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Video von Gutachter-Test aufgetaucht

Tödlicher Unfall in Mühldorf: Ermittlungen laufen weiter in Richtung illegales Rennen

  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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  • Josef Enzinger
    Josef Enzinger
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Tiefe Trauer und Bestürzung herrschen in Mühldorf, seit ein Fußgänger am 5. Februar bei einem Zusammenprall mit einem Auto ums Leben kam. War es ein illegales Autorennen, das den 16-Jährigen des Leben kostete? Die Polizei verfolgt diesen Ermittlungsansatz weiter, wie ein Video belegt.

Update 15. Juni

Gutachter testet die Leistungsfähigkeit des Unfallautos

Mühldorf – Die Ermittlungen nach dem Tod eines 16-Jährigen an der Innkanalbrücke in Mühldorf-Nord sind noch immer nicht abgeschlossen. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Traunstein auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Nach seinen Angaben wartet die Behörde auf die Ergebnisse zweier Gutachten, eines unfallanalytischen und eines rechtsmedizinischen. „Wir arbeiten mit Hochdruck, müssen den Sachverhalt aber genau prüfen“, sagte Björn Pfeiffer. Weitere Details zu den Ermittlungen nannte er nicht.

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Das tat auch nicht Gutachter Frank Schmiedinger, der auf dem Mößlinger Flugplatz Testfahrten mit den beteiligten Autos unternahm. Eine kurze Videosequenz davon liegt unserer Zeitung vor. Sie zeigt, wie der Unfallwagen, ein VW Golf, auf der Start- und Landebahn offenbar zu Testzwecken stark beschleunigt wird.

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Tödlicher Unfall in Mühldorf: Polizei ermittelt wegen eines illegalen Autorennens

In den Abendstunden des 5. Februar hatte der 21-jährige Fahrer des Golfs am Fußgängerüberweg des Innkanalstegs und der Nordtangente in Mühldorf einen 16-Jährigen angefahren und tödlich verletzt. Knapp eine Woche später äußerte die Polizei den Verdacht, dass sich der Unfallfahrer ein illegales Autorennen mit einem weiteren 21-Jährigen geliefert hatte. hon

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Die ursprüngliche Meldung vom 7. Februar

Mühldorf – Wie die Polizei mitteilt, wollte der Jugendliche gegen 19.35 Uhr an der Fußgängerampel Höhe Nordfriedhof und Europastraße die Nordtangente in Richtung Norden überqueren. Auf der Straße wurde er von dem VW Golf eines 21-Jährigen angefahren, der in östlicher Richtung unterwegs war.

Viele Grablichter mit persönlichen Botschaften und Blumengebinde wurden am Wochenende am Unfallort abgelegt.

Der 16-Jährige, der mit seiner Familie nur wenige hundert Meter von der Unfallstelle entfernt wohnte, wurde durch den Aufprall so schwer verletzt, dass er noch vor Ort seinen schweren Verletzungen erlag. Der Fahrzeuglenker blieb unverletzt, die Polizei beziffert den Sachschaden auf rund 10 000 Euro. Die Nordtangente musste mehrere Stunden lang in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden. Die Feuerwehr Mühldorf war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort und unterstützte tatkräftig und professionell bei Verkehrsregelung, Bergung und Unfallaufnahme.

Auf Höhe der Kfz-Zulassungsstelle des Landratsamtes Mühldorf kam der VW Golf zum Stehen. Für den 16-jährigen Fußgänger kam jede Hilfe zu spät.

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Jugendlicher war nicht alleine unterwegs

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Gestern bestätigte die Polizei auf Nachfrage, dass der tödlich verunglückte Jugendliche nicht alleine unterwegs gewesen sei und einen Begleiter hatte. Das Kriseninterventionsteam sei an der Unfallstelle gewesen, um die beteiligten Personen zu betreuen und die Angehörigen über den Todesfall zu informieren.

Zeugenbefragungen stehen noch aus

Um aber den genauen Unfallhergang zu ermitteln, würden auch noch Zeugen befragt, die vor dem Unfall sowohl den Autofahrer als auch die Fußgänger gesehen hatten. Diese Vernehmungen werden im Laufe der Woche erfolgen und ausgewertet. „Inwiefern die Zeugenaussagen verwertbar sind, wird sich erst bei den Vernehmungen herausstellen“, hält sich die Polizei in Mühldorf mit weiteren Aussagen zum Unfallhergang zurück. Die Staatsanwaltschaft habe ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben, um unter anderem zu klären, wie die Ampel zum Unfallzeitpunkt geschaltet war. Hinweise, dass die Anlage defekt war, gibt es derzeit nicht.

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Eigentlich kein Unfallschwerpunkt

Als Unfallschwerpunkt ist diese Stelle an der Nordtangente, an der Tempo 50 gilt, nicht bekannt. Allerdings wurden in der Vergangenheit an der gut ausgebauten Ortseinfahrt nach Mühldorf regelmäßig Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.

Kerze, Blumen und persönliche Worte für den Toten

Am Wochenende kamen viele Menschen zum Unglücksort, um dem Verstorbenen zu gedenken. Sie verharrten im stillen Gebet am Innkanalsteg und legten in Erinnerung an den 16-Jährigen Blumen und Bilder ab. Viele Grablichter stehen am Geländer, teilweise versehen mit persönlichen Worten. „Fly high Angel!“ ist zu lesen, „Rest in Peace“ und „Ich wünsche so sehr, dass es Dir gut geht!“

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