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ZKVS-Jahreshauptversammlung lief diesmal rund

Töging blitzt bald für 200 bayerische Kommunen: 6 Millionen Euro Umsatz und 100 Mitarbeiter

Die Töginger Behörde blitzt für andere Kommunen im Auftrag.
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Raser und Falschparker müssen seit 9. November an tiefer in die Tasche greifen.
  • VonRoland Kroiss
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Der Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern (ZKVS) - die „Blitzer- und Strafzettel-Behörde“ - ist in Töging ein wichtiger Arbeitgeber. Nachdem es in den vergangenen Jahren Diskussionen um Verluste gab, ist der Haushalt der Behörde mittlerweile ausgeglichen. Der Zweckverband-Vorsitzende Dr. Tobias Windhorst freut, sich, dass eine Schallmauer durchbrochen wurde. Bald werden über 200 Kommunen „bedient“.

Töging - Besonders beliebt dürfte die wichtige Töginger Behörde bei den Autofahrerinnen und Autofahrern in Südostbayern nicht sein: Denn hier blitzen 100 Mitarbeiter für bald 200 Kommunen in Oberbayern und Niederbayern. Noch dazu sind die Bußgelder für Rasen erhöht worden. „Doch wir tun damit vielen Bürgern einen wertvollen Dienst, damit in Wohngebieten und vor Schulen nicht gerast wird“, verspricht der Zweckverband-Vorsitzende Dr. Tobias Windhorst.

Am Donnerstag (18. November) wurde Bilanz gezogen. Der Töginger Bürgermeister Windhorst freut sich über eine „reibungslose Jahreshauptversammlung, bei der alle Beschlüsse einstimmig getroffen wurden. Nach zwei Stunden waren wir fertig“. Das war früher ganz anders. Da krachte es oft richtig, vor allem, weil jahrelang die Finanzlage schief war.

Tögings Bürgermeister Tobias Windhorst (CSU) wurde 2020 zum Vorsitzenden des Zweckverbands gewählt.

Mittlerweile ist der „Haushalt der Behörde ausgeglichen“, so Windhorst. Beinahe sechs Millionen Euro Umsatz meldet der Zweckverband für das Geschäftsjahr 2020/21. Über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind über die Körperschaft des öffentlichen Rechts im öffentlichen Dienst beschäftigt. Tendenz steigend. Die „Blitzer- und Knöllchen-Behörde“ ist ein wichtiger Arbeitgeber im Landkreis Altötting.

Horrorbilanz für Töginger Zweckverband ein Erfolg

Über 300.000 (!) registrierte Verstöße durch Rasen und Falschparken - eigentliche eine Horrorbilanz, doch für den Zweckverband ein Erfolg. „120 Euro pro Stunde kostet die Geschwindigkeitskontrolle per Radarfalle für eine Kommune“, erklärt Windhorst. Die Bußgelder fließen in die Kasse der Städte und Gemeinden zurück.

Das bedeutet eine Zusatzeinnahme, die alle Ausgaben für die Buchung der Dienstleistung übersteigt. Die Einnahmen werden 2021/22 sogar steigen, weil - zum Schreck aller Autofahrer - die Bußgelder angehoben wurden. Keine Frage: Den Rasern soll das Leben schwer gemacht werden.

Immer mehr bayerische Kommunen nutzen die ZKVS-Dienstleistung

„Dass wir jetzt die Schallmauer von 200 Kommunen in Südostbayern geknackt haben, ist für die Behörde ein toller Erfolg“, so Windhorst. Das bestätigt die Entscheidung, dass sich vor mehr als zehn Jahren mehrere Gemeinden zusammen geschlossen hatten, um die Verkehrsüberwachung im fließenden Verkehr (Blitzen) und im ruhenden Verkehr (Falschparken) zentral zu organisieren. Jetzt kann die Dienstleistung bequem in Töging „eingekauft“ werden. Windhorst: „Allein der Kauf einer modernen Radarfalle würde eine Kommune ein Vermögen kosten. All das trägt der Zweckverband zentral für alle.“

Bußgelder für Rasen seit 9. November deutlich erhöht

Seit 9. November gelten erhöhte Bußgelder in Deutschland: Bei Regelverstößen im Straßenverkehr drohen höhere Strafen. Wer beispielsweise in geschlossenen Ortschaften 16 bis 20 Kilometer pro Stunde (km/h) zu schnell fährt und geblitzt wird, der zahlt statt 35 bald 70 Euro. Die Verwarnungsgelder für diese Art der Überschreitungen wurde mit dem neuen Bußgeldkatalog verdoppelt.

Schlimme Raser trifft es hart: Wer etwa mit 91 km/h statt der erlaubten 50 km/h in der Stadt fährt, zahlt jetzt mindestens 400 statt bisher 200 Euro. Laut ADAC bleibt bei „Fahrverbotsgrenzen alles unverändert. Bei 31 km/h zu viel droht Autofahrern innerorts und bei 41 km/h außerorts - oder wenn sie wiederholt mehr als 25 km/h zu schnell - sind der vorübergehende Führerscheinentzug.

rk

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