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1322 - Schlacht bei Ampfing:

2000 Kubikmeter Erde bewegt: Reinhard Eberl ist Bühnenmeister bei der „Schlacht von Ampfing“

Reinhard Eberl übernimmt die Aufgabe des Bühnenmeisters.
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Reinhard Eberl übernimmt die Aufgabe des Bühnenmeisters.
  • Rita Stettner
    VonRita Stettner
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Bald sind 700 Jahren seit der letzten großen Ritterschlacht vergangen. Die Gemeinde Ampfing lässt 2022 die Zeit von damals mit einem großen Freilicht-Spektakel wieder aufleben. Dazu braucht es auch ein Schlachtfeld. Wie dies und die dazugehörige Bühne aussehen werden, liegt in der Verantwortung von Reinhard Eberl.

Ampfing – Reinhard Eberl war damals gerade 18 Jahre alt, als die letzten Ritterspiele in Ampfing stattfanden. Seine Aufgabe damals: Parkplatzeinweiser. „Ich war zwar nur Parkplatzeinweiser, aber ich war jeden Tag mit dabei“, sagt der Zimmerermeister aus Ampfing, der seine Zimmerei in Geidobl bei Aschau hat. Es war das erste Mal, dass er viel Kontakt zu den älteren Ampfingern bekam, bei Gesprächen lernte er viele Leute kennen. Schon damals war er so begeistert von „1322“, dass ihn der Wunsch nach einer Neuauflage im Jahr 2022 nicht losließ. Und sein Wunsch erfüllte sich.

Stärken im Handwerklichem, Planerischem und Organisatorischem

Als Reinhard Eberl davon hörte, dass es tatsächlich ein neues „1322“ geben wird, war ihm sofort klar: „Da mache ich mit. Da meine Stärken im Handwerklichem, Planerischem und Organisatorischem liegen, habe ich mich auf die Stelle des Bühnenmeisters beworben – und sie auch bekommen.“

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Nach einigen Zoom-Meetings mit Moritz Katzmair, Dominikus und Tobias Huber gab es ein erstes Treffen auf den „Ampfinger Wiesen“, dem zukünftigen Festgelände. Regisseur und die Intendanten erklärten ihre Vorstellungen – Grundlage für die Planungen des Bühnenmeisters. Zahlreiche Entwürfe, Videokonferenzen sowie kreative Gespräche mit Regie, Intendanz und den künstlerisch Verantwortlichen waren erforderlich, bis die finale Planung feststand.

Die Bühne weist längst eine klare Struktur auf. 2000 Kubikmeter Erde wurden aufgeschüttet zu Hügeln, auf denen das Freilichtspektakel stattfinden wird.

Glück für den Zimmerermeister, dass es viele Ampfinger gibt, die mit ihrem Wissen helfen konnten. Und die die richtigen Antworten gaben und Ideen einbrachten.

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Vor allem das Wissen von Fritz Zimmermann, Georg Mittermeier, Rudolf Sickinger und Josef Lohmeier war dabei eine große Hilfe. Nach Abschluss der Planung ging es an die Organisation der groben Erdarbeiten. Mit schwerem Gerät, 40-Tonner, Bagger und Radlader mussten rund 2000 Kubikmeter Erde aufgeschüttet werden. Die Firmen „Gebrüder Mittermeier“ und „Zimmermann“ erledigten diese Arbeiten kostenlos und sehr professionell. Vor Kurzem wurden die Hügel bepflanzt und begrünt und es geht nun an die Pflege der Bepflanzung.

Als besondere Herausforderung sieht Reinhard Eberl das Mähen des Bühnenhanges. „Bei einer Hangneigung von bis zu 40 Grad ist das bestimmt nicht so einfach“, sagt Reinhard Eberl. Eine weitere Anpflanzung findet im Herbst statt. Weitere Sträucher und Bäume werden dann gepflanzt, sowie Wege geschaffen, damit bis August 2022 alles möglichst natürlich aussieht.

Pflegeteam für das Gießen und Mähen

Die nächsten Schritte bestehen daraus. ein Pflegeteam zu erstellen, das das Gießen und Mähen der Hügel übernimmt. Besonders handwerkliches Geschick ist da gefragt, denn hier gilt es viele spezielle Aufgaben wie das Herstellen von Dekorationen, Zäunen und vielem mehr zu erledigen.

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Auch bei den Vorstellungen werden zahlreiche Helfer für den Umbau der Szenen benötigt. Aktuell sucht der Bühnenmeister Leute, die Zeit haben, die Bepflanzung zu gießen. Diese sollten werktags flexibel sein, um den Bedarf abdecken zu können. Ebenfalls werden fitte Personen zum Mähen der Hügel, am besten mit eigenem Freischneider, gesucht. Wenn alles gut klappt, werden 2022 eine perfekte Bühne und ein perfektes Gelände dafür sorgen, dass die Spiele beginnen können. Wer Interesse an der Mitarbeit hat, kann sich gerne unter buehne@schlachtbeiampfing.de oder unter Telefon 0 86 36/56 74 beim Bühnenmeister melden.

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