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Am 14. September startet die Schule

Sicher zur Schule auch ohne Elterntaxi: Waldkraiburger Polizei gibt Tipps

Augen auf im Straßenverkehr – das gilt für Autofahrer und Schulkinder gleichermaßen. Damit Kinder sicher zur Schule kommen, können Eltern mit dem Nachwuchs den Schulweg gemeinsam üben.
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Augen auf im Straßenverkehr – das gilt für Autofahrer und Schulkinder gleichermaßen. Damit Kinder sicher zur Schule kommen, können Eltern mit dem Nachwuchs den Schulweg gemeinsam üben.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Nur noch wenige Tage, dann geht die Schule wieder los. Gerade bei Erstklässlern und ihren Eltern ist die Aufregung besonders groß. Ist der erste Schultag geschafft, wartet auf die Schüler ein neuer Alltag – dazu gehört auch der tägliche Weg zur Schule. Die Polizei gibt Tipps, wie der Weg sicher zu meistern ist. Auch ohne Elterntaxi.

Waldkraiburg – Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, Bus oder Auto – nach sechs Wochen Ferien ist ab Dienstag wieder mit einer morgendlichen Völkerwanderung in Richtung Schulzentrum Süd zu rechnen. Autos und Busse kommen nur langsam voran, der Weg für die Schüler wird damit oft unübersichtlich.

Eltern sorgen sich und bringen deshalb ihre Kinder lieber mit dem Auto zur Schule. „Damit werden das Chaos und das Risiko noch größer“, sagt Verkehrspolizist Erich Gottwald von der Polizeiinspektion Waldkraiburg. Mit ein wenig Vorbereitung können die Kinder den Weg zur Schule alleine meistern.

Rechtzeitig daheim losgehen

Vor Schulbeginn sollten die Eltern mit ihren Kindern den sichersten Weg üben. „Es macht Sinn, den Weg zur Schule oder zur Bushaltestelle vorher mit den Kindern zu üben“, sagt Gottwald. Auch die ersten Tage könne man die Kinder noch begleiten, um ihnen die nötige Sicherheit zu vermitteln. Wichtig sei es, dass man die Kinder auf die Gefahren hinweist. „Kinder hören und sehen anders als Erwachsene. Sie tun sich auch noch schwer, die Geschwindigkeit eines Fahrzeuges einzuschätzen“, erklärt Gottwald. Kindern fehlt der Überblick, weshalb Eltern deren Blickwinkel einnehmen sollten. Um die Straße zu überqueren, sollte man Kindern einen sicheren Übergang zeigen. Dafür – wenn nötig – einen Umweg einschlagen, auch wenn es dadurch länger dauert.

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Denn Zeit darf auf dem Schulweg keine Rolle spielen. „Kinder sollen rechtzeitig losgehen, damit sie sich nicht beeilen müssen“, sagt Gottwald. Auch Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, sollten mehr Zeit einplanen. Denn: „Wir werden die Anschnallpflicht kontrollieren.“ Gerade auch zu Beginn des Schuljahres.

Nicht nur die Schüler sollten sich auf ihrem Weg Zeit nehmen, sondern auch Autofahrer. „Immer wieder hören wir von Schulweghelfern, dass Fahrer noch schnell über die Ampel fahren, obwohl sie schon Gelb zeigt“, sagt Gottwald. Trotz des vielen Verkehrs habe es in den vergangenen Jahren aber keine Schulwegunfälle gegeben.

Gottwald appelliert ohnehin daran, auf das Auto zu verzichten. „Auch wenn Eltern Angst vor den Gefahren am Schulweg haben, die Kinder schaffen das schon.“ Elterntaxis hingegen würden die Gefahren vor den Schulen vergrößern.

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Wer nicht zur Fuß zur Schule kommt, lerne die Gefahren im Straßenverkehr nicht kennen. „Es fehlt das Gefühl für die Gefahr und das bekommt man nur im Praktischen“, sagt Gottwald.

Wer dennoch die Kinder mit dem Auto bringt, sollte weiter weg parken. Das entzerrt den Verkehr und mindert damit das Risiko direkt vor der Schule – und die Kinder machen dennoch ihre Erfahrungen im Straßenverkehr.

Statt zu Fuß mit dem Fahrrad zur Schule? Erich Gottwald rät zunächst davon ab. „Es gibt zwar kein Verbot, aber es ist ratsam, dass Schüler erst die Radfahrprüfung machen, bevor sie alleine mit dem Rad zur Schule kommen.“

Nicht drängeln an der Bushaltestelle

Auch das richtige Verhalten an der Bushaltestelle und im Bus will gelernt sein: Erst zum Bus gehen, wenn er angehalten hat, Abstand halten, nicht drängeln, sondern geordnet in den Bus einsteigen.

Spätestens wenn die Tage wieder kürzer werden, braucht es außerdem die richtige Kleidung. Helle und knallbunte Kleidung nehmen Autofahrer besser wahr als dunkle. In Verbindung mit Reflexstreifen an den Klamotten und der Schultasche würde man Kinder viel schneller erkennen.

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Auch die Autofahrer müssen sich nach den sechs Wochen Ferien wieder darauf einstellen, dass Kinder plötzlich die Straße treten oder noch schnell zum Bus laufen wollen. „Vorausschauend fahren“, lautet daher Gottwalds Appell an die Autofahrer.

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