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Ein Techniker für zwei Gemeinden

Franz Stoiber,der neue Leiter des gemeinsamen Technischen Bauamtes in seinem Büro in Buchbach. hsc
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Franz Stoiber,der neue Leiter des gemeinsamen Technischen Bauamtes in seinem Büro in Buchbach. hsc

Es ist ein Gewinn für beide Gemeinden: das gemeinsame Technische Bauamt (gTB). Darin sind sich auch beide Bürgermeister einig. Es ist ein Beispiel für funktionierende interkommunale Zusammenarbeit.

Buchbach/Schwindegg – Die interkommunale Zusammenarbeit, sprich die Zusammenarbeit von Gemeinden, wird immer mehr propagiert. Ein gelungenes Beispiel ist das gemeinsame Technische Bauamt der Gemeinden Buchbach und Schwindegg. Darin sind sich die Bürgermeister Thomas Einwang aus Buchbach und Dr. Karl Dürner aus Schwind egg einig. „Es ist ein Gewinn für die Gemeinde“, sagt Einwang und auch Dürner ist „zufrieden mit dem Ergebnis dieser Kooperation“.

Angeschoben wurde diese Kooperation von der Marktgemeinde Buchbach. „Wir haben bei uns in der Verwaltung mit Konrad Folger einen ausgewiesenen Fachmann in Sachen Bauverwaltung, Baurecht und Bauausschreibungen“, sagt Bürgermeister Einwang. Was Buchbach fehlte, sei ein ausgewiesener Techniker. Ein Gespräch mit der Gemeinde Schwindegg habe ergeben, dass auch hier Bedarf besteht. Deshalb habe man die „Bayerische Akademie für Verwaltungs-Management“ gebeten, ein passendes Konzept dazu auszuarbeiten. 2014 haben beide Gemeinden, nachdem die Gemeinderäte grünes Licht dazu gegeben haben, eine Absichtserklärung unterschrieben und 2016 wurde Josef Grundner aus Ampfing eingestellt.

Laut Stellenbeschreibung übernimmt er „Aufgaben der Planung, Ausschreibung, Bauleitung und Überwachung kleinerer Baumaßnahmen sowie die Koordinierung beider Bauhöfe hinsichtlich Personaleinsatz, Abstimmung der Ausstattung mit Geräten und Fahrzeugen sowie deren Beschaffung“. Zudem tritt er bei größeren Baumaßnahmen gegenüber Architekten, Ingenieuren, Planern und Auftragnehmern als Vertreter der beiden Gemeinden auf. „Er ist also eine Art Bauaufsicht“, bringt es Buchbachs Bürgermeister Einwang auf den Punkt.

Zwei Jahre hat Grundner diese Aufgabe wahrgenommen. „Das hat gut funktioniert, es war ein Gewinn für beide Gemeinden“, sagt Einwang und wird hier von Dr. Karl Dürner bestätigt. Dabei habe man „erst gemerkt, was er alles gemacht hat, als er Knall auf Fall weg war“, meint Einwang. Zur Erinnerung: Grundner wurde nach dem überraschenden Ausstieg von Ottmar Wimmer im Oktober 2018 zum Bürgermeister der Gemeinde Ampfing gewählt.

Doch es hatte sich offensichtlich bereits herumgesprochen, dass dieser Job im gemeinsamen Technischen Bauamt ziemlich attraktiv ist. Einwang erinnert sich, dass bereits kurz nach der Ankündigung Grundners, Bürgermeisterkandidat der CSU in Ampfing zu werden, die ersten Bewerbungen für seine Nachfolge im Technischen Bauamt auf den Tisch geflattert sind.

Seit Jahresbeginn hat Franz Stoiber diese Aufgabe übernommen. Der 53-Jährige ist Zimmerermeister und staatlich geprüfter Bautechniker. Er wohnt mit seiner Familie in Ranetsham in der Nähe von Buchbach. Damit kennt er die Gegend aus dem Effeff. „Wenn ich in die Arbeit fahre, sehe ich oft schon die ersten Dinge, die zu erledigen sind“, so Stoiber. Bevor er die Aufgabe im Technischen Bauamt übernahm, war Stoiber bei einer Firma in Wasserburg tätig. Daher ist er froh, dass er jetzt vor Ort arbeiten kann. Seine ersten Eindrücke: Es macht viel Spaß und ist eine neue Herausforderung. Auch der Wechsel zwischen den Gemeinden klappe ganz gut. Er hat in beiden Rathäusern ein Büro; auch aus datenschutzrechtlichen Gründen. Allerdings muss er sich erst daran gewöhnen, dass bei einer Entscheidung noch ein Verwaltungsschritt dazwischen ist und er erst grünes Licht vom Gemeinderat und dem Bürgermeister abwarten muss.

Derzeit ist er mit Unterhaltsarbeiten am Rathaus beschäftigt und arbeitet an einer Bestandsaufnahme des Straßennetzes. Über kurz oder lang werden beide Gemeinden durch diese Position die Schaffung eines gemeinsamen Bauhofs anstreben. Dadurch können die Arbeiten wirtschaftlicher durchgeführt werden, sind beide Bürgermeister überzeugt. Zudem sei ein sinnvollerer Umgang mit Maschinen und Material möglich. Die Zusammenlegung der Bauhöfe wird bereits geplant. Bürgermeister Thomas Einwang sagt, dass an einem passenden Konzept gearbeitet werde. Er möchte gerne im ersten Quartal die Sache in den beiden Gemeinderäten besprochen wissen.

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