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SPEDITION WIRD NICHT VERLAGERT

Statt Laster: An der A94 bei Obertaufkirchen kommt Amazon-Verteilzentrum

Das Sondergebiet Logistik (orange) hat die Gemeinde Obertaufkirchen extra ausgewiesen, um der Firma Greilmeier aus Schwindegg eine Verlagerung ihres Betriebes in Richtung Autobahn zu ermöglichen. Jetzt soll auf dem Areal ein Amazon-Verteilzentrum entstehen. Gemeinde Obertaufkirchen
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Das Sondergebiet Logistik (orange) hat die Gemeinde Obertaufkirchen extra ausgewiesen, um der Firma Greilmeier aus Schwindegg eine Verlagerung ihres Betriebes in Richtung Autobahn zu ermöglichen. Jetzt soll auf dem Areal ein Amazon-Verteilzentrum entstehen. Gemeinde Obertaufkirchen
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Viele Kleintransporter werden möglicherweise in Zukunft von Obertaufkirchen aus für den amerikanischen Onlineversandhändler „Amazon“ ausschwärmen. Auf dem Grundstück, das von dem Schwindegger Speditionsunternehmen Greilmeier unmittelbar an der A94 gekauft wurde, soll ein Verteilzentrum entstehen.

Obertaufkirchen – Viele Kleintransporter werden möglicherweise in Zukunft von Obertaufkirchen aus für den amerikanischen Onlineversandhändler „Amazon“ausschwärmen, um große und kleine Pakete in einem Umkreis von rund 40 Kilometern zuzustellen. Auf dem Grundstück, das von dem Schwindegger Speditionsunternehmen Greilmeier unmittelbar an der A 94 bei Obertaufkirchen gekauft wurde, soll ein Amazon-Verteilzentrum entstehen.

Eigentlich hatte die Firma Greilmeier das Grundstück gekauft, um die Spedition von Schwindegg dorthin zu verlagern und die Nähe zur Autobahn für schnellere Lieferketten zu nützen. Doch im Lauf der Zeit hat sich etwas anderes ergeben, sagt Sebastian Greilmeier.

Alles andere als begeistert

Deshalb ist man im Obertaufkirchen alles andere als begeistert über diese Entwicklung. „Wir haben uns bereits mehrfach intensiv mit diesem Vorhaben befasst und es herrscht große Einigkeit im Gemeinderat, dass wir sehr, sehr große Bedenken haben“, beschreibt es Bürgermeister Franz Ehgartner.

Allerdings muss er auch einräumen, dass die Gemeinde da praktisch keine Möglichkeit hat, die Planung abzulehnen, da ein Amazon-Verteilzentrum von den Abmessungen kleiner ist, als das ursprünglich geplante Vorhaben der Firma Greilmeier. Damit entspricht das Vorhaben den Vorgaben des Bebauungsplanes. Jetzt schaut es so aus, dass durch Obertaufkirchen zukünftig sowohl die Lastwagen der Firma Greilmeier fahren, um zur Autobahn zu kommen, als auch die Zustellfahrzeuge des Amazon-Verteilzentrums.

Dabei hatte die Gemeinde Obertaufkirchen im Jahr 2017 extra einen Bebauungsplan auf den Weg gebracht, um der Spedition Greilmeier die Verlagerung zu ermöglichen.

Von einer Win-Win-Situation war da die Rede: Das Unternehmen kann sich an seinen bisherigen Standorten nicht weiterentwickeln und sieht Konflikte vorprogrammiert. „Die Gemeinde Obertaufkirchen hat durch den neuen Standort den Vorteil, dass die Lastwagen, die fast ausschließlich auf die Autobahn fahren müssen, nicht erst durch die Gemeinde fahren müssen“, wurde 2017 argumentiert.

Die Gemeinde hatte sich auch den Segen der Regierung von Oberbayern geben lassen, da das Vorhaben laut Landesentwicklungsplan eigentlich dem sogenannten Anbindegebot widersprach. Doch die Gemeinde hatte die Auskunft der Regierung von Oberbayern, dass „die Planung für ein Logistikzentrum nördlich der zukünftigen Anschlussstelle der A 94 den Erfordernissen der Raumordnung nicht entgegensteht“.

Gute Nachricht für Schwindegg

Das ist jetzt allerdings Schnee von gestern. Sebastian Greilmeier bestätigt, dass „sie die Möglichkeit prüfen“, auf dem Areal für die Firma Amazon ein Verteilzentrum zu bauen.

Für Schwindeggs Bürgermeister Roland Kamhuber ist die Nachricht, dass die Firma Greilmeier als „großer Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler“ weiter in Schwindegg bleiben wird „eine erfreuliche Nachricht“. Er habe sich sowieso schon gewundert, dass auf dem Grundstück an der Autobahn noch nicht mit dem Bau begonnen wurde.

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