro schnelles Internet erhalten. „Die Maßnahmen haben schon mehrere dutzend Arbeitsplätze in Töging geschaffen“, freute sich das Stadtoberhaupt mit Blick auf neuere Gewerbeansiedlungen im Industriepark Inntal, wie einen Internethändler.

Telekom hat auch eigenwirtschaftlich investiert

Georg Selberdinger, der den Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur seitens des Netzbetreibers betreut hatte, wies darauf hin, dass auch die Telekom darüber hinaus noch eigenwirtschaftliche Investitionen getätigt habe, um die Breitbandversorgung in der Stadt flächendeckend sicherzustellen. So habe man beispielsweise bei einem von den Fördermaßnahmen nicht berücksichtigten Gebiet in der Siedlung in Eigenregie nachgebessert.

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Damit sollen in Töging nun bis zu 250 Mbit im Download und 40 Mbit im Upload möglich sein. Je nach Entfernung zu den neu installierten Verteilerkästen könnten mitunter aber auch nur 100 Mbit realisiert werden, betonte der Techniker.

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Neuartige Glasfaseranschlüsse sind zwar dank der inzwischen installierten Technik auch direkt möglich. Das wäre offenbar sogar effizienter, denn „jeder dieser grauen Kästen braucht etwa so viel Strom, wie ein Einfamilienhaus“, erklärte Windhorst am Rande. Schließlich werden dort die Lichtsignale wieder in Stromsignale für die Kupferkabel umgewandelt. Problem ist aber auch, dass es noch kaum Glasfaser in Töging gibt.

Bauamt hat bereits Gigabit im Fokus

Bauamtsleiterin Michaela Dietzinger soll künftig die Umsetzung der „Gigabit-Richtlinie“ koordinieren, über die der Freistaat Anschlussinhaber unterstützt, deren Privatanschluss 30 Mbit, respektive deren gewerblicher Anschluss 100 Mbit noch nicht erreicht. „Da kann man jetzt wieder Fördermittel beantragen“, erklärte die städtische Angestellte.

Anrufe von Älteren, die gar kein Internet haben

Dass die Stadtverwaltung bei der Sache aber auch andere Interessen zu Bedenken hat, erklärte Windhorst folgendermaßen: „Wir bekommen immer wieder Anrufe von älteren Mitbürgern, die gar kein Internet haben.“

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Erst kürzlich hätte die Stadt Töging zur Markterkundung alle Haushalte angeschrieben, um zu erfahren, wo Glasfaser benötigt wird. Solche Anrufe stehen für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Töginger. Daher soll die Belastung durch den Ausbau für die Allgemeinbevölkerung möglichst gering gehalten werden.

Glasfaser nur unter Gehsteigen, nicht aber unter Fahrbahnen

Neue Glasfaserkabel sollen nur unter Gehsteigen verlegt werden, nicht aber unter den Fahrbahnen. Denn klar ist, dass für das Verlegen ein Bagger anrollen muss, an dessen Kosten letztlich auch der Anschlussinhaber beteiligt wird, wie Erhard Finger von der Telekom erklärte. Der Regionalmanager der Telekom freute sich aktuell über 44 neuartige Glasfaseranschlüsse im Stadtgebiet.

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