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Peter-Schmidt-Museum besteht Feuertaufe

Silke Aichhorn bietet Hafenkonzert mit Klangzauber in Waldkraiburger Kunstsammlung

Vom interessierten Publikum dicht umringt erklärt Silke Aichhorn ihr Instrument.
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Vom interessierten Publikum dicht umringt erklärt Silke Aichhorn ihr Instrument.
  • Erika Fischer
    VonErika Fischer
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Der „Musiksommer Inn-Salzach“ eröffnete die 47. Saison mit einem Konzert im neu eröffneten Peter-Schmidt-Museum in Waldkraiburg. Hierzu spielte Star-Harfinistin Silke Aichhorn ein Konzert und präsentierte laut Museumsleiter Andreas Seifinger einen Dreiklang aus Musik, Architektur und Landschaft.

Waldkraiburg – Besser hätte man die Veranstaltung nicht überschreiben können, in der Star-Harfinistin Silke Aichhorn beim ersten Konzert im neu eröffneten Museum ihr Können bot. Der Zustrom der Musikliebhaber war groß. Im Rahmen des „Musiksommers Inn-Salzach“ wurde damit die 47. Saison eröffnet.

Künstlerin fasziniert durch brillantes Spiel

Aichhorn ist wohl eine der gefragtesten und vielseitigsten Harfenspielerinnen Europas, mehrfache internationale Preisträgerin und nicht nur durch Fernseh- und Rundfunkaufnahmen bekannt, sondern war bei Festivals mit Orchester in Asien, Australien, Brasilien oder den USA zu hören. Dazu gibt sie Meisterkurse, ist Kultur- und Kreativpilotin der Bundesregierung, Botschafterin der Hospizbewegung und führt die Geschäfte des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ in der Region.

So bot sie den Gästen einen Dreiklang aus Musik, Architektur und Landschaft, wie Museumsleiter Andreas Seifinger in seiner Begrüßung betonte. Von der ersten Minute ihres Auftritts an faszinierte die Künstlerin durch ihr brillantes Spiel. Sie bezog die Zuhörer durch ihre fachkundigen und humorvollen Erklärungen zum Instrument Harfe wie auch zu den Werken der Komponisten von Anfang an mit ein. „Ich habe mich von den Bildern aus dem Themenbereich Tanz und Gesang inspirieren lassen“, verriet sie.

Aichhorn setzt Musikstücke für Harfe um

Dies bewiesen zur Einstimmung Tschaikowskys „Blumenwalzer“ und der ruhige „Nussbaum aus Myrthen“ von Robert Schumann. „Die Landschaft Irlands begeistert mich immer wieder und nicht umsonst haben die Iren die Harfe in ihrem Wappen“, so Aichhorn. Nach drei irischen Volksweisen brachte sie mit ihrem Spiel Rossinis „Lied von der Weide“ zu Gehör, „bei der Desdemona ihr Schicksal zu Füßen des Baums betrauert“, wie sie es formulierte. Bei der „Moldau“ hatte wohl jeder das Gefühl, Smetana habe das Stück speziell für ihre Harfe komponiert.

Jeder darf an der Harfe zupfen

„Jetzt darf jeder mal an dieser Harfe zupfen, aber nur mit gewaschenen Händen“, entließ Aichhorn schmunzelnd in die Pause, wo sie dann auch nicht müde wurde, ihr Instrument zu erklären. Dass sie stets auf der Suche nach neuen Stücken ist, bewies die Künstlerin, als sie in eine norwegische Komposition per Handy den Gesang einer Amsel integrierte.

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Mit Francisco Tarrega entführte sie in die Alhambra, präsentierte mit dem „Danse du moujik“ ein wildes Stück, dem das sanfte „Abendlied“ Josef Rheinbergers folgte. Ihre Suche nach Neuem brachte den Zuhörern die Harfen-Haikus „A stray cat“ und „Sweeping the garden“ zu Gehör, bei dem sie wohlklingend ihr Instrument mit zwei Malerpinseln bearbeitete. Nach Offenbachs „Barcarolle“ aus „Hoffmanns Erzählungen“ und einem bewusst gewählten ukrainischen Stück verabschiedete sich Aichhorn nach stehenden Ovationen mit Mozarts verjazztem „Rondo alla Turca“ als endgültigem Rausschmeißer. Das Museum bestand seine Feuertaufe als Konzertsaal mit Bravour. MG

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