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Schulstart absolut verantwortbar - Das rät Kinderarzt Dr. Stefan Vlaho zum Unterrichtsbeginn

„Ich weiß es“: Ab morgen öffnen die Schulen im Landkreis wieder. Dr. Stefan Vlaho ist Chefarzt de Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin im Innklinikum unterstützt die Öffnung und hält das Risiko für absolut vertretbar.
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„Ich weiß es“: Ab morgen öffnen die Schulen im Landkreis wieder. Dr. Stefan Vlaho ist Chefarzt de Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin im Innklinikum unterstützt die Öffnung und hält das Risiko für absolut vertretbar.

Mit dem heutigen Dienstag beginnt in Bayern ein neuer Abschnitt in der Corona-Pandemie. Alle Kinder im Landkreis Mühldorf gehen wieder zur Schule, auch Horte und Tagesstätten werden sich füllen. Dr. Stefan Vlaho ist Chefarzt de Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin im Innklinikum. Er hält die Öffnung der Schulen für mehr als richtig.

Halten Sie aus medizinischer Sicht die Schulöffnungen für verantwortbar?

Stefan Vlaho: Für alle Kinder und Jugendlichen, als auch für Ihre Eltern haben die Schul- und Kitaschließungen in der Corona-Pandemie zu erheblichen Belastungen geführt. Gerade sozial benachteiligte Familien haben unter den Maßnahmen eine besondere Herausforderung erfahren. Deshalb sind die Schulöffnungen ein nachvollziehbarer Schritt.

Wie ansteckungsgefährdet sind Kinder?

Vlaho: Auch wenn detaillierte Analysen der Übertragungswege bisher fehlen, sind Kinder weder in Schulen und Kitas noch innerhalb von Familien als sogenannte „Superspreader“ in Erscheinung getreten. Das Infektionsrisiko von bis zu 15-jährigen Kindern und Jugendlichen beträgt nur ein Drittel des Risikos von Erwachsenen, wobei jedoch beachtet werden muss, dass Kinder statistisch mit Gleichaltrigen eine sehr viel höhere Zahl von Kontakten pflegen, die das Risiko dann wieder erhöhen.

Das heißt, die Öffnung ist verantwortbar?

Vlaho: Aus meiner Sicht ist diese Öffnung medizinisch-epidemiologisch verantwortbar. Die gegenwärtig verfügbaren Daten sprechen für die Rückkehr in den Regelbetrieb und damit für eine differenzierte Strategie der zukünftigen Präventionskonzepte und gegen das pauschale Schließen von Kindertagesbetreuungen als Erstmaßnahme.

Dr. Stefan Vlaho.

Wie gefährdet sind Kinder durch den Schulbeginn?

Vlaho: Bei Kindern und Jugendlichen besteht im Vergleich zu Erwachsenen nach bisherigen Erkenntnissen eine geringere Infektionshäufigkeit, eine geringere durchschnittliche Erkrankungsschwere sowie damit einhergehend, ein deutlich geringeres Risiko für schwerste Verläufe von CoVID-19.

Können Betreuer geschützt werden?

Vlaho: Das Risiko einer Ansteckung kann durch Vorbeugemaßnahmen soweit reduziert werden, dass es das Ansteckungsrisiko einer allgemeinen Lebensführung nicht übersteigt.

Ab welchem Alter verstehen Kinder die Hygiene-Vorgaben?

Vlaho: Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten und insbesondere nicht am Alter, sondern wenn dann am geistigen Entwicklungsstand zu orientieren. Vor allem jüngere Kinder können sich nicht in vollem Umfang an kontaktreduzierende Maßnahmen und Hygienemaßnahmen halten.

Was können Eltern tun, um ihre Kinder vorzubereiten?

Vlaho: Sie sollten das Kind nicht in eine Kindertagesbetreuung zu bringen, wenn es krank ist, Fieber, Durchfall, Husten oder starke Bauchschmerzen hat. Es sollte auch daheim bleiben, wenn jemand aus dem sozialen Umfeld Symptome einer Covid-19 Erkrankung hat. Bei Unsicherheit sollten Eltern den Kinder- oder Hausarzt einschalten.

Interview Markus Honervogt

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