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Naturbad und andere Projekte

Schulden runter, Rücklagen rauf – dank Sparkurs hat Kraiburg Spielraum für Investitionen

Schulden runter – Rücklagen rauf – in den vergangenen zehn Jahren hat die Marktgemeinde den Haushalt konsolidiert und so die Voraussetzungen geschaffen, um in diesem Jahr Investitionen im Millionenbereich anzugehen. Klinger
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Schulden runter – Rücklagen rauf – in den vergangenen zehn Jahren hat die Marktgemeinde den Haushalt konsolidiert und so die Voraussetzungen geschaffen, um in diesem Jahr Investitionen im Millionenbereich anzugehen.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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2021 ist ein Ausnahmehaushalt für den Markt Kraiburg. Projekte für über 7,5 Millionen Euro weist der Vermögensetat aus. Das geht nur, weil über Jahre Schulden ab- und Rücklagen aufgebaut wurden.

Kraiburg – Ein Vermögenshaushalt mit einem Volumen von über 7,5 Millionen Euro – das kommt nicht alle Jahre vor in der Marktgemeinde Kraiburg. Das machte auch Kämmerer Fred Mittermaier deutlich, als er den Haushalt für 2021 im Gemeinderat erläuterte. Weil der Haushalt in den vergangenen Jahren konsolidiert, Schulden ab- und Rücklagen aufgebaut worden seien, könne die Gemeinde Investitionen in dieser Größenordnung umsetzen.

Kleine Corona-Delle bei Steuereinnahmen

Der Gemeindehaushalt hat in diesem Jahr ein Gesamtvolumen von 15,14 Millionen Euro. Davon entfallen 7,37 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt, der Ausgaben und Einnahmen des laufenden Betriebs abbildet. Unverändert der wichtigste und sicherste Einnahmeposten im Haushaltsplan ist die Einkommenssteuerbeteiligung, die mit 2,53 Millionen Euro ein Drittel ausmacht.

Eine kleine Corona-Delle führt dazu, dass sie den Höchststand von 2019 nicht ganz erreichen wird. Pandemiebedingt hat die Kämmerei den Gewerbesteueransatz aufgrund der aktuellen Steuerschätzung um zehn Prozent reduziert – auf 820.000 Euro. Seit 2016 der größte Gewerbesteuerzahler ausgefallen ist, bleiben Einnahmen über der Zwei-Millionen-Grenze wie noch vor einem Jahrzehnt Utopie. Die staatlichen Schüsselzuweisungen sind mit 1,04 Millionen Euro angesetzt und liegen gut 100.000 Euro unter dem Vorjahr.

Die höchste Kreisumlage der letzten zehn Jahre

Bei den Ausgaben schlagen die Personalkosten mit über 880.000 Euro zu Buche. Die Kreisumlage beträgt 2,25 Millionen Euro. Das ist der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre. 700.000 Euro bringt die Marktgemeinde als Umlage in den Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft ein.

Das größte Projekt: Naturbad für 1,5 Millionen Euro

219 000 Euro bleiben im Verwaltungshaushalt laut Ansatz übrig, um sie dem Vermögenshaushalt zuzuführen, der ein Volumen von 7,765 Millionen Euro aufweist und eine ganze Reihe von größeren Investitionen vorsieht, allen voran der 1,5 Millionen Euro teuere Neubau des Naturbads (zu den Investitionen siehe unten).

Bei Pro-Kopf-Verschuldung wieder im Landkreisdurchschnitt

Möglich wird dies durch die Haushaltskonsolidierung der vergangenen Jahre. Der Schuldenstand war kontinuierlich abgebaut worden. In diesem Jahr, in das die Gemeinde mit einem Schuldenstand von 2,7 Millionen ging, durch eine weitere Sondertilgung von über einer halben Million Euro. Mit einer Schuldenlast von weniger als 700 Euro pro Kopf habe die Gemeinde den Landkreisdurchschnitt erreicht.

Dem standen zu Jahresbeginn fast 5,1 Millionen Euro an Rücklagen gegenüber. Über vier Millionen Euro nimmt die Gemeinde aus diesem Sparbücherl, um die Investitionen zu stemmen. Zudem sieht der Haushalt zwei Millionen Euro Kreditaufnahme vor. Allerdings werde man diesen Kredit nur in Anspruch nehmen müssen, so Mittermaier, „wenn‘s zwickt“, für den Fall, dass tatsächlich alle geplanten Ausgaben getätigt würden. „Sonst könnten wir mit dem Sparbücherl über die Runden kommen.“ Ohnehin verbessert sich die Finanzbasis schon 2022 wieder, wenn 1,7 Millionen Euro an Zuschussmitteln für diverse Projekte zurückfließen.

Grundschulsanierung wird verschoben

Der Sparkurs der vergangenen Jahre und „ein überraschend guter Jahresabschluss 2020“ schafft laut Bürgermeisterin Petra Jackl (CSU) die Basis für den Ausnahmehaushalt 2021. Laut Jackl zeichnet sich aber schon ab, dass einige Investitionen erneut verschoben werden. Dazu zählt etwa die Sanierung der Grundschule. Nach den Gebäudeschäden durch das Unwetter im Juni wird wohl das bereits beschlossene Maßnahmenpaket noch einmal aufgeschnürt.

Investitionsplan: Dafür gibt der Markt Kraiburg Geld aus

 Und das sind die größeren Posten im Investitionsplan der Gemeinde Kraiburg:

• Generalsanierung der Büroräume der ehemaligen Volksbank-Filiale im Erdgeschoss: 160.000 (2022: 50.000)

• Sanierungskonzeot Remise: 100.000 Euro

• Neubau Naturbad (inklusive Abbruch Altgebäude und Fotovoltaik): 1,5 Millionen Euro.

• Straßenbau Gasteig: 350.000 Euro (davon 255.000 Euro durch Kostenübernahmevereinbarung abgedeckt)

• Neubau Brücke über den Gallenbach in Frauendorf: 555.000 Euro (Zuschuss vom Freistaat: 270.000 Euro)

• Weitere Straßenbauprojekte (unter anderem Carl-Riedl-Straße): 250.000 Euro.

• Breitbandausbau „Höfebonus“: 760.000 Euro (Förderung: je 341.000 Euro für 2021 und 2022).

• Neubau Wasserversorgung/Pumpwerke bis Hochbehälter: 110.000 Euro.

Ausweisung Wasserschutzgebiet: 80.000 Euro.

Wasserversorgung/Notverbund Ensdorf: 80.000 Euro und TK-Gruppe 29.000 Euro.

• Grundstückskauf: 1 Million (vorsorglicher Ansatz)

• Teilsanierung der Grundschule über das Kommunale Investitionsprogramm Schule: 860.000; kommt so wahrscheinlich nicht zum Tragen.

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