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Im Jugendzentrum rührt sich was

„Scan Me“: Welche Geschichte hinter dem Jugend-Kochbuch aus Mühldorf steckt

Was kochen wir heute? (von links) Till Sarr, Agnes Sarr, Naemi Seitz und Laura Stampfl schauen erst mal ins Jugendkochbuch.
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Was kochen wir heute? (von links) Till Sarr, Agnes Sarr, Naemi Seitz und Laura Stampfl schauen erst mal ins Jugendkochbuch.
  • VonUrsula Huckemeyer
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Im JUZ wird jeden Freitag geraspelt, gerührt und gebacken, was das Zeug hält. Wie es dazu gekommen ist und was daraus geworden ist, das ist eine besondere Geschichte.

Mühldorf – Wer braucht schon Fernsehköche und Kochshows, wenn es das Jugendzentrum JUZ Mühldorf gibt.

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Dort wird nämlich jeden Freitag geraspelt, gerührt und gebacken, was das Zeug hält. Die Krönung dieser Kochabende ist jetzt ein Buch mit dem Titel „Scan Me“, das mit einfachen, aber wunderbaren Rezepten um die Ecke kommt.

Gemeinsam kochen, gemeinsam essen – das kommt im JUZ Mühldorf gut an: (von links) Ibrahime Hakmaoui, Agnes Sarr, Pauline Theunert, Till Sarr, Naemi Seitz, Clarissa Englberger und Laura Stampfl.

Über QR-Codes zur Anleitung

Kochen muss kein Hexenwerk sein, das bringt „Scan Me“ deutlich an den Tag. Das brandneue Jugendkochbuch ist momentan noch ein Geheimtipp, aber möglicherweise wird es den jugendlichen Kochbuch-Himmel erklimmen. Clou des Buches sind QR-Codes, die zu Kochvideos führen. In ihnen werden Rezepte vorgestellt, die im Handumdrehen nachzumachen sind.

Für einen Kochabend mit den OVB-Heimatzeitungen holten Mitarbeiter und Gäste des Jugendzentrums Schüsseln, Backblech und jede Menge Zutaten aus dem Küchenschrank. Ziel war es, drei Rezepte aus dem Jugendkochbuch in die Tat umzusetzen. Auf der Menükarte standen Hotdogs spezial, Sommersalat und Windbeuteltorte.

Ein Menü aus dem Buch: Hotdogs spezial, Sommersalat und Windbeuteltorte.

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Agnes Sarr, Leiterin des Jugendzentrums (JUZ), gibt zu, mit dem Rezeptbuch Neuland zu beschreiten. „Wegen der Corona-Pandemie musste unser Haus wiederholt schließen, den Kontakt zu unseren Besuchern wollte ich aber keinesfalls verlieren“, verrät sie die Geschichte, die hinter dem Buch steckt. „Ich hatte die Idee, mit unserem Team Videos zu drehen, die Anleitungen zum Kochen unserer Rezepte geben.“

JUZ-Leiterin Agnes Sarr packte beim Kochabend selber mit an und kümmerte sich um die Hotdogs.

So entstand neben den Videos zu guter Letzt ein Jugendkochbuch, das überwiegend Rezepte von Jugendlichen für Jugendliche beinhaltet. Die vorgestellten Speisen sind zudem preisgünstig, aber trotzdem ein Geschmackserlebnis.

Beim Nachkochen kann nichts schief gehen

Die einzelnen Gerichte sind mit je einem QR-Code versehen der zum Youtube-Kanal des Jugendzentrums führt. Und schon geht’s los mit den Anleitungsvideos für Pizzabrötchen, Nudelauflauf, Zebrakuchen & Co. Laura Stampfl und Naemi Seitz schwärmen von der Machart des Buches sowie von den unterschiedlichsten Rezepten. „Durch die Videos sind die einzelnen Schritte anschaulich dargestellt“, betonen die jungen Damen. Beim Nachkochen dürfte also nichts schief gehen.

Naemi Seitz (links) und Laura Stampfl waren für den Sommersalat zuständig.

„Im Buch stehen außer heimischen auch internationale Gerichte, die man auf diese Art und Weise kennenlernen kann“, betont Laura Stampfl. Hier hakt gleich Agnes Sarr ein und bekennt: „Mein Geheimtipp ist der türkische Bulgursalat namens Kisir. Der sollte auf keiner Grillparty fehlen.“

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Clarissa Englberger, Mitarbeiterin im JUZ, achtet im Haus nicht nur auf strenge Küchen-Hygiene, die junge Frau hat so manches Rezept sogar schon ein bisschen abgewandelt. „Jeder würzt oder verändert Zutaten einfach nach seinem eigenen Gusto“, rät Clarissa Englberger. „An den Kochabenden hat sich ein harter Kern von ungefähr sechs Leuten herausgestellt, die fest mit anpacken, aber zum Essen kommen immer mehr“, ergänzt ihre Kollegin Pauline Theunert mit einem Augenzwinkern. Besonders bei Pizza und One-Pot-Spaghetti sei die Küche im JUZ bis auf den letzten Platz besetzt.

Buch kostet fünf Euro

Weil auch muslimische Jugendliche die Einrichtung besuchen, wird bei den Kochabenden wie im Buch auf vegane Gerichte und auf Halal-Lebensmittel geachtet. Was Agnes Sarr besonders freut: „Die Stadtbücherei Mühldorf hat das Jugendkochbuch jetzt in seinen Bestand aufgenommen.“ Außerdem ist „Scan Me“ nicht nur im Jugendzentrum, sondern auch in der Bücherei Herzog für fünf Euro pro Stück zu erwerben.

cl

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