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Teilen hilft heilen

Mühldorf. – Die Selbsthilfegruppe der bayerischen Krebsgesellschaft feierte ihren 35.

Geburtstag. Günther Knoblauch und Bürgermeisterin Marianne Zollner hoben die Bedeutung der Gruppe heraus. Besonders der Austausch untereinander sei sehr wichtig. Ein gemeinsamer Gottesdienst mit Pfarrer Georg Reichl aus Ampfing rundete die Feierlichkeiten ab.

Entstanden ist die Krebsselbsthilfegruppe vor 35 Jahren durch Brustkrebspatientinnen, die mit ihren Problemen alleine dastanden. So fand sich die Gruppe um Leiterin Helga Ziche und ihrer Vertreterin Waltraud Winklharrer zusammen. Die Frauen mochten damals ihre Probleme nicht in die Familien hineintragen und suchten jemanden zum Reden. In der Gruppe wurde besprochen, worüber zu Hause nicht geredet werden konnte. „Wenn man bei Ausbruch der Krankheit erst einmal in ein Loch fällt, dann ist die Gruppe sehr wichtig“, sagt Helga Ziche, Leiterin der Gruppe. „Man sieht, dass andere seit Jahren damit leben und dass es ihnen gut geht.“ In der Gruppe könne man mit Betroffenen reden, die ganz anders darauf reagieren, als jemand, der die Krankheit nicht selber kennt. Bei Wiederausbruch werde sich umeinander gekümmert. „Und die Erfahrungen der anderen helfen.“ Aber es werde eben nicht nur über Probleme geredet. „Es ist auch viel Lachen dabei.“

Die Gruppe trifft sich jeden ersten Dienstag im Monat im Pfarrheim von St.  Pius. Im Stuhlkreis trägt zunächst jeder bei, was er möchte. Anschließend werde gemeinsam Kaffee getrunken, bei dem man sich austauschen kann. Die beiden Selbsthilfegruppen in Mühldorf und in Schwind egg gehören zur bayerischen Krebsgesellschaft und sind bezuschusst von ZBFS (Zentrum Bayern Familie und Soziales) sowie dem runden Tisch der Krankenkassen. Außer den regelmäßigen Treffen unternehmen die Gruppen Klinikbesichtigungen, aber auch Busausflüge, Wandertage und Bastelkreise. An allen Aktivitäten können auch die Angehörigen teilnehmen. Zuletzt war die Mühldorfer Gruppe im Haus der Berge in Berchtesgaden unterwegs und besichtigte die Blumenhof-Klinik in Bad Feilnbach. Doch das wichtigste ist: „Wir haben eine gute Gemeinschaft“, sagt Helga Ziche. sn

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