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Foto zeigt weit verstreute Einschlagskrater

Fund einer Fliegerbombe in Mühldorf: Sicherlich nicht die letzte Weltkriegs-Bombe

Das Dreieck der Straße Richtung Lochheim und der Harthauser Straße nördlich des Innkanals liegt in einiger Entfernung vom Bahngelände (auf dem Foto unten). Trotzdem sind dort Bomben eingeschlagen. Das belegt die Luftaufnahme der Amerikaner.
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Das Dreieck der Straße Richtung Lochheim und der Harthauser Straße nördlich des Innkanals liegt in einiger Entfernung vom Bahngelände (auf dem Foto unten). Trotzdem sind dort Bomben eingeschlagen. Das belegt die Luftaufnahme der Amerikaner.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Einen ganzen Tag lang hat die Entschärfung einer Weltkriegsbombe die Mühldorf in Atem gehalten. Fachleute sind sicher, dass es nicht die letzte Bombe war.

Mühldorf – Nikolaus Eckert, der Mann, der die Flieger-Bombe entdeckt hat, ist sich sicher: „Das war nicht die letzte in diesem Gebiet.“

DIe zweite Bombe in diesem Jahr

Zuletzt hatte Ende April ein Bombenfund das gesamte Gebiet lahmgelegt. Erst nach vier Stunden Arbeit war die Bombe damals entschärft. Stadtarchivar Edwin Hamber weiß, warum so viele Bomben an der Harthauser Straße liegen. Denn die Amerikaner haben ihre beiden Angriffe sehr genau dokumentiert. „Man kennt sogar die Namen der Piloten“, sagt Hamberger.

Hier nachlesen: Der Bombenfund und die Entschärfung hielt die Stadt über Stunden in Atem

Eine Luftaufnahme vom Ergebnis der Angriffe liegt im Stadtarchiv, es ist auf den 24. April 1945 datiert. Die Amerikaner haben es aufgenommen, um die Wirkung abzuschätzen, die ihre Bomben erzielt haben. Heute zeigt das Foto, dass die Bomben nicht nur ihr eigentliches Ziel, die Gleise am Bahnhof trafen, sondern weit verstreut aufschlugen.

Zu viel Rauch für präzise Bombenabwürfe

Hamberger erklärt: „Bei der ersten Welle haben die Bomber zahlreiche 500er abgeworfen“, also genau jenen Bombentyp, der am Donnerstag (4. November) entschärft wurde. „Was sie dabei nicht bedacht haben, war die starke Rauchentwicklung.“ Die nachfolgenden Piloten konnten durch den Rauch den Bahnhof und das sehr breite Gleisfeld nicht mehr eindeutig identifizieren und die Bomben präzise ins Ziel bringen.

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Deshalb zeigt das Luftbild zahlreiche Einschläge nördlich des Bahnhofs an der Harthauser Straße. „Und wo Bomben gefallen sind, da liegen auch Blindgänger“, sagt Bombensucher Nikolaus Eckert. Deshalb untersucht er das neue Baugebiet an der Harthauser Straße Meter für Meter. Dabei findet er nicht nur Bomben, sondern allerlei Munitionsreste, Metallgegenstände, Flaschen und Töpfe, die nach Kriegsende in die Bombentrichter geworfen und zugeschüttet wurden.

Schon häufiger Blindgänger im Stadtgebiet gefunden

Für die Mühldorfer sind diese Funde nicht neu. Wann immer rund um den Bahnhof gebaut wurde, kamen Blindgänger ans Tageslicht. Beim Bau des Parkhauses direkt am Bahnhof fanden die Sucher dagegen keine Bomben.

Auch das kann Stadtarchivar Hamberger erklären: „Alles direkt am Gleis wurde schon nach 1945 ordentlich geräumt.“ Für den Bereich rund um die Harthauser Straße ist diese Räumung nach Einschätzung der Fachleute noch nicht abgeschlossen.

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