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EIN UNGÜNSTIGER ZEITPUNKT

Schwindegger Grüne wollen Klausurtagung, finden in der Corona-Pandemie aber kein Gehör

Wie ließe sich das neue Baugebiet in Allersheim nachhaltig gestalten? Zu diesem und weiteren Themen schlugen die Grünen eine Klausurtagung vor.
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Wie ließe sich das neue Baugebiet in Allersheim nachhaltig gestalten? Zu diesem und weiteren Themen schlugen die Grünen eine Klausurtagung vor.
  • Nicole Sutherland
    vonNicole Sutherland
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Die zwei Gemeinderatsmitglieder von den Grünen haben eine Klausurtagung des Gemeinderates beantragt, auch online, wenn es nicht anders geht. Ziel der Gespräche soll eine gemeinsame Strategie für die Gemeindeentwicklung sein. Doch der restliche Gemeinderat ist derzeit dagegen.

Schwindegg – Die Gemeinderatsmitglieder von Bündnis 90/Die Grünen haben in der jüngsten Gemeinderatssitzung eine Klausurtagung des Gemeinderates beantragt. Wenn dies aufgrund der Covid 19-Beschränkungen nicht möglich sein sollte, schlagen Judith Bogner und Hermann Hager eine Online-Klausur vor. Ziel der Gespräche soll eine gemeinsame mittel- bis langfristige Strategie für die Gemeindeentwicklung sein.

Nachhaltige Gestaltung des Baugebietes in Allerdsheim

Hintergrund des Antrages ist die Überlegung, dass die Gemeinde Schwindegg mit dem neu gewonnenen Baugrund in Allersheim in naher Zukunft deutlich wachsen wird. Um dieses Baugebiet sinnvoll und nachhaltig zu gestalten, sollen aus Sicht der Grünen die gegenseitigen Ansichten ausgetauscht werden. Da die Themenschwerpunkte bei den Fraktionen teils recht unterschiedlich sind, sollte man sich die Zeit nehmen, sie zu besprechen und einen gemeinsamen Handlungsplan für die nächsten Jahre zu entwerfen.

Den beiden Gemeinderäten der Grünen sind unter anderem folgende Themen wichtig: Der Umwelt- und Artenschutz mit dem Anlegen von Obstwiesen, einem Bienenpfad, Baumschutz und Vogelnistmöglichkeiten. Für sie gehört auch eine

Umwelt- und Artenschutz mit klimaneutralem Bauplangestaltung

klimaneutrale Bauplangestaltung dazu. Hierbei wird beispielsweise an eine CO2-freie Energieplanung der Häuser gedacht und durch die sinnvolle Ausrichtung der Hausdächer der größtmögliche Ausbau von erneuerbaren Energien. Auch für Bestandsgebäude gibt es bei ihnen Überlegungen. Für den gesamten Ort wird der Ausbau sicherer und vernetzter Rad- und Fußwege vorgeschlagen sowie die barrierefreie Gestaltung von Wegen und Gebäuden für Senioren und Familien. Spiel- und Sportmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche sollen vermehrt geschaffen werden und generationenübergreifende Einrichtungen gefördert, Stichwort Mehrgenerationenhaus. Ganz wichtig ist ihnen der Lärmschutz bei der A 94 und der optimale Lärmschutz beim zweigleisigen Bahnausbau. Ebenso der Erhalt des Bahnübergangs Allersheim. Weiter wollen die Grünen erreichen, dass die Gaststätte Ratsstuben und das Bürgerhaus mit Leben gefüllt werden.

Gemeinde Kirchanschöring dient als Vorbild

Zur Umsetzung der Themen für Gemeinden mit begrenztem Budget wird im Antrag die Gemeinde Kirchanschöring im Landkreis Traunstein als Beispiel genannt. Bei ihr kann man nachverfolgen, wie Ideen entwickelt und Fördermöglichkeiten genutzt wurden.

Im Prinzip „Ja“, aber in Zeiten von Corona nicht

Bürgermeister Roland Kamhuber (CSU) sprach sich im Grundsatz für eine Klausurtagung aus. Doch gerade jetzt, während einer noch nicht abzusehender Entwicklung der Corona-Pandemie, hielt er es für ungünstig, sich zu treffen. Judith Bogner und Hermann Hager wiesen noch einmal auf die Möglichkeit hin, sich online zu treffen. Richard Huber (CSU) fand die Idee einer Klausurtagung gut, war aber in diesen Zeiten nicht bereit daran teilzunehmen und wandte sich auch gegen eine Online-Klausur, weil dynamische Lösungen dabei nicht entstehen könnten. Die Tagung sei „wünschenswert, aber nicht jetzt“.

So sah der Gemeinderat schließlich angesichts der weiterhin hohen Inzidenzzahlen keine Möglichkeit zur Durchführung einer solchen Veranstaltung und stimmte mit 15:2 dagegen.

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