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Mit Startnummer 1 auf das Podest

Mit der Startnummer 1 ist Olga Borher bei der Wahl zur Miss Niederbayern gestartet. Am Donnerstag tritt sie zur Miss Bayern an.  Foto  privat
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Mit der Startnummer 1 ist Olga Borher bei der Wahl zur Miss Niederbayern gestartet. Am Donnerstag tritt sie zur Miss Bayern an. Foto privat

Zahntechnikerin und gleichzeitig Miss Niederbayern, für die Tögingerin Olga Borher schließt sich das nicht aus. Am Donnerstag hat sie nun die Chance, mit 26 Jahren Miss Bayern zu werden.

Töging - Dass sie wirklich gewonnen hat, ist für Olga Borher immer noch überraschend. "Eigentlich liegt der Altersdurchschnitt bei Miss Wahlen zwischen 18 und 21", erzählt sie - auch wenn Mädchen und junge Frauen zwischen 16 und 28 zur Wahl zugelassen sind. Mit ihren damals noch 25 Jahren hat sie es dennoch versucht und sich zur Miss-Niederbayern-Wahl angemeldet. Mit Erfolg. Die zierliche junge Frau mit den langen blonden Haaren hat ihre Konkurrenz in beiden Wertungsdurchgängen "Abend und Bademode" stehen lassen.

Als Zahntechnikerin geht die Tögingerin voll in ihrem Beruf auf. "Ich bin so etwas wie eine Zahnfee für Omis", erzählt sie. Sie fertigt in einem Dentallabor in Waldkraiburg Gebisse, hauptsächlich aus Kunststoff. "Ich liebe meinen Beruf, etwas anders zu machen kann ich mir nicht vorstellen." Auch wenn sie als Hobby nebenher modelt und auch im Nespresso-Kalender 2015 zu sehen ist, hauptberuflich sich auf ihr Äußeres zu verlassen, hat sie nie gereizt. "Es macht Spaß, aber das ist nichts auf Dauer. Ich werde auch älter und die Model-Jobs dementsprechend weniger." Für sie sind Shootings ein Ausgleich zum Alltag, mehr aber auch nicht.

Die letzte Miss Wahl, an der Olga Borher teilgenommen hat, liegt mittlerweile ebenfalls fünf Jahre zurück, da wurde sie 2009 zur Miss Waldkraiburg gewählt. "In der Zwischenzeit hatte ich anders zu tun. Wieder an einer Miss Wahl teilzunehmen, dazu hatte ich gar keine Zeit." Beruf und Freizeit haben sie voll ausgelastet. "Ich trainiere auch eine Hip-Hop-Gruppe in Töging und treffe mich viel mit Freunden. Im Sommer fahre ich außerdem Inline oder Fahrrad."

Auch in diesem Jahr hat sie sich sehr spät entschlossen, als Miss Niederbayern zu kandidieren. "Ich habe meine Anmeldung erst kurz vor Schluss abgeschickt, das war total spontan", erinnert sich die Tögingerin. Zwar habe sie schon länger überlegt, da es die letzte Möglichkeit war, vor ihrem 26. Geburtstag noch einmal an einer Miss Wahl teilzunehmen. Dazu durchgerungen hat sie sich aber erst einen Tag vor Ablauf der Frist. Montags war Anmeldeschluss, sonntags bereits die Miss Wahl. Zeit zur Vorbereitung blieb da nicht. "Ich wollte auch eigentlich nur sehen, wie weit ich überhaupt komme. Als ich dann unter den ersten Fünf war, war ich schon total zufrieden", erzählt sie von den letzten Minuten, bevor die Siegerin gekührt wurde.

Sie war die älteste der 23 Teilnehmerinnen und mit ihren 1,63 Metern auch die Kleinste. Weil so viele teilgenommen hatten, bat die Moderatorin fünf Mädchen, unter denen die drei Erstplatzierten waren, nach vorne. "Als sie dann meinen Namen als Siegerin aufgerufen hat, habe ich mich total gefreut. Das war ein schönes Gefühl." Und nicht nur sie freute sich, auch ihre Schwester und zwei Freundinnen, die die Wahl aus der ersten Reihe verfolgt haben, seien nicht zu überhören gewesen.

Ob sie diese Unterstützung am Donnerstag in Nürnberg bei der Wahl zur Miss Bayern auch haben wird, weiß Olga Borher noch nicht. "Es ist ein Wochentag und jeder muss arbeiten. Das geht vor. Ich habe mir extra Urlaub genommen." Ihr Chef hatte nichts dagegen. Mittags muss sie schon da sein, denn bei 36 Teilnehmerinnern werde der Ablauf vorher geprobt. Danach wird geschminkt und frisiert. "Vielleicht schminkt mich meine Schwester wieder, wie bei der letzten Wahl. Die kann das gut. Die Visagisten legen für meinen Geschmack zu viel Make-up auf." Das sei nicht mehr sie und ein Erfolgsrezept für jede Miss Wahl sei, sich selbst wohlzufühlen.

Hinter der Bühne würden alle gut verpflegt. "Viele meinen, wir essen nichts. Das stimmt nicht." Die Teilnehmerinnen würden wahrscheinlich sogar besser verpflegt als die Zuschauer, meint sie schmunzelnd. Ob sie eine Chance hat, weiß Olga Borher nicht. "Das ist immer schwer zu sagen. Ich gehe da ganz locker dran."

Denn eigentlich hatte sie gesagt, dass die Wahl zur Miss Niederbayern ihre letzte Miss Wahl ist. Nach dem Sieg ist sie jedoch sowohl für die Miss Wahl am Donnerstag als auch für die Wahl zur Miss Süddeutschland qualifiziert. "An denen werde ich auf jeden Fall noch teilnehmen." Und dieses Jahr ist es ihre Aufgabe, als Oberbayerin die Region Niederbayern zu repräsentieren. Ihre Schärpe hat sie schon gut verstaut zu Hause. "Mal schauen, was da auf mich zukommt." nk

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