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HÄUSLICHE VERSORGUNG VON PFLEGEBEDÜRFTIGEN

Mühldorf am Inn: Startschuss für die VdK – Pflegestudie über pflegende Angehörige

Andrea Glatzhoefer ist jeden Tag für ihre Mutter Gudrun Dan da. Die 86-Jährige ist dankbar, dass sie umsorgt wird.
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Andrea Glatzhoefer ist jeden Tag für ihre Mutter Gudrun Dan da. Die 86-Jährige ist dankbar, dass sie umsorgt wird.
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
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Die Situation von pflegenden Angehörigen soll besser untersucht und dargestellt werden. Der VdK-Landesverband Bayern führt dazu eine drei verschiedene Fragebögen zusmmen mit der Hochschule Osnabrück entwickelt. Die häusliche Pflege soll noch gezielter entlastet und verbessert werden,

Mühldorf– Bislang ist die Situation Pflegender Angehöriger und generell die häusliche Versorgung von Pflegebedürftigen kaum erforscht. Das wird der Sozialverband VdK jetzt ändern. Deshalb führt der VdK mit Unterstützung der VdK-Landesverbände und allen Kreisverbänden seit 1. April bis zum 9. Mai die größte Umfrage durch, die je zu diesem Thema gemacht wurde. Wissenschaftlicher Projektpartner ist die Hochschule Osnabrück mit Studienleiter Professor Andreas Büscher.

3,3 Millionen werden zu Hause gepflegt

„Der Sozialverband VdK ist im Laufe der letzten Jahre zum wichtigsten politischen Fürsprecher für die Interessen von Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen geworden. Doch obwohl 3,3 Millionen Menschen zu Hause gepflegt werden, fehlt es an Daten zu den Bedürfnissen der betroffenen Haushalte“, erklärte Mühldorfs VdK-Kreisvorsitzender Reinhard Zuck. Deswegen hat sich der VdK entschlossen, eine eigene Pflegestudie unter dem Titel „Zu Hause pflegen – zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ bei der Hochschule Osnabrück zu beauftragen.

Lesen Sie auch: Wenn „Hausfrau“ auf dem Wahlschein stehen darf – warum nicht auch „pflegende Angehörige“?

„Der größte Schatz, den wir der Wissenschaft zur Verfügung stellen können, sind die Erfahrungen unserer mehr als zwei Millionen VdK-Mitglieder. Sie repräsentieren einen Querschnitt der Bevölkerung. Deshalb freuen wir uns, wenn viele von ihnen ihre Erfahrungen mit uns teilen“, so VdK-Präsidentin Verena Bentele. Mit den Umfrageergebnissen lassen sich die pflegepolitischen VdK-Forderungen noch besser untermauern. Zuck appellierte an die Mitglieder: „Nur mit Ihrer Hilfe können wir Licht ins unerforschte Dunkel der häuslichen Pflege bringen. Damit wird es dem VdK möglich, sich noch gezielter für die Interessen der Pflegebedürftigen einzusetzen.“

Betroffene sind gefragt

Pflegewissenschaftler Andreas Büscher und sein Team haben zusammen mit Expertinnen und Experten des VdK drei verschiedene Fragebögen entwickelt. Einer richtet sich an die Pflegebedürftigen selbst, einer an Angehörige, die sich um ein pflegebedürftiges Familienmitglied kümmern, und ein dritter an Menschen, die zwar selbst noch nie mit Pflege in Kontakt gekommen sind, sich aber trotzdem mit dem Thema befassen wollen. „Die Betroffenenperspektive ist mir persönlich sehr wichtig, deshalb haben wir uns für diese Differenzierung entschieden“, betont Reinhard Zuck.

Alle Interessierten können einfach im Internet an der Umfrage teilnehmen (www.vdk.de/pflegestudie) Eine Abfrage von Mitgliedsdaten oder anderer persönlicher Daten erfolgt nicht.

VdK hilft bei den Fragen

Sie möchten dazu beitragen, dass die Pflege zu Hause endlich unter besseren Bedingungen stattfindet? Mit Ihrer Teilnahme können Sie genau das tun. Je mehr Menschen mitmachen, umso besser. Der Fragebogen ist gut verständlich aufbereitet. Die Umfrage ist eine reine Online-Befragung.

Auch Nicht-Mitglieder können gerne an der VdK-Umfrage teilnehmen.

Das Infotelefon VdK-Pflegestudie ist seit 1. April bis zum 30. Mai 2021, Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr, und Mittwoch, 14 bis 17 Uhr, erreichbar: Telefon 0 89/2 11 73 33.

Fakten für die Förderungen

Konkrete VdK-Forderungen für pflegende Angehörige sind die Anhebung des Pflegegeldes, Anerkennung von Familienpflegeanalog zur Kindererziehung in der Rentenversicherung, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sowie ein verbindlicher Anspruch auf Entlastungsangebote wie Kurzzeit- und Tagespflege. „Pflegende Angehörige sind ein echtes Bollwerk. Ohne ihre Fürsorge wäre das Pflegesystem längst zusammengebrochen. Das muss endlich honoriert werden“, fordert Bentele.

Reinhart Zuck, Kreisvorsitzender des VdK-Kreisverbandes Mühldorf-Altötting, bittet seine Mitglieder und auch Nichtmitglieder um zahlreiche Beteiligung an dieser Umfragestudie.

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