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Hand in Hand für den Frieden

Schützen als Bewahrer des Brauchtums: Festakt in Mühldorf würdigt Verdienste der Vereine

Schritten die Formationen der Schützen- und Trachtenvereine ab: Dr. Florian Herrmann, Hubert Aiwanger, Erzbischof Lackner und Wilfried Haslauer (von links).
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Schritten die Formationen der Schützen- und Trachtenvereine ab: Dr. Florian Herrmann, Hubert Aiwanger, Erzbischof Lackner und Wilfried Haslauer (von links).
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Mit einem Pontifikalgottesdienst und einem Festakt auf dem Stadtplatz wurde der Festsonntag anlässlich „1322 - 700 letzte Ritterschlacht auf deutschen Boden ohne Feuerwaffen“ gefeiert.

Mühldorf – Munter flatterten die Fahnen des Landes Salzburg, Bayerns und der Stadt Mühldorf in der leichten Brise. Sie erinnerten daran, dass vor 700 Jahren die Wittelsbacher und die Habsburger um die deutsche Krone gekämpft haben. Salzburgs Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer meinte, damals habe man keinen anderen Ausweg gesehen, als den Konflikt militärisch zu lösen.

Bürgermeister Michael Hetzl stellte einen Bezug zu heute her, wo auch wieder mit Waffen um Macht und Vorherrschaft gekämpft werde. Er lobte Europa und die EU und sagte: „Nur Hand in Hand könne man einstehen für Freiheit und Solidarität.

Schützenvereine sind Stützen der Kirche

Auch der Salzburger Erzbischof Dr. Franz Lackner und Weihbischof Wolfgang Bischof sprachen sich für Verständigung und das Miteinander aus. Selbstkritisch meinte der Erzbischof, dass die Kirche heute kein so gutes „standing“ mehr habe. Dafür lobte er die Trachten- und Schützenvereine, die eine Stütze für die Kirche seien. Sie stehen für Herkunft und gegen das Vergessen.

Landeshauptmann Haslauer erinnerte daran, dass man Freiheit in Frieden und Würde erhalten müsse. Und die Schützen stehen für einen wehrbereiten Frieden.

Zelebrierten einen Pontifikalgottesdienst in der Pfarrkirche: Weihbischof Wolfgang Bischof (links) und der Salzburger Erzbischof Franz Lackner (Zweiter von links).

Auch Dr. Florian Herrmann, der Leiter der bayerischen Staatskanzlei, betonte, dass es „Krieg als Mittel der Politik nicht mehr geben sollte“. Doch es gebe ihn gerade nicht weit entfernt. Er sprach der Ukraine die volle Solidarität aus.

Der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger erinnerte daran, dass der Mensch ohne Wurzeln, ohne seine Heimat nicht sein kann. Und für die Bewahrung des Brauchtums steht das Schützenwesen in ausgezeichneter Weise.

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Er freute sich, dass Schützinnen und Schützen aus Österreich, Bayern und Südtirol – einer Kulturregion, die zusammengehört – nach Mühldorf gekommen sind und lieber miteinander feiern als gegeneinander kämpfen.

Auch Vertreter des Ampfinger Historienspektakels „1322 - Die Schlacht bei Ampfing“ waren dabei.

Den Festrednern wurde jeweils mit einem Ehrensalut und einem Musikstück von unterschiedlichen Schützendelegationen und ihren Musikkapellen gedankt. Die Landeshymnen von Salzburg und Bayern beendeten den Festakt.

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