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Taufkirchen trauert um 21-jährigen Lukas Hüller

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  • VonMarianne Fill
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Der Erdenweg eines lebensbejahenden, jungen Menschen endete viel zu früh.

Taufkirchen - Der 21-Jährige Lukas Hüller ist am Ziel seines Lebens angekommen, gegen die 2 Jahre andauernde Krebskrankheit gab es keine Heilung mehr. Unfassbar für alle die ihn und seine Familie kannten, gibt es nur die eine Frage: Warum. So war es verständlich, dass sowohl bei der Trauerandacht und beim Sterbegottesdienst eine unüberschaubare Anzahl von Trauernden sich am Friedhof einfanden, um mit ihm den letzten Weg zu gehen. Beim Requiem erinnerte sein Vater Franz an das Leben vom Lukas mit sehr ergreifenden Worten.

Die Lebensgeschichte begann am 10.Oktober 1999. In der Obhut seiner Eltern Franz und Ottilie und den drei Geschwistern Klaus, Andy und Cornelia durfte er als Jüngster eine wohlbehütete Kindheit genießen. Lukas, so sein Vater, war Zeit seines kurzen Lebens ein sehr ausgeglichener, ruhiger Mensch, ganz nach dem Motto „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“. Im Jahr 2001 übersiedelte die Familie Hüller von Niederndorf nach Weiß ins neue Eigenheim. Er lebte sich schnell hier ein und besuchte den Kindergarten in Taufkirchen, Grundschule in Oberneukirchen und Taufkirchen. Fußball, Jungschützen und Jugendfeuerwehr gehörten zu seiner Freizeit. Besonders der Fußball war immer seine große Leidenschaft. In der Realschule war er immer Klassenbester und so kam es auch, dass er bei seinem ersten Bewerbungsgespräch gleich eine Ausbildungszusage der Fa. Netzsch bekommen hat und nach der Ausbildung gleich als operativer Einkäufer ins Angestelltenverhältnis übernommen wurde. Bereits in dieser Zeit musste er drei Mal eine schwere Brustkorb-Operation über sich ergehen lassen. Sein Schicksal wollte es wohl so, als er gerade an dem Tag im Oktober 2019 als bester Industriekaufmanns - Azubi der IWG geehrt werden sollte, er sich ins Klinikum Münchn rechts der Isar begeben musste, da eine sehr gefährliche Sarkom-Krebs-Behandlung im Bereich der Nasen- und Kiefernhöhle festgestellt wurde.

Es begann ein schwerer und langer Kampf gegen den Krebs, wobei Lukas stets zu 100 % überzeugt war, dass er diesen Kampf gewinnen wird. Am Ende der vielen Chemo- und Strahlentherapien sah es -nach monatelangem, ständigen Auf und Ab- im Spätherbst 2020 sehr gut für Lukas aus. Doch im Januar 2021 wurde wieder ein Tumor im Bereich der Nasenhöhle festgestellt, und es war schnell klar,dass es nur wenige Chancen geben würde. Auch eine Kohlenstoff-Ionen-Bestrahlung an der Uni in Heidelberg konnte ihn nicht mehr retten. In den letzten Lebensmonaten seines schweren Leidens war für Lukas neben seiner Familie, die enge Beziehung zu seiner Freundin Detty das Schönste. Im Lichtschein seiner Taufkerze ist Lukas zuhause gegangen, ohne dass er jemals geklagt oder mit dem Schicksal gehadert hätte.

Er hinterlässt bei seiner Familie, seiner Freundin, seinen Arbeitskollegen und Freuden eine große und schmerzende Lücke. Am offenen Grab verabschiedeten sich, begleitet von einer Bläsergruppe mit Nachrufen die Fa. Netzsch und der TSV. Da er in den Monaten seiner Krankheit teils erblindete, war einer seiner letzten Wünsche, statt Blumen für die Christophel-Blindenmission zu spenden, die sich besonders für Augenoperationen in Afrika einsetzt. Als letzte Ruhestätte wählte seine Familie eine Grabstelle mit Blickrichtung Weiß und seinem Elternhaus aus. Seine Krankheit und sein Sterben akzeptierte er mit den Worten: „Ich werd halt für etwas anderes bestimmt sein“.

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