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Turnier für einen guten Zweck

Siebzehn gegen Einen: Töginger Schachspieler fordern einen Großmeister heraus

Die jüngsten Teilnehmer des Turniers - die Geschwister Schächner aus Pleiskirchen: Benedikt (14), Isabelle (11) und Vinzenz (14/von links). Auch sie wollten Großmeister Andrey Sumets in Verlegenheit bringen.
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Die jüngsten Teilnehmer des Turniers - die Geschwister Schächner aus Pleiskirchen: Benedikt (14), Isabelle (11) und Vinzenz (14/von links). Auch sie wollten Großmeister Andrey Sumets in Verlegenheit bringen.

Einmal gegen einen der Weltbesten anzutreten, ist für viele Sportler ein schier unerreichbarer Traum. Für 17 Schachspieler aus Töging, Lohkirchen und Altötting wurde das jetzt allerdings Wirklichkeit. Möglich machte das ein Simultanturnier des Schachklub Töging. Und dabei erfüllte das Turnier auch noch einen guten Zweck.

Töging – „Ich recherchierte, welcher Großmeister dafür in Fragen kommen würde und stieß dabei auf Andrey Sumets. Im Juni gab es in Ingolstadt eine ähnliche Veranstaltung. Dadurch kam ich mit ihm in Kontakt“, sagte der Vorsitzende Frank Betschinger.

„Das Besondere an dieser Simultanveranstaltung ist, dass wir die Ukraine damit unterstützen. Normalerweise würde der Großmeister ein Antrittsgeld bekommen und wir die Reisespesen übernehmen. Das macht er nun alles selber und wir spenden im Gegenzug die Einnahmen aus dem Startgeld sowie dem Kuchen- und Getränkeverkauf“, setzt er fort. Der Erlös kommt der ukrainischen NGO (Non-Governmental Organization) „Steps to the future“ zugute.

Bürgermeister Tobias Windhorst (sitzend) ist begeisterter Schachspieler und trat ebenfalls gegen den Großmeister Andrey Sumets (stehend) an.

Das Simultanturnier in Töging ist dieses Jahr Sumets drittes Turnier in Deutschland. Zuvor trat er in Hofheim bei Frankfurt und in Ingolstadt an. Er gewann bislang alle Turniere.

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Betschinger freute sich, das Bürgermeister Tobias Windhorst den Sitzungssaal im Rathaus zur Verfügung gestellt hat. Das Stadtoberhaupt ist begeisterter Schachspieler und ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls mit dem Großmeister zu messen.

Großmeister trat gegen 17 Spieler an

Als Schachgroßmeister gilt Andrey Sumets als Genie. Die 17 Teilnehmer, die ihm im Töginger Rathaus am Schachbrett gegenübersaßen, machten es ihm aber nicht leicht. Jeder hatte den Ehrgeiz, zu gewinnen. Pünktlich um 18 Uhr startete die Veranstaltung. Als das Turnier begann, herrschte Stille im Sitzungssaal, denn Konzentration ist das A und O. Während jeder Spieler konzentriert an seinem Schachbrett saß, ging der Großmeister von Brett zu Brett und machte seine Züge.

Drei Geschwister messen sich mit dem Großmeister

Die Teilnehmer waren zwischen elf und 80 Jahre alt. Isabelle Schächner ist mit ihren elf Jahren das Nesthäkchen und die einzige weibliche Teilnehmerin. Ihre Mama Sylvia und ihr Papa Josef sind stolz, dass ihre Tochter und ihre Zwillingssöhne Vinzenz und Benedikt (14) bei diesem besonderen Turnier mitmachen.

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Töginger Schachklub stellt viel auf die Beine

„Sie machen auch noch Judo im Verein. Durch Corona war ja alles verboten, auch Vereinstreffen. Der Schachklub Töging bot in dieser Zeit online die Möglichkeit, Schach zu erlernen und zu spielen. Unsere Kinder begeisterten sich dafür und sind seither Mitglied. Es ist beeindruckend, was der Schachklub alles auf die Beine stellt und das für Jung und Alt“, sagt Sylvia Schächner.

Großmeister holte sich 16 von 18 Partien

Großmeister Sumets gewann am Ende von 18 Partien 16. „Gegen Konrad Bieringer aus Töging und Martin Deppe aus Lohkirchen stand Großmeister Sumets im Mittelspiel deutlich schlechter“, erklärt der Vorsitzende des Schachklubs. „Während Konrad Bieringer seinen Vorteil aus der Hand gab und noch verlor, gelang es Großmeister Sumets gegen Martin Deppe durch Tricksereien ein Remis zu erreichen. Ich selbst stand nach der Eröffnung etwas schlechter, konnte aber durch präzise Verteidigung am Ende ebenfalls das Remis sichern“, setzt Frank Betschinger fort.

Fast 1000 Euro für Organisation „Steps to the Future“

Durch die Vereinsspende und die Einnahmen aus der Veranstaltung werden insgesamt 796 Euro an „Steps to the Future“ gespendet. „Ich möchte diesen Krieg nicht und hoffe, dass das alles bald vorbei ist“, sagt Sumets. Schachmatt für den Krieg würde sich jeder wünschen, damit endlich wieder Frieden herrsche.

Der Vorsitzende des Schachklub Töging, Frank Betschinger, hatte das Simultanschachturnier organisiert, an dem 17 Schachspieler teilnahmen.

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