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Privater Anbieter macht „Wechsel“-Angebot

Töging bekommt ein schnelleres Internet? Arbeiten könnten bald starten - unter dieser Bedingung

Themenbild: Um die Töginger für das Angebot zu begeistern, wird der Glasfaseranschluss zunächst intensiv beworben
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Themenbild: Um die Töginger für das Angebot zu begeistern, wird der Glasfaseranschluss zunächst intensiv beworben
  • Peter Becker
    VonPeter Becker
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Die Stadt hat ein Angebot zum Glasfaserausbau von einem privaten Telekommunikationsanbieter bekommen. Den ambitionierten Plänen zufolge, könnte Töging damit bereits in etwa eineinhalb Jahren über ein flächendeckendes Glasfasernetz verfügen. Den städtischen Haushalt betrifft die Maßnahme kaum, weswegen die Kooperationsvereinbarung vom Stadtrat einstimmig genehmigt wurde.

Töging – Bevor erste Kabel und Leerrohre verlegt werden, müssen sich aber etwa 40 Prozent aller möglichen Anschlussinhaber für einen Wechsel zu dem neuen Anbieter entscheiden. Dann würde sofort die Erschließung des kompletten Stadtgebiets in Angriff genommen werden. Um die Töginger für das Angebot zu begeistern, wird der Glasfaseranschluss zunächst intensiv beworben: „Wir haben da 60 bis 70 verschiedene Maßnahmen geplant“, erklärte Martin Marks von der Deutschen Giganetz GmbH.

Einen Lageplan für das zu verlegenden Glasfasernetz für Privatkunden gibt es schon, gewerbliche Kunden können aber ebenfalls angeschlossen werden. Die bereits durch Förderprogramme erschlossenen, außerhalb liegenden Ortsteile, werden nicht mehr berücksichtigt.

Zwar seien die Monatspreise bei vergleichbaren Geschwindigkeiten etwas oberhalb der Konkurrenz angesiedelt, dafür gäbe es keine versteckten Kosten, wie beispielsweise für den Router oder den Hausanschluss. Zudem könne die Bandbreite für jeden Nutzer garantiert werden, weil jeder Kunde seine eigene Faser bekommt. „Wir legen dann sogar Kabelpeitschen bis vor die Häuser, selbst wenn die Kunden noch nicht wechseln wollen“, machte der Fachmann das Angebot den Stadträten schmackhaft.

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Technisch sei das Ganze mit modernen Mitteln minimalinvasiv zu machen. Unter Straßen würden die Leerrohre beispielsweise „geschossen“, hauptsächlich soll das Netz aber in einer Tiefe von etwa 60 Zentimetern unter den Gehwegen verlegt werden.

Keine große Belästigung für Anwohner oder Verkehrsteilnehmer

Die Maßnahme könnte ersten Schätzungen zufolge binnen eines Jahres abgeschlossen werden, ohne dass eine zu große Belästigung für Anwohner oder Verkehrsteilnehmer entsteht. Mindestens ein Mitarbeiter je Baukolonne müsse den Betriebsbestimmungen zufolge deutschsprachig sein.

„Wird das danach gepflastert?“ wollte Fraktionssprecher Josef Neuberger (FW) wissen. Dies sei zwar möglich, doch würden die Mehrkosten im Vergleich zum erneuten Verschluss mit Asphalt der Stadt in Rechnung gestellt.

Netzinfrastruktur und Zusatzdienste

SPD-Fraktionssprecher Günter Zellner interessierte sich mehr für die Netzinfrastruktur und wollte beispielsweise wissen, ob die Leitungen verschiedener Anbieter sich nicht in die Quere kämen.

Der Fachmann des Telekommunikationsanbieters versicherte, dass die Verkabelungen für Behörden und Öffentlichkeit „auf fünf Zentimeter genau“ dokumentiert würden.

Gerd Pfrombeck von der CSU wollte wissen, ob es auch zusätzliche Angebote, wie Domains, zu den Anschlüssen gäbe. „Fernsehen gibt’s für jeweils 10 Euro mehr, sonst weiß ich von nichts“, so Martin Marks.

Gute Chance für ganz Töging

Das Unternehmen ist nach eigener Aussage aktuell in 20 Kommunen, beispielsweise in der Stadt Heilbronn, aktiv. Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst (CSU) lobte das Konzept. Zwar sei die Verwaltung zur Neutralität verpflichtet, doch im Rückblick auf die langwierigen Förderverfahren der vergangenen Jahre, bezeichnete er diese Möglichkeit als „gute Chance für einen schnellen Glasfaseranschluss von ganz Töging“.

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