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AKV Mühldorf feiert Jubiläum

Seit 20 Jahren: Wie Fachleute die Hilfe für Behinderte und psychisch Kranke verbessern

Landrat Max Heimerl (links) gratuliertdem AKV-Vorsitzenden Dieter Wenzler zum 20. Jubiläum vor einer Litfaßsäule eines Lockdown-Künstlers. Ziel ist es, den Inklusionsgedanken mit Leben zu erfüllen.
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Landrat Max Heimerl (links) gratuliertdem AKV-Vorsitzenden Dieter Wenzler zum 20. Jubiläum vor einer Litfaßsäule eines Lockdown-Künstlers. Ziel ist es, den Inklusionsgedanken mit Leben zu erfüllen.
  • Karlheinz Jaensch
    VonKarlheinz Jaensch
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Der Ambulant Komplementäre Verbund (AKV) hilft seelisch Erkrankten, Behinderten und Suchtkranken seit zwei Jahrzehnten.

Neumarkt-St. Veit – Jetzt feierte er sein Jubiläum und blickte in Neumarkts Kulturbahnhof auf zwei Jahrzehnte erfolgreichen Wirkens zurück. In einer ständigen Arbeitsgruppe plant und organisiert der AKV Mühldorf unermüdlich, um die Versorgungsqualität in allen differenzierten Einrichtungen zu steigern. Durch Veranstaltungen wird der Inklusionsgedanke mit Leben erfüllt und spezielle Aus- und Fortbildungen geben Hilfestellungen dem Personal.

Ausstellung im Kulturbahnhof

Der 20. Geburtstag dieses Verbundes wurde nun ganz nahe zum Tag der Seelischen Gesundheit (10. Oktober) mit einer Ausstellung in Neumarkt-St. Veits Kulturbahnhof begangen. Vertreter aus allen zuständigen Einrichtungen sorgten für einen gut gefüllten Saal.

Palmen, Blumen und Pilze waren hier ein begehrtes Motiv.

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Dieser war von Beginn an mit den Kunstwerken der Klienten geschmückt. In dem für Kranke besonders schwer zu ertragenden Corona-Wegschluss haben diese in Zusammenarbeit mit der Kunstschule Inn-Salzach gemalt, gebastelt, geschrieben und Werke geschaffen, die bei den Gästen im Bahnhof auf ein großes Interesse stießen.

Immer am Menschen, immer in der Förderung

Zu Beginn der Feierlichkeiten stellte sich Dieter Wenzler als Vorsitzender des AKV den Gästen vor, bevor Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner die Gäste in seiner Stadt willkommen hieß. Landrat Maximilian Heimerl (CSU) verglich die Arbeit der Einrichtungen mit der der Feuerwehr: „Ihr seid immer da, wenn man euch braucht. Ihr seid immer am Menschen, erkennt ihn und fördert ihn.“ Den „Machern“ des AKV gratulierte er zu ihrer Idee.

Dr. Steingruber spricht von Veränderungen in der Psychiatrie

Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Benedikt Steingruber, sprach über die Veränderungen in der Psychiatrie in den vergangenen Jahren, was sich auf die Ausbildung des Personals und auf die Behandlung der Kranken auswirke. Speziell im Landkreis Mühldorf habe der AKV positiv gewirkt und er wünschte allen weiterhin Kraft und erfolgreiches Wirken.

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Hausberger lobt die 20 Jahre im Dienst am Menschen

Bezirksrätin Claudia Hausberger (CSU) lobte ausdrücklich die 20 Jahre Dienst am Menschen, Dienst an den Personen, die wegen ihrer Erkrankung hier oft vielseitige und langwierige Unterstützung in ihrem Leben brauchen. Die gute Zusammenarbeit der Einrichtungen untereinander und mit dem Bezirk möchte sie erhalten wissen.

AKV schafft Orte, welche die Inegration erleichtern

Dr. Michael Rentrop vom Inn-Salzach-Klinikum stellte fest, dass durch den AKV Orte geschaffen wurden, in denen Menschen mit physischen Erkrankungen leben, wohnen und arbeiten können, was gegenüber früher eine Integration erleichtert.

Einrichtungen banden auch Masken in ihre Arbeiten ein.

Die Moderatorin der Feier, Alexandra Bohn, Fachdienstleiterin der Suchtfachambulanz der Caritas, führte dann zu einem Podiumsgespräch, wo Dieter Wenzler (auch Leiter des Sozialpsychologischen Dienstes), Peter Brandmeier (Leiter des AWO-Sozialtherapeutischen Dienstes), Richard Schmidmeier (ehemaliger Chefarzt der klinischen Sozialpsychiatrie) und Herbert Späth (früherer Leiter der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft) Rückblick hielten über 20 Jahre AKV.

Mit viel Energie durch den schweren Start

Es kamen ordentliche Anfangsschwierigkeiten zur Sprache, die aber alle gut beigelegt wurden. Viele Änderungen, die durch den AKV möglich waren, wurden an konkreten Fällen erläutert. Die Verbesserungen für die Einrichtungen und dadurch für die Klienten wurden dabei noch einmal herausgestellt.

Die musikalische Umrahmung dieser Feier gestaltete David Kellner mit Melodien von Chopin am Flügel. Ehrko-Heimleiter Klaus Sawitzki eröffnete zuletzt die beachtliche Ausstellung der „Kunstschaffenden im Lockdown“. Einen musikalisch wundervollen Auftritt bot dann die Gruppe „AsylART“ mit Stefan Lanius. Die Stimmung wurde durch Theatereinlagen der Gruppe herrlich abgerundet.

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