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AUS DEM BAU- UND UMWELTAUSSCHUSS

Tempo 30 vor Ampfinger Kindergarten

Der Ampfinger Kindergarten in der Zangberger Straße soll bald in einer Tempo-30-Zone liegen. kob
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Der Ampfinger Kindergarten in der Zangberger Straße soll bald in einer Tempo-30-Zone liegen. kob

Es wird drei neue Tempo-30-Zonen in Ampfing geben. Das hat der Bau- und Umweltausschuss entschieden. Vor dem Kindergarten, vor der Grundschule und vor dem Kinderspielplatz in der Further Straße wird das erlaubte Tempo reduziert. Anlass war ein Antrag auf Tempo 30 an anderer Stelle gewesen. In der St. Martin Straße werden nach dem Willen des Gremiums bald Messungen durchgeführt.

Ampfing – Das Gremium war zu einem Ortstermin am Spielplatz in Wimpasing zusammengekommen, um einen Antrag auf Tempo 30 in der Herzog-Heinrich-Straße zu beraten. Diese Straße führt auf die Further Straße, an der im vergangenen Jahr ein neuer Spielplatz eröffnet hat. Eine Parallelstraße zur Herzog-Heinrich-Straße, die Kaiser-Ludwig-Straße, war ebenfalls für eine Geschwindigkeitsreduktion im Gespräch.

Bürgermeister Ottmar Wimmer teilte zunächst mit, die Polizei halte in diesem Bereich eine Tempo-30-Zone ab dem Ortseingangsschild in der Further Straße für sinnvoll. Wimmer hielt dies auch persönlich für eine gute Idee: „Hier liegt ja ein Eingang zum Spielplatz, und da können auch Kinder rausgelaufen kommen.“ Er sei jedoch skeptisch, ob Querstraßen der Further Straße ebenfalls eine solche Geschwindigkeitsbeschränkung benötigten. Ein Argument, das er anführte, ist die Tatsache, dass in den beiden Querstraßen rechts vor links gelte, was vernünftige Autofahrer ohnehin dazu bringe, langsamer zu fahren.

Wimmer macht sich jedoch besonders aus einem weiteren Grund dafür stark, lediglich die Further Straße für eine geringere Geschwindigkeit in Betracht zu ziehen: Einzelne Straßen mit Tempo 30 zu bedenken, berge die Gefahr, dass immer mehr Anwohner auch für ihre Straße eine derartige Regelung wollten. Dann falle eine Abgrenzung schwer. Seiner Meinung nach seien 80 Prozent der Schnellfahrer selbst Anwohner. „Ich meine, wir sind nicht schlecht beraten, uns auf Straßen vor öffentlichen Einrichtungen zu beschränken.“

Die beiden Gemeinderäte der Grünen, Andrea Weiner und Rainer Stöger, regten an, darüber nachzudenken, im ganzen Ort Tempo 30 einzuführen. Hier gebe es Pilotversuche in anderen Kommunen, sagte Stöger. Er sei ein Freund dieser Regelung für Wohngebiete. Hauptverkehrswege könnten ausgenommen werden. Den gesamten Ort zu einer 30er-Zone zu machen, sei auch seiner Meinung nach verfrüht. Bürgermeister Ottmar Wimmer sagte, dies gehe ihm zu weit. Andrea Weiner fragte, ob es möglich sei, vor der Grundschule das erlaubte Tempo auf 30 Stundenkilometer zu drosseln. Wimmer bejahte dies.

Helga Kaiser (SPD) regte an, in diesem Zuge auch den Kindergarten in der Zangberger Straße mit Tempo 30 zu einem temporeduzierten Bereich zu machen. Sie äußerte jedoch Bedenken, ob dies dort, auf einer Staatsstraße, rechtlich möglich sei. Bürgermeister Wimmer erklärte, dies sei mittlerweile eine Option. Helga Kaiser stellte im Gremium auch die Frage, ob die Kinderkrippe in der Jahnstraße ebenfalls zu einer 30er-Zone erklärt werden solle.

Ottmar Wimmer plädierte dafür, an dieser Stelle auf eine Regelung zu verzichten. Es handele sich hier um keine Durchgangsstraße, quasi um eine Sackgasse, die nur wenige Anwohner und ansonsten hauptsächlich Eltern der Krippenkinder befahren.

Schließlich einigte sich das Gremium darauf, in folgenden Straßen das Tempo auf 30 Stundenkilometer zu drosseln: In der Further Straße, ab dem Ortseingangsschild bis zur Münchner Straße. Hier fiel das Votum der Ausschussmitglieder einstimmig. Einig war sich das Gremium auch in Bezug auf die Grundschule: Von der Ecke Schulstraße/Sankt-Christopherus Straße bis zur Einmündung der Sankt-Notburga-Straße in die Sankt-Christopherus-Straße wird es in Zukunft heißen: runter vom Gas.

Für die Regelung in der Zangberger Straße, ab der Fußgängerampel zwischen dem Schreibwarengeschäft und der Bäckerei bis zur Einmündung der Isenstraße auf Tempo 30 zu reduzieren hingegen gab es eine Gegenstimme.

Einen weiteren Antrag auf Errichtung einer Tempo-30-Zone in der Sankt-Martin-Straße beschied der Bau- und Umweltausschuss negativ. Bürgermeister Ottmar Wimmer wies daraufhin, dass hier bereits Tempo 30 gelte. Allerdings wird hier ein elektronisches Schild aufgestellt werden, das Autofahrern anzeigt, wie schnell sie unterwegs sind und gleichzeitig für Auswertungen aufzeichnet.

Im Ausschuss wurde ein Antrag gestellt, entsprechende Messungen auch vor der Schule und dem Kindergarten durchzuführen.

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