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Geschädigte: „Er hat mich zum Objekt gemacht“

Schwerer sexueller Übergriff auf 19-Jährige - Töginger (42) verurteilt

  • Jens Zimmermann
    vonJens Zimmermann
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Ein 42-jähriger Mann aus Töging am Inn wurde wegen einem sexuell schweren Übergriffs verurteilt. Die Geschädigte war zum Tatzeitpunkt vor rund zwei Jahren 19 Jahre alt und stark alkoholisiert. 

Altötting/Töging am Inn - Der 42-Jährige soll das Mädchen am 6. Juli 2019 in einer Bar in Töging kennengelernt und sie in sein Auto gelockt haben. In seinem Fahrzeug sowie an einem Feldweg hätte er sie geküsst und an allen Intimbereichen angefasst. Zusätzlich habe er während der Fahrt ihre Hand an seinen Penis gedrückt. Nun wurde der Töginger am zweiten Verhandlungstag am 6. April vor dem Amtsgericht Altötting verurteilt. Er bekam eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die nicht auf Bewährung ausgesetzt wurde.

Töginger wegen sexuellem Übergriff verurteilt

„Das Gericht hat den Ausführungen der Geschädigten geglaubt“, begründet Richter und Behördenleiter Günther Hammerdinger das Urteil gegenüber innsalzach24.de. Dieses ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Wie auch am ersten Verhandlungstag hat sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Die Rekonstruktion einer Szene im Fußraum des Autos vom Angeklagten sei von der Geschädigten am zweiten Verhandlungstag „sehr überzeugend dargestellt worden, wie alles abgelaufen ist“. Die Zweifel der Verteidigung, dass hierfür nicht genügend Platz vorherrschen könnte, wären berechtigt gewesen. Die Darstellung sei allerdings sehr glaubhaft für das Gericht gewesen und letztlich ein Mosaikstein in der Gesamtschau gewesen.

„Aus Angst habe ich nicht direkt Nein gesagt“

Die damals 19-Jährige schilderte am ersten Prozesstag ausführlich von ihren Erinnerungen. „Aus Angst habe ich nicht direkt Nein gesagt. Ich wusste nicht was passiert, wenn ich es verweigert hätte. Daher habe ich den Kuss auch nicht abgeblockt. Aber man hat gemerkt, dass ich das nicht wollte“, so die Geschädigte. Er habe viele eklige und abwertende Bemerkungen geäußert und sie zum Objekt gemacht.. Noch heute hätte sie Unwohlsein und Flashbacks, wenn sie einen Audi sieht.

Der Angeklagte habe zudem wohl auch versucht mit dem Finger in ihr einzudringen. So habe es die inzwischen 21-Jährige bei der Polizei angegeben. Auf Nachfrage der Staatsanwaltschaft bestätigte die Geschädigte dies unter Tränen: „Das habe ich wohl verdrängt“. Er habe zudem auch ihre Hand auf seinen Penis gedrückt. Aufgehört hätte alles erst, als sie an einem ihr unbekannten Krankenhaus den Freund des Angeklagten angetroffen haben.

Große Zweifel an den damaligen Erzählungen kamen auch bei den zuständigen Polizeibeamten nicht auf. Bei der Vernehmung hätte sie einen strukturierten Handlungsablauf wiedergegeben. „Das hat für mich Sinn ergeben. Vom Alkohol habe ich nichts gemerkt“, so der Polizist. Zur Tatzeit hat die Geschädigte vermutlich einen Promillewert von 1,5 gehabt. Auch die Beamtin von der Kriminalpolizei, die den Fall übernommen hat, sprach von einem sehr detaillierten Geschichte. „Als ich ihr das Bild des Angeklagten gezeigt habe, hat sie gezuckt und geweint. So etwas habe ich selbst noch nicht erlebt“, berichtet die Polizistin.

jz

Rubriklistenbild: © jz

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